22. September 2020

2. Workshop der Ressourcenwende

09. und 10. September digital

Unsere These ist: Ressourcenpolitik muss Suffizienzpolitik werden. Dafür brauchen wir eine radikale Ressourcenwende, mit dem Ziel, dass der Zugriff auf und die Nutzung von Ressourcen daran ausgerichtet wird, weltweit, heute und zukünftig globale Gerechtigkeit und ein gutes Leben für alle zu erreichen.

Mit dem ersten Workshop 2019 haben wir begonnen, das Netzwerk Ressourcenwende aufzubauen und damit einen Ort des systematischen, offenen und transdisziplinären Austausches zu schaffen, um gemeinsam wichtige Querschnitts- und Grundsatzthemen zu bearbeiten. Der durch die COVID-19-Pandemie ausgefallene zweite Workshop der Workshop-Reihe Ressourcenwende wurde nun am 09. und 10. September 2020 nachgeholt. Insgesamt rund 25 Vertreter*innen aus Zivilgesellschaft und Forschung nahmen teil. Dabei lag ein besonderer Fokus auf Schnittstellen der zukünftigen transdisziplinären Zusammenarbeit und der thematischen Strukturierung der weiteren Netzwerkarbeit. Es ging um mögliche Transformationshebel einer Ressourcenwende, wie Steuern oder absolute Verbrauchsgrenzen und wie weit sich daraus erste Forderungen ableiten lassen.

Am ersten Tag wurden die Ergebnisse der zwei Arbeitsgruppen, die sich nach dem ersten Workshop gegründet hatten, vorgestellt. Die erste Hälfte hat sich dabei auf den Themenbereich der transformativen Forschung und transdisziplinären Zusammenarbeit fokussiert. Franziska Mohaupt vom IÖW hat die Ergebnisse der im Netzwerk durchgeführten Umfrage vorgestellt und daraus Thesen abgeleitet, was sich in den jeweiligen Organisationen ändern kann und muss, um eine Zusammenarbeit zu verbessern. Anschließend hat Jan Freihardt von dem Buchprojekt Wissenschaft schafft Zukünfte seine Arbeit vorgestellt und die Ergebnisse der Umfrage kritisch eingeordnet. Im zweiten Teil des ersten Tages haben die Teilnehmenden in Kleingruppen die weitere Strukturierung und Fokussierung der Netzwerkarbeit diskutiert.

Am zweiten Tag hat Florian Zerzawy vom Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft einen Input zu ökonomischen Instrumenten im Ressourcenschutz gehalten. In Kleingruppen diskutierten die Teilnehmenden anschließend die Chancen und Grenzen ökonomischer Instrumente und ordneten die verschiedenen Optionen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Erfolgschancen ein. Dann wurden in zwei thematischen Arbeitsgruppen die Themen des Vortags noch einmal aufgegriffen. Es ging darum, erste Forderungen an die Forschungspolitik zu skizzieren und den Zusammenhang von sozialer Gerechtigkeit und Ressourcenschutz zu diskutieren. An beiden Themen wird das Netzwerk nun weiterarbeiten.

Die Ergebnisse des Workshops werden nun aufbereitet und ausgewertet. Aufbauend darauf wird damit begonnen, ein Konzept für die transdisziplinäre Zusammenarbeit zu erarbeiten. Hierbei wird die Forschungspolitik besonders fokussiert. Dazu werden inhaltliche Schwerpunkte für einen dritten Workshop vor- und aufbereitet. Einen besonderen Schwerpunkt wird das Thema soziale Gerechtigkeit einnehmen.

Wenn Sie sich an dem Prozess beteiligen möchten, wenden Sie sich bitte an Benedikt Jacobs vom BUND. Ebenso können Sie den Newsletter der Ressourcenwende über die Website abonnieren, um über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden zu bleiben.

Kontakt:
Benedikt Jacobs, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
Fon: +49 (0)30 275 86 334
benedikt.jacobs@bund.net

Autor*innen:
Benedikt Jacobs

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.