31. Mai 2021

3. Workshop der Ressourcenwende

05. Mai digital

Unsere These ist: Ressourcenpolitik muss Suffizienzpolitik werden. Dafür brauchen wir eine radikale Ressourcenwende, mit dem Ziel, dass der Zugriff auf und die Nutzung von Ressourcen daran ausgerichtet wird, weltweit, heute und zukünftig globale Gerechtigkeit und ein gutes Leben für alle zu erreichen.

Mit dem 1. Workshop 2019 haben wir begonnen das Netzwerk Ressourcenwende aufzubauen und damit einen Ort des systematischen, offenen und transdisziplinären Austausches zu schaffen, um gemeinsam wichtige Querschnitts- und Grundsatzthemen zu bearbeiten.

Der durch die COVID-19-Pandemie ausgefallenen 2. Workshop der Workshop-Reihe Ressourcenwende wurde nun am 09.09. und 10.09.2020 digital nachgeholt. Hier lag ein besonderer Fokus auf Schnittstellen der zukünftigen transdisziplinären Zusammenarbeit und der thematischen Strukturierung der weiteren Netzwerkarbeit. Es ging um mögliche Transformationshebel einer Ressourcenwende, wie Steuern oder absolute Verbrauchsgrenzen und wie weit sich daraus erste Forderungen ableiten lassen.

Am 05.05. fand nun (wieder digital) der dritte und letzte Vernetzungsworkshop des Netzwerk Ressourcenwende statt. Moderiert und illsutriert wurde er von Tanja Föhr.

Am Vormittag hat Dr. Nadja Salzborn (Umweltbundesamt) die Arbeiten des UBA hinsichtlich eines Ressourcenschutz-Stammgesetz vorgestellt. Nach zwei einordnenden Kommentaren von Rebecca Tauer (WWF Deutschland) und Prof. Dr. Anja Hentschel (Hochschule Darmstadt) wurde in der Diskussion, in Kleingruppen, Fragen, Hürden und Handlungsmöglichkeiten eines Ressourcenschutzstammgesetzes besprochen. Es wurde die Frage diskutiert, ob die Forderung nach einem Ressourcenschutz-Stammgesetz eine gemeinsame Forderung des Netzwerkes werden kann? Aufbauend auf den Ergebnissen wird es ein weiteres Treffen zu diesem Thema in der zweiten Jahreshälfte 2021 geben.

Am Nachmittag ging es um das Thema soziale Gerechtigkeit im Ressourcenschutz. Nachdem es auf dem zweiten Workshop 2020 aufgeworfen wurde, hatte sich eine Arbeitsgruppe gegründet, welche an dem Thema weitergearbeitet hat. Als Ergebnis entsteht gerade ein Diskussionspapier, welches in der zweiten Jahreshälfte 2021 veröffentlicht wird. Da dieses noch nicht final vorlag, wurde der Themenkomplex anhand des aktuellen Beispiels „Bauen und Wohnen“ betrachtet. Dazu hat Rouzbeh Taheri von der Kampagne Deutsche Wohnen und Co. enteignen berichtet und Michael Wicke von der Petition BauwendeJETZT!. Anschließend haben wir diskutiert, wie sich die beiden Themen besser verbinden lassen und welche Potentiale eine Kampagne wie die DWenteignen für den Ressourcenschutz und die Bauwende für die soziale Gerechtigkeit bietet.

Die Ergebnisse der Workshop-Reihe werden nun aufbereitet und ausgewertet. Darauf aufbauend werden mögliche Schwerpunkte für die weitere Arbeit identifiziert. Für die zweite Jahreshälfte ist ein weiteres Fachgespräch und ein weiteres Netzwerktreffen geplant. Außerdem wird sich das Netzwerk Ressourcenwende weiter mit dem Thema der sozialen Gerechtigkeit im Ressourcenschutz beschäftigen. Dazu wird im Oktober 2021 eine Diskussionsreihe stattfinden.

Wenn Sie sich an dem Prozess beteiligen möchten wenden Sie sich bitte an Benedikt Jacobs vom BUND (benedikt.jacobs@bund.net). Ansonsten können Sie den Newsletter dieser Website abonnieren, um über die aktuellen Entwicklungen in der Ressourcenwende auf dem Laufenden zu bleiben.

Kontakt:
Benedikt Jacobs, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
Fon: +49 (0)30 275 86 334
benedikt.jacobs@bund.net

Autor*innen:
Benedikt Jacobs