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21. November 2023

Mikroplastik-Verbot: Auch flüssige Kunststoffe müssen verboten werden

Schädliches Mikroplastik ist inzwischen überall. Viele Menschen werden sogar bereits mit Mikroplastik im Körper geboren. Nun verbietet die EU Mikroplastik – aber nur zum Teil.

Mikroplastik ist überall

Es wurde in fast all unseren Organen und in unserem Blut nachgewiesen.  Auch in Tieren, Trinkwasser und unseren Lebensmitteln ist Mikroplastik. Hundertausende Tonnen von schädlichen Mikroplastik werden jährlich frei und verteilen sich auch in die entlegensten Gebiete.  

Verbote gelten zeitversetzt

Nach über fünf Jahren zähen Verhandlungen zwischen der EU-Kommission und den Mitgliedsländern wurde jetzt endlich das Verbot für bestimmte Mikroplastik-Anwendungen verabschiedet. Das ist ein Gewinn für unsere Umwelt und Gesundheit. Die Verbote gelten zeitversetzt. Produkte wie beispielsweise Mikroperlen oder losem Glitzer sind bereits ab Mitte Oktobe verboten. Kosmetika wie beispielsweise Peelings, Waschmittel oder Kunstrasen-Sportplätze haben Übergangsfrist von mehreren Jahren.

Verbote nur teilweise gültig

Die EU macht allerdings einige Ausnahmen. Flüssige Kunststoffe sind weiter erlaubt. Kunstrasenplätze haben viel zu lange Übergangsfristen bekommen. Dabei sind plastikfreie Alternativen für Sportplätze längst verfügbar. In Deutschland gibt es circa 18.000 Sportplätze, die rund drei Tonnen Mikroplastik pro Jahr und Platz emittieren. Das allein sind über 50.000 Tonnen im Jahr. Reitplätze sind hier noch nicht eingerechnet.

BUND gegen Mikroplastik

Als BUND haben wir uns jahrelang kritisch in den Prozess eingebracht und daran mitgewirkt, dass dieses Verbot nun beschlossen wurde. In unserem Bündnis Exit Plastik fordern wir in einem Positionspapier, Mikroplastik an der Quelle zu verhindern. Mit der kostenfreien BUND-Toxfox App können Sie rausfinden in welcher Kosmetik und anderen Produkten flüssige Kunststoffe und andere Schadstoffe zu finden sind. diskutieren wir, welche Lösungen wir für die Meere brauchen um sie weniger mit Mikroplastik zu belasten.

Dieser Artikel erschien zuerst am 27.09.2023 auf der Website des BUND.

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