Handlungsfelder zur Steigerung der Ressourceneffizienz

Hrsg.: Umweltbundesamt

In diesem Forschungsbericht werden anhand einer umfassenden Literaturstudie 18 Handlungsfelder identifiziert, die Potenziale für eine Steigerung der Ressourceneffizienz bieten.
Die Analyse zeigt, dass vor allem zwei Hemmnisse für Ressourceneffizienz bestehen: (1) Die Möglichkeiten zur Externalisierung von Kosten bei ressourcenintensiven Produkten und damit verbunden fehlende Preissignale für ressourceneffiziente Alternativen und (2) Informationsdefizite entlang der Wertschöpfungsketten. Technische Lösungen sowie ressourceneffiziente Praktiken sind in vielen Bereichen bereits verfügbar. Es bedarf politisch gesetzter Anreize, um die Effizienzpotentiale zu heben.

Von der Idee zum Konzept – Wie kann eine zielgruppenspezifische Kommunikation in der Kreislaufwirtschaft gelingen?

Hrsg.: Umweltbundesamt

Konsumpraktiken und Gewohnheiten sind in einer modernen Gesellschaft vielfältig. Eine/n typische/n Verbraucher/in gibt es nicht; verschiedene soziale Merkmale wie Alter, Einkommen, Geschlecht, Wertvorstellungen bestimmen die soziale Wirklichkeit und auch die Chancen der Teilhabe. Bei der Kommunikation über Abfallvermeidung sollten dies berücksichtigt werden. Die Handreichung bietet Multiplikatoren aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft Einsicht in die alltagsweltliche Sicht sozialer Gruppen, um wirksame Kommunikationskonzepte – insbesondere zur Abfallvermeidung – entwickeln zu können.

Destruction: certified

Hrsg.: Greenpeace

Nachhaltig irreführend – wie Unternehmen durch vermeintliche Nachhaltigkeitslabel Verbraucher:innen in die Irre führen, zeigt Greenpeace in dieser Studie.

Das FSC-Siegel kennen viele, vom Schulheft bis zur Gartenbank verspricht es Nachhaltigkeit. RSPO sagt womöglich weniger Verbraucher:innen was, das  Logo mit der grünen Palme und dem Aufdruck „certified sustainable palmoil“ haben vermutlich aber doch viele schon gesehen etwa auf Schokocreme oder Putzmittel. Denn Palmöl steckt in vielen Produkten. Etliche weitere Label haben mittlerweile die Produktpaletten der Super- oder Drogeriemärkte erobert. Sie stehen für Umweltschutz und soziales Engagement bei der Herstellung der Produkte. Ein wachsender Markt, denn Verbraucher:innen ist der Schutz unserer Ressourcen zunehmend wichtig. 

Nun zeigt jedoch der von Greenpeace veröffentlichte Report, dass hinter den Beteuerungen oft nicht viel steckt. Im Gegenteil: Zertifikate wie FSC, RSPO oder das Soja-Label RTRS treiben weltweit Waldzerstörung und Artensterben voran.

Die Standards für die Zertifizierung der Rohstoffe wie Holz, Soja oder Palmöl stellen die Vereine selbst auf. Laut Studie sind diese jedoch zu niedrig und werden häufig schlecht umgesetzt und kontrolliert. So hat zwischen 2013 und 2017 eine FSC-zertifizierte Firma in Indonesien mehr als 30.000 Hektar Regenwald gerodet – eine Fläche mehr als dreimal so groß wie die Insel Sylt. Auch wird in Kauf genommen, dass zertifizierte Unternehmen Rohstoffe von Subfirmen beziehen, die dafür Regenwaldflächen zerstören.

Den Zertifizieren wird vorgeworfen, den Eindruck zu erwecken, dass ein zertifiziertes Produkt grün, nachhaltig und fair sei, ganz gleich, wie viel davon produziert und konsumiert wird. Dabei treibt der in vielen Regionen zu hohe Konsum von Fleisch, Milchprodukten, Futtersoja, Palmöl, Kakao, Zellstoff und Papier die Nachfrage nach immer mehr landwirtschaftlicher Fläche – und damit die Waldzerstörung – an.

Nach Angaben des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) ist die industrielle Landwirtschaft für 70 bis 80 Prozent der weltweiten Entwaldung verantwortlich – vor allem durch Viehzucht sowie dem Anlegen von Soja- und Ölpalmenplantagen.

Klima- und Artenschutz bei der Herstellung von Alltagsprodukten darf nicht privaten Zertifizierern überlassen werden. Die EU brauch ein starkes Waldschutzgesetz, das den Ausschluss von Produkten aus Waldzerstörung sicherstellt. Dabei müssten Unternehmen zu transparenten Rückverfolgungssystemen und  Einhaltung sozialer Standards für alle Waren verpflichtet werden. Aber auch Verbraucher:innen haben Einfluss, sie entscheiden mit ihrem Konsum, welche Art der Landwirtschaft und welche Produktion sie fördern wollen. Generell sei auch vor dem Kauf von Waren wie Möbeln oder Büchern zu überlegen, ob sie neu sein müssen. Oft erfülle Gebrauchtes ästhetisch als auch funktional den Zweck. 

Wie wir leben – Unser Weg in eine treibhausgasneutrale und ressourcensparende Zukunft

Hrsg.: Umweltbundesamt

Wie können wir es schaffen, dass Deutschland bis zum Jahr 2050 treibhausgasneutral ist und gleichzeitig unser Rohstoffbedarf deutlich sinkt? Das zeigt die RESCUE Studie in insgesamt sechs Szenarien auf. Sie zeigen aber auch, dass wir alle gefordert sind: Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und wir als Bürger*inen: Wir alle müssen lernen, nichtnachhaltige Wege zu verlassen und besonders treibhausgas- und ressourcenintensive Produkte möglichst schnell zu vermeiden oder zu ersetzen. Die Broschüre zeigt, wie ein treibhausgasneutrales und ressourcensparendes Deutschland in 2050 gestaltet sein und wie unser Leben in einer treibhausgasneutralen und ressourcenschonenden Gesellschaft aussehen könnte. 

Optionen für ökonomische Instrumente des Ressourcenschutzes

Hrsg.: Umweltbundesamt

In diesem Bericht wurden sieben Instrumente zur Steigerung der Ressourceneffizienz untersucht: Primärbaustoffsteuer, Verfüllsteuer auf mineralische Bau- und Abbruchabfälle, Förderung des betrieblichen Ressourcenmanagements mittels steuerlicher Begünstigungen oder Förderprogrammen, Mehrwertsteuersenkung für ressourceneffiziente Produkte, Europäische Produktressourcensteuer und ein Pfandsystem auf Elektro- und Elektronikkleingeräte. Neben der Ausgestaltung und Einbettung in flankierende Instrumente wurden auch die Wirkungen der Instrumente analysiert. Je nach Reifegrad des Instruments umfasst die Wirkungsanalyse auch eine quantitative Modellierung der ökonomischen Effekte.

Die EU-Konfliktmineralienverordnung – ein Probelauf für verantwortungsvolle Beschaffung im Rohstoffsektor?

Hrsg.: Österreichische Forschungsstiftung für internationale Entwicklung (OFSE)

Seit dem 1. Januar 2021 müssen Unternehmen, die bestimmte mineralische Rohstoffe in die EU einführen, dafür sorgen, durch ihre Beschaffungspraktiken nicht zu Konflikten und Menschenrechtsverletzungen beizutragen. Damit endet die Übergangsfrist der 2017 veröffentlichten EU-Verordnung zu Konfliktmineralien, die in der EU erstmals verbindliche menschenrechtliche Sorgfaltspflichten für Unternehmen einführt. Ihr Anwendungsbereich ist allerdings äußerst eingeschränkt. Die Umsetzung kann jedoch als Probelauf gesehen werden, aus dem Lehren für die Einführung von umfassenderen Regulierungen im mineralischen Rohstoffsektor sowie von unternehmerischen Sorgfaltspflichten in anderen Wirtschaftssektoren abgeleitet werden können.

Menschenrechte, Umweltschutz und Sozialstandards im globalen Wirtschaften stärken

Hrsg.: Corporate Accountability (CorA) - Netzwerk für Unternehmensverantwortung

Forderungen des CorA-Netzwerks für Unternehmensverantwortung an Bundestag und Bundesregierung für die Legislaturperiode 2021-2025.

Globales Wirtschaften muss sich neu ausrichten – indem Unternehmen in Deutschland, der EU und weltweit zu einer am Gemeinwohl orientierten Verantwortung verpflichtet werden. Vielfache Verletzungen von Menschenrechten, Sozialstandards und Umweltbelangen, globale Ungleichheit, die drohende Klimakatastrophe und die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie machen eine verbindliche Rahmensetzung für unternehmerisches Handeln erforderlich. Damit würde die Bundesregierung auch diejenigen Unternehmen unterstützen, die ihrer Verantwortung schon freiwillig nachkommen und dafür bisher mit wirtschaftlichen Nachteilen gegenüber der Konkurrenz rechnen müssen. Auch der Rechtszugang für Menschen entlang der globalen Lieferketten, die Handels-, Steuer- und Subventionspolitik gehören auf den Prüfstand – ebenso wie das Gesellschaftsrecht, Lobbyismus und Bürokratieabbau auf Kosten von Menschen und Umwelt.
Im CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung sind 59 Organisationen aus den Bereichen Menschenrechte, Umwelt- und Verbraucherschutz, Entwicklungspolitik sowie Gewerkschaften zusammengeschlossen.

Verantwortung in Lieferketten

Hrsg.: Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP)

Mitte Februar haben sich die beteiligten Bundesministerien auf einen Entwurf für ein Gesetz über die unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Lieferketten geeinigt. Dies ist ein wichtiger Schritt, damit deutsche Unternehmen umfassende Verantwortung für die Lieferketten ihrer Waren und Dienstleistungen übernehmen. Deutschland hat sich damit in die Riege europäischer Länder wie Frankreich und die Niederlande ein­gereiht, die verbindliche Regulierungsrahmen schon gesetzt haben. Gleich­wohl hat die Bundesregierung mit der Absage an eine zivilrechtliche Haftung auf einen ent­scheidenden Hebel verzichtet, um Unternehmen, die ihrer Sorgfaltspflicht nicht nachkommen, gezielt zu sanktionieren. Um dem Gesetz die größtmögliche Wirkung zu verleihen, sollten Bundestag und Bundesregierung da­her weitere flankierende Maßnahmen beschließen, die über die rechtlichen Regelungen im Gesetzentwurf hinausgehen. Deutschland kann zudem auf europäischer und internationaler Ebene dazu beitragen, dass Unternehmen in der EU und im globalen Maßstab mehr Ver­antwortung in Lieferketten übernehmen.

Auf Stand-by – Bericht über die sechste Tagung der UN-Arbeitsgruppe für ein verbindliches Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechten („Treaty“)

Hrsg.: Global Policy Forum

Vom 26. bis 30. Oktober 2020 tagte die zwischenstaatliche Arbeitsgruppe zur Formulierung eines verbindlichen Abkommens zu Wirtschaft und Menschenrechten zum sechsten Mal im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen (UN) in Genf. Grundlage der Diskussionen war der im August 2020 vom ecuadorianischen Vorsitzenden der Arbeitsgruppe vorgestellte zweite überarbeitete Abkommensentwurf („Second Revised Draft“). Die Tagung war überschattet von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie.

Sie fand in einem hybriden Format statt, d. h. mit der Möglichkeit zur Teilnahme vor Ort oder virtuell. Von den 66 teilnehmenden Staaten erklärten viele, sie hätten aufgrund der COVID-19-Einschränkungen keine abgestimmten Regierungspositionen vorbereiten können. Es fanden daher keine zwischenstaatlichen Verhandlungen statt, sondern lediglich Diskussionen über den Abkommensentwurf. Wesentliche Streitpunkte, u.a. zur Frage des Anwendungsbereichs des Abkommens und den Haftungsregeln wurden wieder aufgebracht und konnten während der Tagung nicht beigelegt werden. Ob die EU und ihre Mitgliedsstaaten sich bis zur nächsten Tagung im Herbst 2021 endlich für ein Verhandlungsmandat für den Prozess durchringen werden, hängt stark vom Ambitionsniveau der angekündigten europäischen Gesetzesinitiative und weiterer Initiativen, wie dem deutschen Lieferkettengesetz ab. Eine aktive Beteiligung der EU wird eine Signalwirkung auf andere bislang unbeteiligte Industrienationen haben.

Ressourcenschonung im Gesundheitssektor – Erschließung von Synergien zwischen den Politikfeldern Ressourcenschonung und Gesundheit

Hrsg.: Umweltbundesamt

Der Konsum natürlicher Rohstoffe durch Leistungen im deutschen Gesundheitssektor lag 2016 bei 107 Mio. t. Dies waren 5 % des gesamten Rohstoffkonsums in Deutschland. Ziel des Forschungsvorhabens war die Erschließung von Synergien zwischen den Politikfeldern Ressourceneffizienz und Gesundheit. Aufbauend auf einer quantitativen Analyse der Rohstoffströme wurden wichtige Akteure im Hinblick auf die Steigerung der Ressourceneffizienz im deutschen Gesundheitssektor identifiziert, Handlungsfelder und Handlungsoptionen erarbeitet sowie eine Good-Practice-Sammlung angelegt. Der Bericht richtet sich an Expert*innen sowie Interessierte in den beiden Politikfeldern sowie im Themenfeld Nachhaltigkeit.

Narrative einer erfolgreichen Transformation zu einem ressourcenschonenden und treibhausgasneutralen Deutschland – Erster Zwischenbericht

Hrsg.: Umweltbundesamt

Der Zwischenbericht beschreibt das methodische Vorgehen und die Ergebnisse des ersten Arbeitspakets. Übergeordnetes Ziel des Projekts ist die Erarbeitung eines Zielbilds für das Jahr 2050, das durch eine Erzählung zeigt, wie Deutschland die Transformation zu einer ressourcenschonenden und treibhausgasneutralen Gesellschaft und Wirtschaft gelungen ist. Dieses Narrativ soll durch visuelle Elemente gestützt werden, die in der Gesamtheit in einem „Wimmelbild“ festgehalten werden – das auch filmisch animiert werden soll. Zur Erarbeitung dieses Narrativs wurden im ersten Arbeitspaket zunächst bestehende relevante Studien und Quellen gesichtet – und auf mögliche narrative Elemente hin ausgewertet. Zudem wurden eigene narrative Elemente erarbeitet. Das Projekt hat eine Brückenfunktion zwischen analytischer Recherche und kreativem Storytelling.

Gestaltung eines Reparaturregisters in Deutschland – Mögliche Umsetzungsoptionen eines nationalen Registers zur Erhöhung der Ersatzteilverfügbarkeit

Hrsg.: Runder Tisch Reparatur

Neue EU-Ökodesign-Vorgaben für Geschirrspüler, Haushaltswaschmaschinen und Trockner, Kühlgeräte, Leuchtmittel und Displays sehen vor, dass Hersteller sicherheitsrelevante Ersatzteile und Wartungsinformationen “fachlich kompetenten Reparateuren” zur Verfügung stellen müssen. Die Verordnung lässt offen, wodurch die fachliche Kompetenz bestimmt wird und überlässt eine entsprechende Prüfung den Herstellern. Die Prüfung der Kompetenz durch ein “amtliches Registrierungssystem für fachlich kompetente Reparateure” ist zu akzeptieren, “falls ein solches in den betreffenden Mitgliedstaaten besteht.” Als Voraussetzung für eine Registrierung sieht die Verordnung den Nachweis “fachlicher Kompetenz” und einen Versicherungsschutz vor, “der die Haftung im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit abdeckt.“

Dieses Papier diskutiert verschiedene Optionen für die Ausgestaltungen eines solchen Registers und wirft einen Blick auf die Frage, inwieweit Kompetenz- und Versicherungsnachweise für Reparierende nachgewiesen werden können und welche Aussagekraft diese Nachweise haben.

Fokus faire und ökologische Kleidung – Überblick aus Fair-Handels-Sicht

Hrsg.: Forum Fairer Handel

Was kostet ein T-Shirt und warum? Wenige Güter kommen uns so nah, wie die Kleidung, die wir tragen. Kaum ein Erzeugnis scheint so austauschbar. Während das Preisniveau nahezu aller Konsumgüter des täglichen Bedarfs in den letzten 20 Jahren kontinuierlich anstieg, stiegen unsere Ausgaben für Kleidung kaum merklich und das, obwohl wir jährlich mehr Kleidungsstücke kaufen. Auch 2021 werden für unsere Kleidung mehrheitlich diejenigen, die diese unter teils katastrophalen Arbeitsbedingungen herstellen, zahlen. Sei es unmittelbar oder als Folge umweltzerstörerischer Produktionsweisen. Die Covid-19-Pandemie hat diesen Umstand abermals vergegenwärtigt und leider auch drastisch verschärft. Umso wichtiger, dass eine weltweit wachsende Fair Fashion Branche, getragen von innovativen Labels, Stores und Modemacher*innen, sich der konventionellen Textilindustrie entgegenstellt.

Wie können Fast Fashion und das Ansinnen nach nachhaltigem, sozialverträglichem Konsum gleichzeitige Phänomene unserer Zeit sein? Die langen Herstellungswege unserer Kleidung sind noch immer zu verschleiert. Transparenz wird zum Politikum der Gegenwart. Die Initiative Lieferkettengesetz fordert deshalb für Deutschland eine gesetzliche Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette und konnte sich damit Gehör bis in die Bundespolitik verschaffen.

Viele Modelabels stellen ihre Lieferketten detailliert dar und laden zur Rückverfolgung der Kleidungsstücke ein. Mit vier von ihnen hat das Forum Fairer Handel ein Interview geführt. Davon, wie faire und ökologische Kleidung aussehen, eingekauft und gelebt werden kann, berichtet zu Beginn dieser Broschüre die Gründerin des supermarchés – eines fair-ökologischen Fashion Stores in Berlin-Kreuzberg.

Ein bewährtes Mittel für Verbraucher*innen zur Orientierung bieten Zeichen und Siegel. Diese wiederum müssen ihrerseits erst richtig eingeordnet werden, denn die dahinterliegenden Organisationen, Mitgliedschaften und Standards sind zahlreich. Mit dem Grünen Knopf wurde 2019 das erste staatliche Siegel für nachhaltige Textilien eingeführt und mit dem Fairtrade-Textilstandard gibt es einen weiteren vielversprechenden neuen Standard.

Wir brauchen weitere Veränderungen, denn es liegt an fehlenden politischen Richtlinien, an Unternehmen, die ihrer Verantwortung über ihre gesamten Wertschöpfungsketten gerecht werden müssen und an uns als Konsument*innen, ob die Herkunft unserer Kleidung unter die Haut geht. Mit dieser Broschüre bietet das Forum Fairer Handel eine praktische Handreichung über Initiativen für faire und ökologische Kleidung aus Fair-Handels-Perspektive sowie eine Übersicht über die derzeit gängigen Zeichen und Siegel im Textilbereich.

Einsatz von Post-Consumer-Recycling-Kunststoffen in energieverbrauchsrelevanten Geräten

Hrsg.: Umweltbundesamt

Kurzexpertise im Rahmen des Refoplan-Vorhabens „Wissenschaftliche Begleitung der Umsetzung der Ökodesign-Richtlinie und Energieverbrauchs-kennzeichnungsverordnung – Viertes Arbeitsprogramm“

Das Schließen von Materialkreisläufen ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer Kreislaufwirtschaft. Die Kurzexpertise setzt sich mit der Fragestellung auseinander, wie der Einsatz von Post-Consumer-Recycling-Kunststoffen in energieverbrauchsrelevanten Geräten gestärkt werden kann. Dabei wird vor allem die technische und regulatorische Machbarkeit einer Rezyklateinsatzquote untersucht. Basierend auf einer Analyse des Stands des Einsatzes von Recycling-Kunststoffen in Geräten sowie der aktuell verfügbarer Nachweissysteme wurden Politikempfehlungen erarbeitet, wie der Einsatz von Kunststoffrezyklaten gesteigert werden kann und diese in einem Fachgespräch mit relevanten Akteuren diskutiert.

Weniger ist mehr – Suffizientes Wohnen – ein Ratgeber des AK Suffizienz im BUND Hamburg

Hrsg.: BUND

In Deutschland hält der Trend zu immer größeren Wohnflächen pro Kopf an. Standen im Jahr 1998 jedemjeder Einwohnerin durchschnittlich 39 m² zur Verfügung, so sind es 2018 bereits 47 m². Damit verbunden sind steigende Flächen- und Ressourcenverbräuche, die unsere Umwelt vielfältig belasten.

Suffizienz wird meist als wichtiger Teil der Nachhaltigkeit verstanden. Verhaltensweisen sind nachhaltig, wenn sie umweltfreundlich sind, der Ressourcen-Schonung dienen und auf nachwachsende Rohstoffe setzen.

Suffizientes Wohnen bedeutet entsprechend, dass weniger Fläche
zum Wohnen gebraucht wird, dass dafür Wohnräume mehrfach
genutzt werden, und dass mehr Räume gemeinschaftlich von mehreren Personen genutzt werden. Die flexible Nutzung von Räumen ist in vielen Wohnprojekten heute schon ein wichtiger Punkt. Suffizienz bringt auch neue Formen des Zusammenlebens mit sich, wie im Ratgeber des AK Suffizienz gezeigt wird.

Leitfaden zur umweltfreundlichen öffentlichen Beschaffung: Bekleidungstextilien und Wäsche

Hrsg.: Umweltbundesamt

Die Textilindustrie beinhaltet eine große Zahl von Teilsektoren, die den gesamten Fertigungszyklus von der Rohstofferzeugung (Chemische Fasern und Filamente, Naturfasern) über Halbfertigprodukte (Garne, Wirkwaren inkl. zugehöriger Prozesse) bis hin zu den Endprodukten einschließt. Für die in Ausschreibungen empfohlenen Umweltkriterien wurde der gesamte Fertigungszyklus betrachtet und Anforderungen für die umweltrelevanten Prozesse erarbeitet. Neben Naturfasern berücksichtigt der Leitfaden wegen ihrer Bedeutung auf dem Textilmarkt auch chemische und regenerierte Zellulosefasern.

Was nützt (D-) EITI?

Hrsg.: Forum Umwelt & Entwicklung | Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (Januar 2021)

Die Transparenzinitiative über den Rohstoffabbau in Deutschland auf dem Prüfstand 

Kennen Sie die EITI?
Wenn nicht, ist das nicht verwunderlich, denn bisher hat die internationale Initative für einen transparenten Rohstoffsektor und ihre deutsche Umsetzung für wenig öffentliches Interesse gesorgt. Auch in der deutschen NGO-Welt sind die D-EITI und ihre Berichte wenig bekannt. Zu Recht? Ist die D-EITI nur eine weitere Multi-Stakeholder-Initiative mit der sich die Privatwirtschaft und Regierung schmücken können, ohne einen wirklichen Mehrwert zu liefern? Oder legt sie doch relevante Informationen über den heimischen Rohstoffabbau offen, die so bisher nicht verfügbar waren?

Das Paper gibt einen Überblick über Aufbau und Funktionsweise der EITI, die Umsetzung der EITI in Deutschland und bewertet die bisherigen Inhalte der EITI-Berichteaus zivilgesellschaftlicher Perspektive.

Ressourcenschutz durch Stadtplanung und Stadtentwicklung

Hrsg.: Umweltbundesamt (Januar 2021)

Städte und ihr Umland sind „Hot-Spots“ der Ressourceninanspruchnahme. Gebäude und Infrastrukturen verursachen beispielsweise in der Bau- und Nutzungsphase einem hohen Bedarf an Rohstoffen, Energie, Fläche und Wasser, was negative Umwelteffekte verursacht. Stadtplanung und -entwicklung können wichtige Beiträge leisten die Ressourceninanspruchnahme zu reduzieren, da sie direkten Einfluss auf Bautätigkeiten und die Infrastrukturversorgung haben. Dieses Hintergrundpapier formuliert Empfehlungen an die Bundes- und Landesebene zur Stärkung des Ressourcenschutzes in Stadtplanung und -entwicklung. Im Fokus stehen Möglichkeiten durch Gesetze, Verordnungen, Strategien und Fördermechanismen.

Prüfung möglicher Ansätze zur Stärkung des Recyclings, zur Schaffung von Anreizen zur Verwendung recycelbarer Materialien und zur verursachergerechten Zuordnung von Entsorgungskosten im Bereich der Bauprodukte

Hrsg.: Umweltbundesamt (Januar 2021)

In diesem Forschungsvorhaben wurden die Möglichkeiten branchenindividueller bzw. produktspezifischer Anreize zur Stärkung des Recyclings und zur Schaffung von Anreizen zur Verwendung recycelbarer Materialien im Bereich der Bauprodukte untersucht. Außerdem wurden die Rahmenbedingungen und Herausforderungen hinsichtlich einer verursachergerechten Zuordnung von Entsorgungskosten im Bausektor betrachtet. Dabei wurden die derzeitigen Rahmenbedingungen für das Recycling von Bauprodukten in Deutschland, insbesondere der rechtliche Rahmen, die grundlegenden Beteiligten, ihre Beiträge und die derzeitige produktspezifische Entsorgungssituation dargestellt. Auf dieser Grundlage wurden anhand von drei beispielhaft ausgewählten Bauprodukten oder Materialien (PVC-Fensterprofile, Flachglas aus Fenstern, Porenbeton) produktspezifische Modelle entwickelt und diskutiert, die Ansätze, Ideen und Impulse zur Stärkung des Recyclings im Baubereich enthalten. Es werden ebenfalls Lösungsvorschläge vorgestellt, welche einen allgemeingültigen Charakter für den Baubereich haben.

Innovationen für die Circular Economy – Aktueller Stand und Perspektiven

Hrsg.: Umweltbundesamt (Januar 2021)

Ein Beitrag zur Weiterentwicklung der deutschen Umweltinnovationspolitik

Damit die Transformation in Richtung Circular Economy gelingt, müssen zahlreiche Innovationen entstehen und sich gegen das Bestehende durchsetzen. In dieser Studie wird das Innovationssystem der Circular Economy beschrieben und analysiert. Ausgangspunkt für die Analyse sind grundlegende Funktionen von Innovationssystemen, wie die Erzeugung neuen Wissens, die Entstehung neuer Märkte, die Gründung von Unternehmen oder die Einführung neuer Geschäftsmodelle. Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass sich die Transformation in Richtung Circular Economy in Deutschland noch in einer frühen Entwicklungsphase mit geringer Dynamik befindet. Um die identifizierten Schwachpunkte des Innovationssystems zu überwinden, müssten die Märkte für Sekundärrohstoffe und das unternehmerische Experimentieren gefördert werden.

Ende Gelände: Fakten zum EU-Mercosur-Abkommen

Hrsg.: Greenpeace

Das EU-Mercosur-Freihandelsabkommen soll den Handel mit landwirtschaftlichen Produkten wie Fleisch und Soja, mit Chemikalien wie etwa Pestiziden, sowie mit Autos und Autoteilen steigern. Dies steht in​direktem Widerspruch zu den Zielen des europäischen Green Deals​. Die mächtige Exportwirtschaft stellt viele falsche Behauptungen auf, um den Abschluss des Deals zu rechtfertigen. Greenpeace hat einen Fakten-Check zusammengestellt, um die Meinungsmache zu dem toxischen Abkommen zu widerlegen.

Der Fakten-Check informiert über Möglichkeiten der politischen Einflussnahme durch das Abkommen, warum China eine bedeutende Rolle im Entscheidungsprozess einnimmt sowie über angebliche Vorteile für kleinere Unternehmen. Es geht um die Diskussion über die Schaffung von Arbeitsplätzen und es wird ein Blick auf politische Rechtfertigungsmuster geworfen.

Wirtschaftsmächte auf den metallischen Rohstoffmärkten – Ein Vergleich von China, der EU und den USA

Hrsg.: DERA

China hat als Wirtschaftsmacht in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten einen rasanten Aufstieg erlebt. Das Land hat bei der Industrieproduktion mit ihrem großen Bedarf nach Rohstoffen inzwischen die EU und die USA übertroffen. Wie sehr sich in diesem Zuge die Gewichte der Wirtschaftsmächte auf den Weltmärkten für metallische Rohstoffe verschoben haben, verdeutlicht eine neue Studie der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).

Die DERA-Studie mit dem Titel „Wirtschaftsmächte auf den metallischen Rohstoffmärkten – ein Vergleich von China, der EU und den USA“ beleuchtet die Entwicklungen der drei Wirtschaftsräume bei der Rohstoffproduktion von Basismetallen sowie bei Eisen und Stahl im Zeitraum zwischen 2002 und 2018. Auch Veränderungen beim Handel mit metallischen Rohstoffen werden analysiert.

Das Ergebnis: Im Jahr 2018 verarbeitete China durchschnittlich 49 % der weltweiten Raffinadeproduktion von Aluminium, Blei, Eisen/Stahl, Kupfer, Nickel, Zink und Zinn im eigenen Land weiter. Die EU und die USA kamen bei der Weiterverarbeitung von Raffinadeprodukten nur auf durchschnittliche Anteile von 14 bzw. 8 %. Damit ergaben sich große Veränderungen gegenüber dem Zeitpunkt zu Beginn des Jahrtausends. „Noch 2002 wurden durchschnittlich 26 Prozent der globalen Raffinademengen der Basismetalle sowie Eisen und Stahl in der EU weiterverarbeitet, China und die USA kamen lediglich auf einen Anteil von 17 bzw. 16 Prozent“, erklärt DERA-Experte Johannes Perger. Der Autor der Studie: „In relativ kurzer Zeit haben sich die Gewichte bei der weltweiten Rohstoffverarbeitung deutlich in Richtung China verschoben.“

Entsprechend unterschiedlich verlief die Entwicklung in den untersuchten Wirtschaftsräumen auch in Bezug auf die absoluten Mengen der betrachteten Rohstoffe. Laut DERA-Studie vervielfachten sich in China die produzierten und weiterverarbeiteten Rohstoffmengen, während sie in der EU in etwa konstant blieben und in den USA fast ausnahmslos sanken. Auf globaler Ebene verbuchten Aluminium, Stahl und Nickel zwischen 2002 und 2018 mit einer Verdoppelung die höchsten Bedarfszuwächse aller betrachteten Metalle.

China, die EU und die USA sind allesamt in großem Maße auf Einfuhren von metallischen Rohstoffen angewiesen, da sie ihre Rohstoffbedarfe meist nicht über den eigenen Bergbau und Recycling decken können. Alle drei sind Nettoimporteure bezogen auf die Gesamtheit der metallischen Rohstoffhandelsgruppen (Raffinadeprodukte und Waren daraus, Erze- und Konzentrate sowie Abfälle und Schrotte).

China ist im Betrachtungszeitraum zum größten Händler metallischer Rohstoffe aufgestiegen und hat in den letzten Jahren seinen Außenhandel stark internationalisiert.

2002 entfielen große Teile des chinesischen Außenhandels mit metallischen Rohstoffen noch vorwiegend auf seine asiatischen Nachbarstaaten. Im Jahr 2018 waren weltweit für die meisten Länder die Handelsvolumen mit China deutlich größer als jene mit der EU und den USA. „China ist zum unumstrittenen Champion bei der Produktion und dem Handel mit metallischen Rohstoffen aufgestiegen, wodurch global Rohstoffpreise und Lieferketten maßgeblich durch die Volksrepublik beeinflussbar sind“, so Perger.

Die aktuelle Corona-Pandemie wirft indes weitere Fragen für zukünftige Entwicklungen auf den Rohstoffmärkten und die drei betrachteten Wirtschaftsmächte auf. In China ist die Pandemie unter Kontrolle und die Industrieproduktion befindet sich auf einem rasanten Erholungskurs. Nebenbei festigt China mit der Seidenstraßeninitiative sowie durch den Zusammenschluss mit 14 weiteren asiatischen Staaten zur größten Freihandelszone der Welt („RCEP“) auch langfristig seine Position als bedeutendster Industriestandort. Dies könnte die Gewichte auf den Rohstoffmärkten noch weiter in Richtung Asien verschieben. In der EU haben sich in der Pandemie hingegen die Schwachstellen von globalisierten Lieferketten offenbart. Mittlerweile denken viele Unternehmen ernsthaft über kürzere und regionalere Lieferketten sowie eine stärkere Diversifizierung ihrer Lieferquellen nach.

Transformationsprozess zum treibhausgasneutralen und ressourcenschonenden Deutschland – Vergleich der Szenarien

Hrsg.: UBA

Das Forschungsvorhaben begleitete das Projekt „RESCUE“ des Umweltbundesamtes, in welchem die Zusammenhänge zwischen Klimaschutz und Ressourcennutzung untersucht wurden. Dazu wurden sechs Szenarien erarbeitet, um Lösungen zu entwickeln, wie Rohstoffinanspruchnahme und Treibhausgasemissionen in Deutschland in Zukunft deutlich gesenkt werden können. Dieser Bericht gibt ergänzend zu den Publikationen des Umweltbundesamt einen zusammenfassenden Vergleich der Green-Szenarien.

The Production Gap

Hrsg.: Stockholm Enviroment Institute, International Institute for Sustainable Development, Overseas Development InstituteSEI, E3G and UN Enviroment Programme

The Production Gap Report report, first launched in 2019, measures the gap between Paris Agreement goals and countries’ planned and projected production of coal, oil, and gas.

This year’s special issue of the report finds that the production gap remains large: countries plan to produce more than double the amount of fossil fuels in 2030 than would be consistent with a 1.5°C temperature limit. https://www.youtube.com/embed/m6-HU3oS0nY?feature=oembed

The COVID-19 pandemic and associated response measures have introduced new uncertainties to the production gap. While global fossil fuel production will decline sharply this year, government stimulus and recovery measures will shape our climate future: they could prompt a return to pre-COVID production trajectories that lock in severe climate disruption, or they could set the stage for a managed wind-down of fossil fuels as part of a “build back better” effort.

This year’s special issue of the Production Gap Report looks at how conditions have changed since last year, what this means for the production gap, and how governments can set the stage for a long-term, just, and equitable transition away from fossil fuels.

Energie- und Ressourceneffizienz digitaler Infrastrukturen: Ergebnisse des Forschungsprojektes „Green Cloud-Computing“

Hrsg.: Umweltbundesamt

Rechenzentren und Telekommunikationsnetzwerke bilden gemeinsam die digitale Infrastruktur und damit die technische Basis der Informationsgesellschaft. Ihre Auswirkungen auf den Energie- und Ressourcenverbrauch sind nicht vernachlässigbar. Das vorliegende Papier enthält Handlungsempfehlungen für die Politik, aber auch Hintergrundinformationen zu den Umweltwirkungen digitaler Infrastrukturen, zum Ausbau von Breitband- und Mobilfunknetzen, zu Planung, Betrieb und Entsorgung von Rechenzentren sowie zu Einsparmöglichkeiten in Privathaushalten.

Ableitung eines Indikatorensets zur Umweltverträglichkeit der Energiewende

Hrsg.: Umweltbundesamt

Die Energiewende ist eine der größten Aufgaben des 21. Jahrhunderts. Die Herausforderung besteht darin, das Energiesystem umweltverträglich, sicher und wirtschaftlich zu gestalten. Mit der Energiewende sind auf der einen Seite entlastende Wirkungen für die Umwelt und Synergieeffekte für eine nachhaltige Energiewirtschaft verbunden. Auf der anderen Seite können damit auch neue Umwelt- und Gesundheitseffekte sowie Eingriffe in Natur und Landschaft verbunden sein. Um die Veränderungen des Umweltzustandes durch die Energiewende fachlich fundiert darzustellen, wurde im Auftrag des Umweltbundesamtes durch das ifeu-Heidelberg ein Bewertungsansatz erarbeitet, der eine Beurteilung der Umweltauswirkungen als vielschichtiges Geflecht interdependenter Wirkungszusammenhänge anhand der aus dem Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung bekannten Schutzgüter ermöglicht. Dafür werden potenzielle Umweltauswirkungen des Energiesystems identifiziert, durch die im Vorhaben abgeleiteten Indikatoren beschrieben und falls möglich, als Zeitreihe quantifiziert. Die einzelnen Indikatoren werden in Wirkpfaden gebündelt und hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Schutzgüter diskutiert. Im Rahmen dieses F&E Vorhabens erfolgte die wissenschaftlich basierte Konzeption des Monitoring-Modells und die Auswahl, Entwicklung und Beurteilung von Indikatoren zur Bemessung der Umweltauswirkungen der Energiewende. Die Ergebnisse des Vorhabens dienen den Akteuren beim UBA und im BMU als Grundlage für die umfassende Bewertung der Veränderungen des Umweltzustandes durch die Energiewende, wie sie bspw. im Monitoring-Bericht zur Energiewende „Energie der Zukunft“ zu erfolgen hat. Des Weiteren zeigt das Projekt noch vorhandene Wissenslücken auf, formuliert erweiterten Forschungsbedarf und gibt alternative Denkanstöße, die mittel- bis langfristig zum Verfüllen eben solcher Wissenslücken beitragen können.

Performance-Check Automobilindustrie: Verantwortungsvoller Rohstoffbezug?

Hrsg.: INKOTA-netzwerk e.V. & PowerShift

Eine Analyse von Industrieinitiativen und Nachhaltigkeitsberichten

BMW, Daimler und VW unternehmen zu wenig, um ihrer menschenrechtlichen und umweltbezogenen Verantwortung für ihren hohen Rohstoffverbrauch gerecht zu werden. Die drei größten deutschen Autokonzerne verbrauchen jährlich Dutzende Millionen Tonnen Stahl, Aluminium, Kupfer und Co. Die von PowerShift und INKOTA veröffentlichte Analyse wirft einen Blick auf die Nachhaltigkeitsberichte der drei größten deutschen Autokonzerne. Kein Konzern hat einen ausführlichen Sorgfaltspflichtenbericht. Bei zahlreichen Rohstoffen wird über die potenziellen Umwelt- und Menschenrechtsverletzungen gar nicht oder nur sehr selektiv berichtet. Dabei ist der Rohstoffsektor einer der Wirtschaftssektoren mit den meisten Menschenrechtsverletzungen weltweit.

Es bleibt unklar, inwiefern die Konzerne tatsächlich Kenntnis über die gesamten eigenen Wertschöpfungsketten haben. Diese Kenntnis ist aber eine Voraussetzung, um den Schutz von Umwelt und Menschenrechten überprüfen und sicherstellen zu können. BMW, Daimler und VW sind noch weit davon entfernt, öffentliche Transparenz über ihre Wertschöpfungsketten und den Sorgfaltsprozess zur Einhaltung der Menschenrechte herzustellen. Dabei zeigen US-Technologiekonzerne in Bezug auf die Beschaffung von Konfliktmineralien, dass es durchaus möglich ist transparenter zu agieren.

Statt klare Angaben zu machen, verweisen die drei Autokonzerne in ihren Nachhaltigkeitsberichten unter anderem auf die Mitgliedschaft in Rohstoffinitiativen, die ihrerseits Nachhaltigkeitsanforderungen erarbeiten. Doch diese Initiativen bedeuten keine Garantie für eine ökologisch, sozial und menschenrechtlich verantwortungsvolle Rohstoffproduktion. Vielmehr ist zu befürchten, dass die Autokonzerne ihre Verantwortung mittels der Mitgliedschaft in einer Rohstoffinitiative auslagern.

Die Analyse unterstreicht die Notwendigkeit eines umfassenden und wirksamen Gesetzes zur Einhaltung menschenrechtlicher und umweltbezogener Sorgfaltspflichten in der gesamten Wertschöpfungskette, für das sich PowerShift und INKOTA als Teil der Initiative Lieferkettengesetz einsetzen. Für den Schutz der Menschenrechte sowie des Klimas und der Umwelt ist auch eine Reduktion des absoluten Rohstoffverbrauchs der Automobilindustrie – und damit letztlich auch eine Reduktion der verkauften Autos – dringend notwendig.

Ansätze zur Ressourcenschonung im Kontext von Postwachstumskonzepten

Hrsg.: Umweltbundesamt

Das Vorhaben analysiert 1.) die Argumente verschiedener Positionen im Wachstumsdiskurs und formuliert eine idealtypische „vorsorgeorientierte Postwachstumsposition“. Er präsentiert zudem Ursachen von Wirtschaftswachstum und identifiziert gesellschaftliche Bereiche, deren Funktion vom Wirtschaftswachstum abhängen könnte. Darüber hinaus werden Reformvorschläge diskutiert, um diese Wachstumsabhängigkeit zu verringern. Das Vorhaben untersucht 2.) die Relevanz der Postwachstumsdebatte für Ressourcenpolitik und eine entsprechende Instrumentierung. Außerdem werden 3.) konstitutive Kernelemente einer nachhaltigen (Postwachstums-)Gesellschaft bestimmt. Das Vorhaben setzt damit Impulse zur gesellschaftlichen Debatte über die Ausgestaltung und Instrumentierung von Transformationspfaden für „gesellschaftliches Wohlergehen innerhalb planetarer Grenzen“.

Martial Mining

Hrsg.: London Mining Network

London Mining Network launched their latest report, Martial Mining.

Militarism is more than a deadly diversion of funds from the health of people and the planet towards warfare. It is an essential ingredient fuelling the climate and ecological crises. The United States’ military is the world’s single largest polluter. The UK’s military-industrial sector has a carbon footprint of at least 11 million tonnes a year, more than 60 individual countries like Madagascar and Zambia. Fundamentally, extractivism is a militarised process: it violently ruptures ecosystems and habitats. In doing so, it displaces then polices human communities with ongoing connections to the land. Relatedly, militarism is an extractive process: it depends on vast quantities of natural resources to innovate and assemble more deadly technologies of control and destruction. This is the organising principle of martial mining.

Martial Mining exposes the links between mining, the international arms trade, and warfare. Across the globe, these destructive forces go hand in hand, from the minerals needed to produce weapons to the military force needed to secure and police mines themselves.

You can find an archive of our previous reports here on the London Mining Network website.

Ansatzpunkte für eine gesellschaftliche Ressourcenpolitik „Post Corona“

Hrsg.: Umweltbundesamt

Politikpapier – Teilergebnisse aus dem Projekt „Trendradar Ressourcenpolitik: Sozio-ökonomische und sozio-kulturelle Treiber der Ressourcennutzung und Potenziale nicht-technischer Maßnahmen und Instrumente der Ressourcenschonung“

Die Covid-19-Pandemie in der ersten Hälfte des Jahres 2020 hat das Alltagshandeln und Alltagsdenken der Menschen in Deutschland massiv beeinflusst. Vor diesem Hintergrund hat das Umweltbundesamt im Rahmen des Projekts „Trendradar Ressourcenpolitik“ eine zusätzliche qualitativ-empirische Studie in Auftrag gegeben, in der Auswirkungen der Corona-Krise auf ökologische Themen im Allgemeinen und auf die Einschätzung von im Projekt für die Ressourcenpolitik relevante Trends im Besonderen untersucht werden sollten. Im Ergebnis lässt sich festhalten, dass die Corona-Krise bis dato zu keinen grundlegenden Veränderungen im Alltagsbewusstsein und in den alltäglichen Verhaltensdispositionen geführt hat. Sie hat aber vorher schon vorhandene kognitive Dissonanzen, konative Dilemmata und emotionale Konflikte weiter verschärft – und führt dazu, dass sich die diesbezüglichen Diskurse zuspitzen. Gleichzeitig sind die Menschen offener für neue Perspektiven geworden und die Bereitschaft, sich mit neuen Problemlösungsansätzen zu beschäftigen, ist gestiegen. Für die Nachhaltigkeits- und Ressourcenpolitik ergeben sich daraus unterschiedliche konzeptionelle und kommunikative Ansätze sowie eine besondere Dringlichkeit, jetzt zu intervenieren.

Gefährliche Geschäfte in einem schwachen Staat

Hrsg.: Brot für alle und Fastenopfer

Glencore in der Demokratischen Republik Kongo

Die Kupfer-und Kobaltminen des Schweizer Rohstoffkonzerns Glencore in der Demokratischen Republik Kongo bergen erhebliche Risiken für Umwelt und Menschen in ihrem Umfeld. In dem neuen Bericht zeigen Brot für alle und Fastenopfer, wie schwierig es für die Geschädigten in einem Land mit schwachen staatlichen Institutionen ist, zu ihrem Recht zu kommen. Abhilfe könnte künftig die Konzernverantwortungsinitiative schaffen, über die in einem Monat abgestimmt wird.

Krisenverschärfendes Handeln stoppen – Rohstoffwende umsetzen

Hrsg.: AK Rohstoffe

Die Krisen im Bereich Umwelt, Menschenrechte und Klima verschärfen sich und Deutschland verbraucht im globalen Maßstab weiterhin enorme Mengen an metallischen Rohstoffen. Gleichzeitig werden die Kosten für die durch den Abbau entstehenden sozialen und ökologischen Schäden in die Abbauländer externalisiert. Für den AK Rohstoffe ist ein Weiter-So der deutschen Rohstoffpolitik keine Option!

Was wir brauchen ist eine politische Wende in unserem Umgang mit Rohstoffen: Eine Rohstoffwende!

Sie muss die absolute Reduktion nicht nur unseres fossilen, sondern auch unseres metallisch-mineralischen Rohstoffverbrauchs auf ein umwelt- und klimaverträgliches Maß beinhalten. Außerdem ist die konsequente und verbindliche Umsetzung höchster menschenrechtlicher und umweltbezogener Sorgfaltspflichten durch Unternehmen entlang ihrer Wertschöpfungskette ein Muss.

40 im AK Rohstoffe zusammengeschlossene Menschenrechts-, Umwelt- und Entwicklungsorganisationen fordern in einem neuen Positionspapier „Krisenverschärfendes Handeln stoppen – Rohstoffwende umsetzen“.

Die konkreten Kernelemente im Sinne einer konsequenten Rohstoffwende innerhalb der deutschen Rohstoffpolitik müssen sein:

  • Senkung des absoluten Rohstoffverbrauchs auf ein nachhaltiges und global gerechtes Niveau
  • Kreislaufwirtschaft umsetzen: Stoffkreisläufe schließen und Rohstoffe einsparen
  • Verzicht auf Tiefseebergbau und andere Risikotechnologien
  • Ein gesetzlicher Rahmen zu unternehmerischen Sorgfaltspflichten
  • Ausweitung der EU-Konfliktmineralien-Verordnung
  • Global gerechte Handelspolitik
  • Schutz und Stärkung der Rechte Betroffener und speziell indigener Völker
Studie

CO2-neutral bis 2035: Eckpunkte eines deutschen Beitrages zur Einhaltung der 1,5-°C-Grenze.

Hrsg.: Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH

Im Auftrag von Fridays for Future, die mittlerweile seit zwei Jahren für eine lebenswerte Zukunft und Klimagerechtigkeit streiken, hat das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie eine Studie durchgeführt, um herauszufinden, was die 1,5-°C-Grenze für Deutschland bedeutet und welche Möglichkeiten aus heutiger Sicht bestehen, sie einzuhalten. Das Wuppertal Institut erklärt: Das Einhalten der 1,5-°C-Grenzmarke ist nur dann möglich, wenn Deutschland bis etwa 2035 CO2-neutral wird und auch nur dann, wenn die Emissionen schon in den unmittelbar vor uns liegenden Jahren extrem sinken. Das Erreichen von CO2-Neutralität wäre “bis zum Jahr 2035 aus technischer und ökonomischer Sicht zwar extrem anspruchsvoll […], grundsätzlich aber möglich”,  so die Studie. Basierend auf diesen Erkenntnissen wurde in der Studie untersucht, was zum Erreichen von CO2-Neutralität bis 2035 in den Sektoren Energiewirtschaft, Industrie, Verkehr und Gebäude notwendig ist.

Dabei spielt Wasserstoff im Energiesektor und in der Industrie eine Schlüsselrolle. Um ausreichende Mengen von klimaneutralen Wasserstoff produzieren zu können muss der Ausbau von erneuerbaren Energien verstärkt werden. Da das allein nicht reicht, müssen klimaneutrale Energieträger importiert werden. Darüber hinaus spielt in der Industrie auch die Etablierung einer Kreislaufwirtschaft eine große Rolle, da dies den Energiebedarf der Industrie enorm senken würde.

Die Studienergebnisse zeigen also: 1,5-°C-Politik kann von deutscher Seite nur noch gewährleistet werden, wenn sich die Bundesregierung sofort umfassend auf die Reduktion der CO2-Emissionen fokussiert und Klimathemen in allen Politikbereichen priorisiert.

Bericht

Ressourcenpolitik auf kommunaler und regionaler Ebene (kommRess)

Hrsg.: Umweltbundesamt

Entwicklung und Etablierung spezieller Informationsund Beratungsangebote sowie weitere Unterstützungsaktivitäten im Rahmen der Weiterentwicklung und Umsetzung des Deutschen Ressourceneffizienzprogramms ProgRess

Das Projekt zeigt Wege zur Steigerung der Ressourceneffizienz auf kommunaler Ebene auf. Diese sind in der Wirtschaftsförderung, den Fachämtern sowie den kommunalen Infrastrukturdienstleistern der Sektoren Energie, Wasser und Abfall zu finden. Konzipiert wurde eine modular aufgebaute Servicestelle, die alle Unterstützungsangebote zusammenführt. Die Projektergebnisse sind für Bundes- und Landesministerien und -ämter, für kommunale Verwaltungen und Unternehmen, für KMU sowie für Nichtregierungsorganisationen relevant. Ziel des Projektes war eine bessere Einbeziehung der kommunalen Akteure in den Prozess der Implementierung und Fortschreibung des Deutschen Ressourceneffizienzprogramms ProgRess.

Studie

Wirtschaften im Einklang mit der Natur

Hrsg.: NABU und Boston Consulting Group

Handlungswege zur Sicherung der Biodiversität

Über Ökosystemleistungen wie Bestäubung, Klimaregulierung oder die Bereitstellung fruchtbarer Böden erbringt die Biodiversität weltweit einen jährlichen Wert in Höhe von 170 bis 190 Billionen US-Dollar. Doch durch den immer schneller fortschreitenden Rückgang der Biodiversität geht dieser Wert jedes Jahr um sechs bis 30 Billionen US-Dollar zurück.

Die Studie des NABU und der Boston Consulting Group zeigt, dass Land- und Forstwirtschaft, Infrastrukturausbau, Rohstoffabbau und der Industriesektor insgesamt für etwa 60 Prozent der weltweiten Biodiversitätsverluste verantwortlich sind. Gleichzeitig spielen Unternehmen aber auch eine entscheidende Rolle beim Schutz der biologischen Vielfalt. Auch wenn es Aufgabe der Politiker*innen ist, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, so ist es letztlich doch der Privatsektor, der eine biodiversitätsverträgliche Wirtschaft umsetzen muss. Zudem können Unternehmen oft schneller und zielgerichteter agieren als die Politik.

Die vorliegende Studie „Wirtschaften im Einklang mit der Natur – Handlungswege zur Sicherung der Biodiversität“ zeigt auf, wie die Belastungen der Biodiversität entstehen und wie sie gemindert werden können.

Positionspapier

European Green Deal – Mehr Fassadenbegrünung als Aufbruch in eine neue Zeit

Hrsg.: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.

Der BUND begrüßt den Impuls, den die Europäische Kommission mit dem Green Deal setzt. In Zeiten von Ressourcenknappheit, Flächenfraß und Artensterben geht es eben heute nicht mehr nur darum, die CO2-Emissionen im Energiebereich zu senken. Es geht um die Verwirklichung eines sozialökologischen Umbaus mittels geeigneter Rahmenbedingungen.

Einige der im Green Deal der EU beschriebenen Maßnahmen gehen dabei in die richtige Richtung. In weiten Teilen wird jedoch bereits jetzt deutlich, dass der Green Deal einer kritischen Prüfung nicht standhält.

Positionspapier

Politikempfehlungen für eine verantwortungsvolle Rohstoffversorgung Deutschlands als Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung

Hrsg.: Umweltbundesamt

Vorschläge zur Reform des BBergG werden bereits seit Jahren von unterschiedlichen Akteur*innen mit vielfältigen Zielrichtungen publiziert. Mit dieser Position möchte auch das Umweltbundesamt mit Empfehlungen an den Bundesgesetzgeber aus Sicht des Umwelt- und Ressourcenschutzes Stellung beziehen. Das dabei Hauptanliegen war es, die Genehmigungsverfahren von Betrieben unter dem Regime des BBergG für die effektivere Berücksichtigung von Belangen des Umwelt- und Ressourcenschutzes zu öffnen. Weitere Vorschläge sollen die Transparenz des Bergbausektors, insbesondere durch eine Stärkung der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung und des Rechtsschutzes von Betroffenen des Bergbaus sowie von anerkannten Umweltvereinigungen, fördern.

Bericht

Umweltbezogene und menschenrechtliche Sorgfaltspflichten als Ansatz zur Stärkung einer nachhaltigen Unternehmensführung

Hrsg.: Umweltbundesamt

Von international tätigen Unternehmen wird zunehmend erwartet, dass sie die Risiken für Mensch und Umwelt entlang ihrer Liefer- und Wertschöpfungsketten erkennen und angemessen adressieren, um damit ihren Sorgfaltspflichten nachzukommen. Der vorliegende Bericht gibt Empfehlungen zur verbesserten Umsetzung insbesondere umweltbezogener Sorgfaltspflichten. Der erste Teil des Berichtes zeigt Möglichkeiten auf, wie umweltbezogene Sorgfaltspflichten in nationale Aktionspläne, Branchen- und Multistakeholder-Initiativen, Umweltmanagementsysteme oder Nachhaltigkeitsberichtsstandards eingehen können. Der zweite Berichtsteil untersucht, wie eine umweltbezogene Sorgfaltspflicht im deutschen Recht geregelt werden kann. Im Ergebnis wird ein branchen- und schutzgutübergreifendes Gesetz empfohlen, das sowohl Menschenrechte als auch Umweltbelange umfasst.

Informationsblatt

Vergleichende Analyse von Siedlungsrestabfällen aus repräsentativen Regionen in Deutschland zur Bestimmung des Anteils an Problemstoffen und verwertbaren Materialien

Hrsg.: Umweltbundesamt

Im Projekt „Vergleichende Analyse von Siedlungsrestabfällen aus repräsentativen Regionen in Deutschland zur Bestimmung des Anteils an Problemstoffen und verwertbaren Materialien“ (Forschungskennzahl 3717 35 344 0) wurden die Menge und Zusammensetzung des Restmülls aus privaten Haushalten in Deutschland bestimmt. Im Fokus der Untersuchungen stand die detaillierte Bestimmung der noch im Hausmüll (wird hier synonym verwendet für Restmüll) enthaltenen Mengen an Wert- und Problemstoffen sowie die Untersuchung möglicher Abhängigkeiten von strukturellen und abfallwirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Broschüre

Ressourcen schützen und respektvoll nutzen

Hrsg.: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.

Unser verschwenderischer Umgang ist der Grund für die Verknappung von Mineralien und Metallen, von Wasser und Böden. Und er ist die Hauptursache des Klimawandels und des Verlustes der Artenvielfalt. In den meisten Produkten stecken viel mehr Ressourcen und CO2-Emissionen, als auf den ersten Blick zu erkennen ist. Diese Broschüre zeigt – anhand von Handys, Rindfleisch, T-Shirts und Individualverkehr – wie viel Land, Wasser, Materialien und Atmosphäre verbraucht wird und wie der Ressourcenverbrauch verringert werden kann.

Broschüre

Genug – Was wir (nicht) brauchen

Hrsg.: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.

Der Gedanke, fortwährendes materielles Wachstum sei notwendig für unser Wohlergehen, führt offensichtlich in eine Sackgasse. Ökologische, ökonomische und soziale Krisen machen deutlich, dass wir tiefgreifende Veränderungen in unserem Denken und Handeln benötigen. Denn ein Wachstum, das nicht mit zunehmendem Verbrauch verbunden ist, bleibt bislang eine Illusion. Deshalb brauchen wir neue Lebensstile, neue Werte und eine neue Form des Wirtschaftens.

Doch lebendiges, nachhaltiges, ganzheitliches und soziales Handeln ist noch keine Selbstverständlichkeit; es muss entwickelt und geübt werden. Von der Politik, von Unternehmen, ihren Mitarbeiter*innen, von Organisationen und jedem Einzelnen. Diese Broschüre gibt Beispiele und Tipps für ein solches Handeln.

Bericht

Verbraucherberatung als Baustein einer erfolgreichen Ressourcenpolitik

Hrsg.: Umweltbundesamt

Energie- und Klimaschutz sind zentrale Themen der Verbraucherberatung. Mit zunehmender Umstellung auf CO2-arme Energieerzeugungsarten sowie mit zunehmender Verbreitung von Energiespartechniken gewinnen aber über den Klimaschutz hinausgehende Aspekte des Ressourcenschutzes an Bedeutung. Werden diese Aspekte schon in der umweltbezogenen Verbraucherberatung ausreichend berücksichtigt? Gibt es Beratungslücken beim Ressourcenschutz? Wie lassen sich Aspekte jenseits des Klimaschutzes stärker in der Verbraucherberatung verankern?

Das im Bericht dokumentierte Forschungsprojekt hat hierzu zum einen die prioritären Handlungsmöglichkeiten für Verbraucherinnen und Verbraucher im Ressourcenschutz identifiziert („Big Points“), zum anderen die umweltbezogene Beratungslandschaft für Verbraucherinnen und Verbraucher näher analysiert. In der Zusammenführung beider Teilprojekte wurden Beratungslücken identifiziert und entsprechende Handlungsempfehlungen für die Umweltpolitik abgeleitet. Darüber hinaus wurden vier Modellprojekte entwickelt und erprobt, um Aspekte jenseits von Klimaschutz in der bestehenden umweltbezogenen Verbraucherberatung besser zu verankern.

Studie

Big Points des ressourcenschonenden Konsums als Thema für die Verbraucherberatung – mehr als Energieeffizienz und Klimaschutz

Hrsg.: Umweltbundesamt

Studie im Rahmen des Projekts „Verbraucherberatung als Baustein einer erfolgreichen Ressourcenpolitik“

Die Big Points eines klimafreundlichen Konsums sind bekannt: Heizbedarf, Auto- und Flugreisen sowie der Konsum tierischer Produkte beeinflussen den persönlichen CO2-Fußabdruck in hohem Maße. Aber sind dies auch die Big Points eines ressourcenschonenden Konsums? Eines Konsums, der neben Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen auch andere Umweltaspekte wie Material- und Wasserverbrauch, Flächenbedarf oder Einfluss auf die Biodiversität berücksichtigt?

Der Bericht fasst den aktuellen Forschungsstand zusammen und identifiziert die prioritären Handlungsfelder und Handlungsmöglichkeiten für Verbraucherinnen und Verbraucher, die für einen umfassenden ressourcenschonenden Konsum zentral sind. Er weist diese prioritären Maßnahmen in Bezug auf das Verhältnis von Klima- und umfassenderem Ressourcenschutz drei verschiedenen Kategorien zu: Maßnahmen mit hohem Synergiepotenzial, Maßnahmen mit „blinden Flecken“, bei denen der Klimafokus zur Unterschätzung der Umweltrelevanz führt sowie Maßnahmen mit gegenläufigen Umweltwirkungen (Konfliktfelder). 

Im Ergebnis zeigt sich, dass sehr große Synergieeffekte zwischen Klimaschutz und einem umfassenderen Ressourcenschutz bestehen und nur in wenigen Fällen „blinde Flecken“ oder gar Konfliktpotenziale zu beachten sind. Der Bericht leitet hieraus Handlungsempfehlungen für die Verbraucherkommunikation und -beratung ab.

Studie

Rechtsgutachten zur Ausgestaltung einer umweltbezogenen Sorgfaltspflicht in einem Lieferkettengesetz

Hrsg.: BUND, Greenpeace und Deutsche Umwelthilfe

Umweltbezogene Sorgfaltspflichten für Unternehmen entlang ihrer Lieferkette sind rechtlich machbar und praktisch umsetzbar, das zeigt unser aktuelles Rechtsgutachten.

Egal ob Umweltschäden durch die Förderung von Fracking-Gas in Argentinien, dauerhafte Kontamination von Gewässern in China durch Textilproduktion oder Brandrodungen für Sojafutter in Brasilien – deutsche Unternehmen sind immer wieder an Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen durch ihre Tochterunternehmen oder Zulieferer im Ausland beteiligt.

Der deutsche Gesetzgeber ist zum Umweltschutz verpflichtet. Diese Pflicht endet nicht an der Staatsgrenze. Mit einem LieferkettenG würde Deutschland in Europa für die Rechtssetzung zu umweltbezogenen Sorgfaltspflichten von Unternehmen Maßstäbe setzen. Zugleich würde ein solches Gesetz den europäischen Gesetzgeber in seinem Ansinnen bestärken, in diesem Bereich tätig zu werden, um Wettbewerbsverzerrungen zwischen den europäischen Unternehmen zu vermeiden und das level playing field für alle Unternehmen im europäischen Binnenmarkt zu bewahren. Im Ergebnis würde Deutschland mit dem Gesetz den Grundsatz des nachhaltigen Wirtschaftens, insb. eine Ressourcennutzung, bei der die natürliche Regenerationsfähigkeit der Umwelt erhalten bleibt, fördern.

Studie

Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft: Industrie in der Hauptrolle?

Hrsg.: LobbyControl & Corporate Europe Observatory

Am 1. Juli 2020 übernimmt Deutschland den Vorsitz im Rat der Europäischen Union. Die Tagesordnung der bevorstehenden deutschen EU-Ratspräsidentschaft wird wohl vor allem durch die Bewältigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Gesundheit, Soziales und Wirtschaft bestimmt sein. Daneben wird wahrscheinlich nur noch gerade so Platz für die Themen wie Brexit, Verabschiedung des nächsten EU-Haushaltes, Europäischer Grüner Deal oder neue Handelsabkommen sein. Einmal alle 14 Jahre übernimmt jeder Mitgliedsstaat den Vorsitz des Rates. So können die Vertreter des Landes der EU einen besonderen Stempel aufdrücken. Das ist aber auch im besonderen Maße kritisch, da der Rat der EU ist undurchsichtigste aller EU-Institutionen ist. Die neue Studie herausgegeben von LobbyControl und der lobbykritische Brüsseler NGO Corporate Europe Observatory (CEO) zeigt, wie die Bundesregierung in dem Gremium regelmäßig die Interessen deutscher Konzerne durchgesetzt hat.

  • Einige der größten deutschen Industriebranchen haben in den vergangenen Jahren immer wieder Einfluss auf die Bundesregierung genommen und diese hat im Rat der EU deren Positionen unterstützt.
  • Es ist zu befürchten, dass Deutschland für die Argumente aus der Industrie wieder ein offenes Ohr haben wird. Seien es die klimaschädliche Auto- und Gasindustrie, große Konzerne, die auf Steuervermeidung setzen und Lobbyarbeit gegen Steuertransparenz betreiben, die industrielle Landwirtschaft oder die Verlagsbranche:
  • die Bundesregierung vertritt bei Schlüsselthemen zu häufig die Interessen von Großkonzernen.

In verschiedenen Fallstudien, die sechs Organisationen verfasst haben, die die EU-Politik im jeweiligen Themenbereich genau verfolgen, zeigen den roten Faden, der sich durch verschiedene Verhandlungen zieht. So wird in Kapitel 3 beleuchtet, wie der Ausbau der Gasinfrastruktur zur Energiegewinnung in der EU maßgeblich durch Deutschland mit seiner energieintensiven Industrie vorangetrieben wurde. Ebenso hatte Deutschland essentiell dazu beigetragen, dass Gas als Übergangstechnologie klassifiziert wurde (Kapitel 4). Weiter zeigt die Studie die systematische Unterstützung der Bundesregierung von der mächtiger deutschen Automobilindustrie mit ihrer ausgeprägten Vorliebe für schwere Fahrzeuge mit starken Motoren (Kapitel 2), großer Chemiekonzerne und der industriellen Landwirtschaft (Kapitel 7) sowie der gut vernetzten industriellen Fischerei (Kapitel 8).

Studie

Weiterentwicklung von Handlungsoptionen einer ökologischen Rohstoffpolitik – ÖkoRess II

Hrsg.: Umweltbundesamt

Mehr als 50 mineralische Rohstoffe wurden anhand der im Vorläufervorhaben ÖkoRess I entwickelten Methodik hinsichtlich der Umweltgefährdungspotentiale ihrer bergbaulichen Gewinnung bewertet. 

Es wird vorgeschlagen, Rohstoffe als ökologisch kritisch zu bezeichnen, wenn sie nutzungsseitig von hoher Bedeutung sind, zum Beispiel  für die Transformation des Energiesystems, und gleichzeitig ein hohes aggregiertes Umweltgefährdungspotential im Sinne der hier entwickelten und angewandten Methodik aufweisen.

Der deutschsprachige Abschlussbericht beschreibt die Vorgehensweise bei der Bewertung, stellt die Ergebnisse im Überblick dar und diskutiert sie, auch vergleichend mit der Liste der kritischen Rohstoffe für die EU von 2017. Schließlich werden Handlungsoptionen für Politik, Unternehmen und Gesellschaft beschrieben, um die mit der Rohstoffgewinnung verbundenen Umweltbelastungen zu reduzieren – durch verantwortliche Bergbaupraxis und verantwortungsvolle Rohstofflieferketten einerseits sowie eine sparsame und zirkuläre Rohstoffnutzung andererseits. Die Ergebnisse wurden in drei Fact-Sheets zielgruppengerecht für Unternehmen, politische Entscheidungsträger und die allgemeine Öffentlichkeit aufbereitet. 

Eine detaillierte Darstellung der Ergebnisse in Form von Rohstoffprofilen finden sich im separaten englischsprachigen Environmental Criticality Report. Zudem sind zehn detaillierte Fallstudien zum Zusammenhang von Umweltgefährdungspotentialen, Umweltwirkungen und Umweltgovernance sowie ein separater Arbeitsbericht zur Analyse dieser Fallstudien in englischer Sprache verfügbar. Die weiteren Dokumente finden Sie hier.

Internationale Wege zu mehr Ressourceneffizienz

Hrsg.: Umweltbundesamt

Die Broschüre beschreibt Wege zu mehr Ressourceneffizienz und stellt Ansätze zu Politiken und Trends in neun Ländern vor. Die Zusammenfassung basiert auf den Ergebnissen des Forschungsvorhabens „Monitoring internationale Ressourcenpolitik“, das zwischen 2016 und 2019 unter Leitung des ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH im Auftrag des Umweltbundesamtes durchgeführt wurde. Der thematische Fokus liegt auf Aktivitäten in den Bereichen Produktion, Konsum sowie Abfall- und Kreislaufwirtschaft. Zu den untersuchten Ländern zählen Brasilien, China, Indien, Indonesien, Mexiko, Russland, Südafrika, Südkorea und die USA. Alle Länder verfolgen Ansätze zur Ressourceneffizienz, die sich hinsichtlich Prioritäten und Förderinstrumenten unterscheiden.

Studie

Alternatives for the ‚Energy and Raw Materials Chapters‘ in EU trade agreements

Hrsg.: attac, BUND, Forum Umwelt und Entwicklung, Naturfreunde und PowerShift

Wie Handelsverträge Menschenrechte und Umweltschutz im Rohstoffsektor stärken könnten

Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen sind beim Abbau von Rohstoffen gang und gäbe. Dennoch sind die Handelsverträge der Europäischen Union ausschließlich darauf angelegt, europäischen Unternehmen den Zugang zu Rohstoffen im Ausland zu sichern. Diese Verträge sorgen vor allem dafür, dass Partnerländer Beschränkungen im Rohstoffbereich abbauen müssen. Doch dies muss nicht so sein. Handelsverträge könnten dazu beitragen, dass Menschenrechte und Umweltschutz eingehalten werden und vom Rohstoffabbau Betroffene ein garantiertes Mitspracherecht haben.

Diese englischsprachige Studie macht eine Reihe von konkreten Vorschlägen, wie Rohstoffkapitel in EU-Handelsabkommen zur Einhaltung von Menschenrechten und Umweltschutz beitragen könnten. Sie zeigt auf, dass detaillierte Vorgaben in diesem Bereich den Respekt für internationale Menschenrechts- und Umweltnormen fördern und das Mitspracherecht betroffener Menschen und Gemeinden verankern könnten. Damit dies Realität werden kann, ist eine Kehrtwende in der Behandlung von Rohstoffen in europäischen Handelsverträgen notwendig: Von der Liberalisierung hin zur Regulierung des Handels mit Rohstoffen.

Kreislaufwirtschaft: Von der Rhetorik zur Praxis

Hrsg.: Sachverständigenrat für Umweltfragen

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen hat sein Umweltgutachten 2020 vorgelegt. Unter dem Titel: „Für eine entschlossene Umweltpolitik in Deutschland und Europa“ werden sieben Themen diskutiert. In einem eigenen Kapitel wird hier auf die Kreislaufwirtschaft eingegangen.

Kreislaufwirtschaft gilt heute als Patentrezept gegen Rohstoff­knappheiten und gleichzeitig als Motor für Jobs und Wohlstand in Europa und Deutschland. De facto aber nehmen Rohstoffverbräuche und die damit verbundenen Umweltschäden zu. Grundlegende Veränderungen müssen am Beginn der Wertschöpfung ansetzen.

Der Bedarf an Materialien wird nur zu geringen Anteilen durch Kreislaufführung innerhalb des Bestandes gedeckt, weil die bestehende Abfallwirtschaft hinter den Ansprüchen einer Kreislaufwirtschaft zurückbleibt. Menschen und Märkte erfordern eine Produktpolitik, die einen guten Lebensstandard bei geringerem Rohstoffbedarf ermöglicht. Dafür ist es notwendig, das Ziel der Verringerung der Stoffströme politisch zu verankern und das Thema Suffizienz deutlich stärker als bisher voranzutreiben. Produkte müssen von Anfang an kreislaufwirtschaftsfähig konzipiert und ein hochwertiges Recycling endlich Realität werden. Um von der Rhetorik zur Praxis zu gelangen, müssen regulatorische und ökonomische Lenkungsinstrumente neu an ökologischen Kriterien ausgerichtet und umgesetzt werden.

Broschüre

Leitsätze einer Kreislaufwirtschaft

Hrsg.: Umweltbundesamt

Eine Nachhaltige Entwicklung ist ohne eine konsequente Kreislaufwirtschaft kaum mehr vorstellbar. Doch die Abkehr von einer überwiegend linearen Wirtschaftsweise erfordert viele politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Weichenstellungen. 

Das Umweltbundesamt hat nun an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gerichtete Leitsätze erarbeitet, die die Zielsetzungen, Gestaltungsräume, Handlungsmaßstäbe, Anforderungen und Erfolgsfaktoren einer Kreislaufwirtschaft systematisch darlegen. Neun Leitsätze sollen dabei helfen, ein gemeinsames Verständnis zur Kreislaufwirtschaft zu entwickeln und einen strategischen Orientierungsrahmen dafür schaffen, wie sie etabliert werden können.

Möglichkeiten der Instrumentierung von Energieverbrauchsreduktion durch Verhaltensänderung

Hrsg.: Umweltbundesamt

Abschlussbericht

Das Forschungsprojekt hat untersucht, welche Potenziale neben der Effizienzsteigerung („Effizienz-Strategie“) oder dem Ausbau der erneuerbaren Energien („Konsistenz-Strategie“) bei Maßnahmen mit Verhaltensänderungen („Suffizienz-Strategie“) liegen. Dazu wurden für die Handlungsfelder Wohnfläche, Stromverbrauch in Haushalten/Gewerbe und für das Thema Arbeitszeit Hemmnisse und Potenziale für verschiedene Suffizienz-Maßnahmen ermittelt, Vorschläge für Politikinstrumente erarbeitet und deren Wirkung modelliert. Im Ergebnis zeigt sich, dass Suffizienz-Maßnahmen einen wichtigen Beitrag zur absoluten Reduktion des Energieverbrauchs und zum Erreichen der Klimaschutzziele leisten. Damit ihr Potenzial gehoben werden kann, müssen sie jedoch systematischer als bisher in die Energiepolitik integriert werden.

Positionspapier

12 Argumente für eine Rohstoffwende

Hrsg.: AK Rohstoffe mit Christliche Initiative Romero, PowerShift e.V., Forum Umwelt & Entwicklung, INKOTA-netzwerk, Germanwatch, MISEREOR, Heinricht-Böll-Stiftung, NABU.

Der AK Rohstoffe zeigt in seiner neuen Veröffentlichung „12 Argumente für eine Rohstoffwende“ die vielfältigen Menschenrechts-, Umwelt- und Entwicklungsprobleme, die mit dem Abbau, der Weiterverarbeitung, dem Verbrauch und der Nutzung von Rohstoffen einhergehen.

Denn allein mit mehr Effizienz, besseren Recycling-Systemen, neuen Technologien und guter Regierungsführung sind diese Probleme nicht in den Griff zu bekommen. Bisher tauchen in den notwendigen Debatten um Energiewende, Verkehrswende, Agrarwende oder Digitalisierung die Fragen der Verfügbarkeit, Endlichkeit und nachhaltigen Nutzung von Metallen nur am Rande auf.

Studie

Der Abfall der Anderen. Über die Verantwortung für die Plastikflut in Asien

Hrsg.: Röchling Stiftung und Wider Sense

Mehr als die Hälfte des Plastikmülls in den Ozeanen gelangt aus fünf asiatischen Ländern in die Umwelt. Und dies, obwohl die Schwellen- und Entwicklungsländer pro Kopf ihrer Bevölkerung um ein Vielfaches weniger Kunststoff verbrauchen als die Industrienationen. Die Ursache für die massiven Emissionen liegt in den überwiegend unzureichenden Abfallwirtschaftssystemen im globalen Süden. Der neue POLYPROBLEM-Report von Röchling Stiftung und Wider Sense nimmt Versäumnisse und Möglichkeiten unter die Lupe. Weshalb gelingt es bisher nicht, in Schwellen- und Entwicklungsländern eine flächendeckende Abfallwirtschaft als Grundlage für Recycling und Kreislaufwirtschaft zu etablieren? Der neue POLYPROBLEM-Report geht dieser Frage auf den Grund.

Die Autor*innen haben internationale Studien analysiert und mit Expert*innen der Entwicklungszusammenarbeit gesprochen, Hilfsprogramme von großen, internationalen Organisationen wie der Weltbank oder den Vereinten Nationen recherchiert und Aktivitäten von Unternehmen und deren Netzwerke betrachtet. Sie haben Initiatoren vielfältiger Projekte aus der Zivilgesellschaft und nicht zuletzt vor Ort betroffene Menschen interviewt.

Informationsblatt

Einstieg in die klimaneutrale Industrie

Hrsg.: Germanwatch e.V.

Germanwatch-Hintergrundpapier zur Veröffentlichung der EU-Industriestrategie durch die Europäische Kommission.

Die Industrie in Deutschland steht vor einer Richtungsentscheidung. 15 Jahre lang sind ihre Treibhausgasemissionen nicht gesunken. Für das Erreichen der Klimaziele muss nun schnell und mutig gehandelt werden. Doch viele Technologien und Produkte für die nötige Kreislaufwirtschaft sind noch nicht ausreichend entwickelt. Viel hängt jetzt vom Staat – insbesondere von der Rahmensetzung durch EU und Bundesregierung ab.

Diese Germanwatch-Analyse führt in die Problematik ein und stellt Lösungsansätze vor.

Studie

Deutschland auf dem Weg zur Circular Economy

Hrsg.: Thomas Weber und Martin Stuchtey

Diese Vorstudie leistet einen Beitrag zur beginnenden öffentlichen Debatte zum Thema Circular Economy in Deutschland, wo es im Gegensatz zu Ländern wie China oder Kanada noch keinen Plan gibt, eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft zu entwickeln. An einem Zielbild für die Circular Economy arbeiten Wissenschaft, Wirtschaft und gesellschaftliche Akteur*innen zusammen. Anknüpfend werden konkrete Anwendungsfälle und deren Umsetzung untersucht, sowie förderliche Rahmenbedingungen identifiziert. Die Basis der Vorstudie bilden Literaturrecherchen und Befragungen von Expert*innen.

Die Vorstudie „Deutschland auf dem Weg zur Circular Economy“ erscheint mit Gründung der Circular Economy Initiative Deutschland. Die Initiative unter Federführung von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Informationsblatt

Wie wir alle gut auf der Erde leben können

Hrsg.: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.

Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen

Eine Welt ohne Hunger und Armut. Ein gesundes Leben für alle, Zugang zu Trinkwasser und sanitären Anlagen, weniger Ungleichheit. Und: mehr Klimaschutz, eine deutliche Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien, ein Stopp des Artensterbens. Insgesamt 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs) hat die Vollversammlung der Vereinten Nationen (UN) 2015 beschlossen. Sie gelten weltweit, sollen bis 2030 erfüllt werden und ein friedliches Zusammenleben auf der Erde sichern – innerhalb der ökologischen Belastungsgrenzen. Alle Staaten haben sich verpflichtet, sie umzusetzen. Auch Deutschland. 

In diesem Faltblatt zeigt der BUND an den Beispielen Klimaschutz, Landwirtschaft und Konsum, wo Deutschland in Sachen Nachhaltigkeit steht. Und wir stellen dar, wie sich unsere Art zu wirtschaften und zu leben auf die restliche Welt auswirkt. Deutlich wird, dass ein „Weiter so wie bisher“ nicht möglich ist, wenn wir unsere Lebensgrundlagen und die künftiger Generationen bewahren wollen – jetzt, hier und weltweit.

Studie

Monitoring internationale Ressourcenpolitik

Hrsg.: Umweltbundesamt

Ziel des Vorhabens war die Analyse internationaler Politiken zur Schonung natürlicher Ressourcen. Dazu wurde ein Monitoringsystem entwickelt und Politikinstrumente zur effizienten Nutzung natürlicher Rohstoffe in ausgewählten Ländern untersucht. Der thematische Fokus lag auf Aktivitäten in den Bereichen Produktion, Konsum sowie Abfall- und Kreislaufwirtschaft. Alle untersuchten Länder verfolgen Ansätze zur Förderung der Ressourceneffizienz. Sie unterscheiden sich hinsichtlich der gesetzten Prioritäten und gewählten Förderinstrumente. Das Vorhabens stellt neue Expertise bereit, um internationale Prozesse der Ressourceneffizienzpolitik noch gezielter verstehen und unterstützen zu können.

Positionspapier

Stellungnahme zur Fortschreibung der deutschen Rohstoffstrategie

Hrsg.: AK Rohstoffe

Am 15. Januar 2020 beschloss das Bundeskabinett seine aktualisierte Rohstoffstrategie, die eine Fortschreibung der Rohstoffstrategie der Bundesregierung aus dem Jahr 2010 ist. Die Grundausrichtung der Rohstoffstrategie hat sich gegenüber der Vorgängerstrategie aus dem Jahr 2010 nicht verändert. „Die Wettbewerbsfähigkeit der [deutschen] Industrie zu stärken und die Arbeitsplätze in der Industrie zu erhalten“ (Seite 2), steht weiterhin im Zentrum der Strategie. Um diese zu gewährleisten, bemüht sich die Bundesregierung, vor allem die Versorgungssicherheit mit Primärmetallen zu erhöhen.
Trotz der Kritik und vielen Vorschlägen von Umweltverbänden und Menschenrechts- sowie Entwicklungsorganisationen werden Nachhaltigkeit und Menschenrechte auch in der neuen Strategie vernachlässigt. Zwar wird der Begriff „nachhaltig“ häufig erwähnt, allerdings ohne ihn mit neuen und wirksamen Maßnahmen zu unterfüttern. Neu sind an der Strategie weniger die Inhalte als die Legitimation: nämlich die Notwendigkeit neuer Technologien für Klimaschutz, Energiewende und die Elektromobilität. Unglaubwürdig ist dies auch vor dem Hintergrund, dass die Bundesregierung gerade in diesen Bereichen seit Jahren sehr zaghaft agiert. Wörtlich heißt es in der Strategie: „Ohne ‚Hightech-Rohstoffe‘ wird es keine entsprechenden Zukunftstechnologien ‚Made in Germany‘ geben“ (S. 7). Oder: „Keine Energiewende ´Made in Germany` ohne Hightech-Rohstoffe“ (S. 9).

Informationsblatt

Landraub für deutsche Autos

Hrsg.: PowerShift

Wie ein Bergbaukonzern beim Bauxit-Abbau in Guinea Menschenrechte verletzt.

Die Bundesregierung bürgt in Guinea für den Ausbau einer Mine für einen Millionen-Kredit. 80.000 Menschen sind von den negativen Auswirkungen dieser Mine betroffen: Sie werden umgesiedelt, verlieren fruchtbares Land und den Zugang zu Trinkwasser. Drei Flüsse, die ein angrenzendes Dorf mit Wasser versorgten, sind in Folge des Bauxit-Abbaus versiegt. Entschädigungen erhalten die Menschen nicht. Die Bundesregierung vergab ihre Kreditbürgschaft, obwohl sie durch eine Studie des Umweltbundesamtes frühzeitig von den menschenrechtlichen Folgen des Bergbaus wusste.

Das Bauxit aus Guinea landet in Deutschland als Aluminium in Autos. Im Jahr 2017 kamen 93 Prozent der deutschen Bauxitimporte aus Guinea. Die Bundesregierung hat hier eine besondere Verantwortung. Für die Rohstoffversorgung der deutschen Automobilindustrie darf sie die Menschenrechte nicht außer Acht lassen. Die Bundesregierung muss ihrer menschenrechtlichen Sorgfalt nachkommen und ihre Kreditgarantien viel stärker an die Einhaltung von Menschenrechten knüpfen.

Studie

Das Zusammenspiel von Makro- und Mikro-Instrumenten zur Energieverbrauchsreduktion durch verbrauchsarmes Verhalten

Hrsg.: Umweltbundesamt

Der Bericht widmet sich Vor- und Nachteilen und dem Zusammenwirken von Politikinstrumenten zur Förderung von verbrauchsarmem Verhalten mit dem Ziel der Energieverbrauchsreduktion. Unterschieden wird hier zwischen Instrumenten großer Reichweite (Makro-Instrumente) wie dem Europäischen Emissionshandel (EU-ETS), die potenziell auf diverse Bedürfnisfelder, Energieträger, Produkt- oder Zielgruppen einwirken, sowie eher kleinteiligen Instrumenten (Mikro- und Meso-Instrumente) wie energetischen Standards oder geräteseitigen Effizienzanforderungen, die demgegenüber auf einzelne oder wenige Anwendungsbereiche zugeschnitten sind. Deren Stärken und Schwächen werden auf Basis bestehender Literatur entlang der Kriterien Wirksamkeit, ökonomische Effizienz, soziale Akzeptanz, politische Durchsetzbarkeit und Eignung, kulturellen Wandel zu befördern, untersucht. Der Bericht ist Teil des Forschungsvorhabens „Möglichkeiten der Instrumentierung von Energieverbrauchsreduktion durch Verhaltensänderung“. In anderen Teilberichten wurden vor allem einzelne (Mikro-) Instrumente abgeleitet, um Suffizienzpotenziale in den entsprechenden Bereichen zu heben, und dabei auch jeweilige Hemmnisse und Grenzen sichtbar.

Studie

Debattenanalyse Digitalisierung und Ressourcenpolitik

Hrsg.: Camilla Kassenböhmer, Lisa Graaf, Rafael Postpischill und Klaus Jacob

Die Debattenanalyse analysiert den deutschen Diskurs zu Potenzialen und Risiken der Digitalisierung für die Ressourcenpolitik. Das Papier analysiert die Sichtweisen verschiedener Akteure aus Zivilgesellschaft, Wirtschaftsverbänden, Politik und Wissenschaft, um gemeinsame Narrative zu identifizieren und daraus Handlungsoptionen und Maßnahmen für die Politik ableiten zu können. Aus einer umweltpolitischen Perspektive und insbesondere aus der Perspektive von Ressourcennutzung sind damit unterschiedliche Erwartungen verbunden: In der Debatte werden sowohl Hoffnungen für eine Steigerung der Effizienz und Schonung von natürlichen Ressourcen geäußert als auch Befürchtungen, dass es zu einer Ausweitung von Ressourcennutzung mit problematischen Folgewirkungen kommen könnte.
Der Diskurs ist außerdem gekennzeichnet von der Einschätzung, dass die notwendige Gestaltung eher Aufgabe der Innovationspolitik, Infrastrukturentwicklung, ggf. auch Entwicklungszusammenarbeit oder Handelspolitik ist. Umweltpolitik wird allenfalls in Ausnahmen in einer zentralen Rolle gesehen. Für die Umweltpolitik bedeutet dies zunächst eine vorsorgende umweltorientierte Gestaltung der Digitalisierung als Integrationsaufgabe anzustreben. Umweltanliegen müssen in den relevanten Politikbereichen Geltung erhalten und schon in der Innovationsförderung Berücksichtigung finden.

Positionspapier

Positionspapier zum Kreislaufwirtschaftsgesetz

Hrsg.: Runder Tisch Reparatur

Zur Umsetzung der geänderten europäischen Abfallgesetzgebung auf nationale Ebene wird das Kreislaufwirtschaftsgesetz novelliert. Der Runde Tisch Reparatur, sowie 13 weitere Vereine und Verbände begrüßen prinzipiell verschiedene in der Novellierung festgesetzten Prinzipien, wie u.a. die stärkere Berücksichtigung der Abfallvermeidung oder die Verankerung eines höheren Stellwertes der Wiederverwendung. Bestimmte Rechtsvorschriften bleiben aber zu vage, um das Potenzial zur Senkung des Ressourcenverbrauchs voll auszuschöpfen. Das Positionspapier bringt Vorschläge, wie konkrete Zielvorgaben und verbindliche Regelungen im neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz festzuschreiben.

Diskussionspapier

Ressourcenwende: Eckpfeiler und Rahmenbedingungen einer neuen ressourcenpolitischen Vernetzung von Zivilgesellschaft und Wissenschaft

Hrsg.: Helen Sharp und Franziska Mohaupt

Wer nutzt welche Ressourcen wo und auf welche Art und Weise? Allein diese kurze Frage verdeutlicht die Vielzahl an Dimensionen einer Politik, deren Aufgabe es ist, eben diese Prozesse der Ressourcennutzung zu steuern. Als „Querschnittsthema“ sind vielfältige Bereiche betroffen. So werden einzelne ressourcenpolitische Aspekte bereits in unterschiedlichen Politikfeldern von Umweltpolitik über Wirtschaftspolitik bis zur Entwicklungszusammenarbeit bearbeitet. Es mangelt jedoch an übergreifenden Zielen und ressourcenpolitischen Strategien, welche die verschiedenen Problemperspektiven integrieren. Eine solche rahmensetzende Ressourcenpolitik müsste gemeinsame Leitplanken formulieren und dabei ökologische und soziale Dimensionen von Ressourcennutzung in ihren zwingenden Zusammenhängen adressieren. Aber nicht nur auf staatlicher Ebene, auch in Zivilgesellschaft und Forschung spiegeln sich die Silos von Politikfeldern und Problemperspektiven wider. Eine neue, intensivierte Debatte um eine integrierte sozial-ökologische Ressourcenpolitik nicht nur innerhalb der Zivilgesellschaft, sondern auch im Austausch mit Wissenschaft könnte die notwendige Dynamik für eine „Ressourcenwende“ auch auf anderen Ebenen (z.B. staatlicher Politik) vorantreiben. Das vorliegende Papier soll eine erste gemeinsame Diskussionsgrundlage bieten. Es formuliert, als erste Bestandsaufnahme, Thesen zu Eckpfeilern und Rahmenbedingungen einer solchen neuen und übergreifenden ressourcenpolitischen Vernetzung. Als wesentlicher Ausgangspunkt dienten neben der Sichtung zentraler Literatur insbesondere qualitative Interviews mit Akteur*innen aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft.

  • eins
  • zwei
  • drei
Positionspapier

Herausforderungen für eine nachhaltige Stoffpolitik

Hrsg.: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.

Dieses Positionspapier zeigt auf, dass Stoffe Auswirkungen auf planetarer Ebene haben, die – ähnlich wie der Klimawandel und der Biodiversitätsverlust – das ökologische Gleichgewicht des ganzen Planeten in Frage stellen. Ebenso verdeutlicht es, dass Persistenz eine zentrale Gefahr darstellt, der konsequent begegnet werden muss. Das ist vergleichbar mit der Kernenergie, mit radioaktiven Abfällen oder mit Kohlendioxid beim Klimawandel, die ebenso langfristige Probleme machen.

Des Weiteren fokussiert das Positionspapier auf das Vorsorgeprinzip und auf ein nachhaltiges Stoffstrommanagement mit einer besonderen Betonung der Suffizienz als Lösungsansatz. 

Broschüre

Die Zukunft im Blick: Technologie-Trends im Nexus von Ressourceneffizienz und Klimaschutz

Hrsg.: Umweltbundesamt

Neben der notwendigen Umsetzung von Treibhausgasminderungen ist die Senkung des Ressourcenverbrauches ein wichtiges Ziel der Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik. Bislang fehlt die systematische Untersuchung über den Einfluss von Maßnahmen des einen auf das andere Politikfeld. Der Nexus-Ansatz von Klima – und Ressourcenpolitik schließt diese Lücke.

In der Broschüre werden  zehn Technologietrends näher vorgestellt, die auf Grundlage der systemischen Trendanalyse als besonders relevant für den Nexus Klima und Ressourcennutzung identifiziert wurden.

Hierbei standen folgende Fragen im Zentrum: Hat der Trend direkte oder indirekte Auswirkungen auf die Entnahme von Rohstoffen? Sind konkrete Rohstoffe besonders relevant (z. B. Metalle, biotische Rohstoffe)? Gibt es Rohstoffe, die zur Herstellung eines bestimmten Vorproduktes benötigt werden (z. B. Chemikalien in der Industrie, die nicht direkt erkennbar sind, wenn das Produkt betrachtet wird)? Wie ist die grundsätzliche Klima- und Ressourcenwirkung der Trends und der Wechselwirkungen?

Studie

Die Zukunft im Blick: Sozio-ökonomische und sozio-kulturelle Trends der Ressourcenschonung

Hrsg.: Umweltbundesamt

Technologische Entwicklungen und Trends, können signifikant zu Ressourcenschonung beitragen. Wie sie konkret wirken hängt jedoch stets von den gesellschaftlichen Kontextfaktoren ab. Neben politischen Rahmenbedingungen sind hier soziale Routinen, Handlungsmuster und Konsumstile bedeutsam, da sie einen erheblichen Einfluss auf den individuellen und gesamtgesellschaftlichen Ressourcenbedarf besitzen. Die vorliegende Trendanalyse untersucht daher systematisch, wie sich sozio-ökonomische und sozio-kulturelle Trends auf die Inanspruchnahme von Ressourcen auswirken können. Die Ergebnisse dieser Trendanalyse legen nahe, dass es übergreifende und ganzheitliche Ansätze und seitens der Politik einen Policy Mix mit passgenauen Instrumenten zur Erreichung von Ressourcenschonung erfordert.

Broschüre

Protecting natural resources by creating material cycles in the construction sector

Hrsg.: Kommission Nachhaltiges Bauen am Umweltbundesamt

In its brochure „Protecting natural resources by creating material cycles  in the construction sector „, the Commission for Sustainable Construction Agency (KNBau) explains how material cycles in the construction sector can be better implemented. The KNBau identifies two fields of action: the recovery of secondary raw materials from existing structures and the planning of resource-conserving structures recyclable in the future. Among other things, it recommends to the public sector how to achieve high recycling rates for construction and demolition waste –  by supporting innovative technologies and by promoting the acceptance among construction specialists, e.g. through further training courses.

Studie

Klimaneutrale Industrie. Schlüsseltechnologien und Politikoptionen für Stahl, Chemie und Zement

Hrsg.: Agora Energiewende & Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

Weil Deutschland bisher keine dezidierte Klima- und Innovationspolitik für die Grundstoffindustrie verfolgt, droht ein massiver Investitionsrückgang in diesem Wirtschaftszweig mit seinen 550.000 Beschäftigten. Denn Investitionen in die alten, CO2-intensiven Technologien sind angesichts des Ziels der Klimaneutralität 2050 nicht erfolgversprechend. Auf der anderen Seite fehlt auch für die neuen, CO2-neutralen Technologien der Business Case. Agora Energiewende und das Wuppertal Institut schlagen deshalb für die Stahl-, Chemie- und Zementindustrie ein Sofortprogramm vor. Zusammen mit weiteren Politikinstrumenten soll es die notwendige Investitionssicherheit in der Grundstoffindustrie herstellen, sodass diese bis 2050 weitgehend klimaneutral werden und an Innovationskraft gewinnen kann.

Für den Klimaschutz ist die energieintensive Grundstoffindustrie ein entscheidender Faktor: Sie stößt gut ein Fünftel der Treibhausgase in Deutschland aus und muss ihre Emissionen damit bis 2050 um rund 180 Millionen Tonnen CO2 senken, um annähernd klimaneutral zu werden. Hierfür ist eine Trendumkehr notwendig, denn in den vergangenen zehn Jahren stagnierten die Emissionen.

Die Studie schlägt sieben Maßnahmen vor, die innerhalb kurzer Zeit umgesetzt werden können:

  1. Staatliche Förderung klimafreundlicher Produktionsverfahren, sogenannte Carbon Contract for Difference (CfD), in den Sektoren Stahl, Chemie und Zement. Die Förderhöhe soll über Ausschreibungen ermittelt werden.
  2. Einführung einer Klima-Umlage auf Endprodukte wie Stahl, Aluminium, Zement und Plastik, um die CfD-Förderung zu refinanzieren
  3. Selbstverpflichtung des Bundes, bei größeren Bauprojekten klimafreundliche Materialien zu verwenden und klimafreundliche Fahrzeuge zu nutzen.
  4. Quote für grünen Wasserstoff afu den Abssatz von Erdgas: Sie soll zum Aufbau von Produktionsanlagen für grünen Wasserstoff beitragen.
  5. Einstieg in die Kreislaufwirtschaft, um langfristig Stoffkreisläufe zu schließen und so die Verbrennung von Abfall und den Einsatz neuer Rohstoffe zu vermindern.
  6. Europäische Koordination durch Einführung dieser Instrumente auch auf EU-Ebene
  7. Eintreten der Bundesregierung für einen globalen CO2-Preis auf UN-Ebene
Bericht

Governance einer effizienten und nachhaltigen Ressourcennutzung – Abschlussbericht PolRess II

Hrsg.: Klaus Jacob Rafael Postpischil und Lisa Graaf (FU Berlin), Friedhelm Keimeyer (Öko Institut) & Matrin Hirschnitz-Grabers (Ecologic Institut)

Weltweit hat die Inanspruchnahme von Ressourcen in letzten Jahrzehnten kontinuierlich zugenommen, dieser Trend wird absehbar auch weiter zunehmen. Länder mit hohen Einkommen weisen dabei die mit Abstand höchsten Bedarfe auf. Wenn in anderen Teilen der Welt die Res-sourcennutzung mit wachsendem Einkommen gleichermaßen zunimmt, wäre dies mit erheblichen ökologischen und sozialen Folgewirkungen verbunden. In Deutschland konnte zwar eine relative Entkopplung der Gesamtrohstoffproduktivität erreicht werden, eine absolute Entkopplung mit sinkender Rohstoffinanspruchnahme blieb bislang jedoch aus. Auf Grundlage der Analysen des Projektes „Politiken zur Stärkung des Deutschen Ressourceneffizienzprogramms“ (PolRess II) werden in diesem Bericht Optionen für die Weiterentwicklung der deutschen Ressourcenpolitik aufgezeigt und deren mögliche Vor- und Nachteile diskutiert. Es zeigen sich verschiedene und teils konkurrierende Schwerpunktsetzungen der beteiligten Akteure: Umweltakteure stellen regelmäßig die Notwendigkeit einer Ressourcenschonung heraus und fordern entsprechendes Handeln, während wirtschaftspolitische Akteure Innovation und Wettbewerbsfähigkeit durch Ressourceneffizienz betonen. Bisher ist der Strategieprozess des deutschen Ressourceneffizienzprogramms (ProgRess) integrativ und (minimal)konsensorientiert ausgerichtet und orientiert sich dabei an Förderungen sowie informatorischen und freiwilligen Instrumenten. Vor diesem Hintergrund steht die deutsche Ressourcenpolitik vor zwei grundsätzlichen Optionen (mit vielen möglichen Abstufungen). Sie könnte einerseits den bisherigen kooperativen Ansatz als Ressourceneffizienzstrategie vertiefen, den thematischen Zuschnitt beibehalten, das bisherige Zielsystem ggf. sukzessive um materialspezifische Ziele ergänzen und den Strategieprozess punktuell stärken. Andererseits könnte bei einer Umorientierung zu einer Ressourcenschonungsstrategie der thematische Zuschnitt um weitere natürliche Ressourcen erweitert werden, eine absolute Entkopplung der Wirtschaftsleistung von der Ressourceninanspruchnahme oder gar Obergrenzen der Ressourcennutzung angestrebt werden. Die entsprechende Instrumentierung würde vermehrt auf Ordnungsrecht und ökonomische Instrumente setzen. Für diese Option erscheinen die gegenwärtigen Prozesse und Institutionen, in denen Ressourcenpolitik entwickelt wird, jedoch nicht ausreichend durchsetzungsstark. Vielmehr scheint dafür ein externer Impuls von Nöten, bspw. aus dem Bereich Klimaschutz, von politscher Seite, anderen politischen Ebenen wie der EU oder aus der Zivilgesellschaft.

Hintergrundpapier

Wege in eine ressourcenschonende Treibhausgasneutralität

Hrsg.: Umweltbundesamt

Executive Summary der RESCUE-Studie

Das RESCUE-Projekt beschreibt in sechs Szenarien mögliche Lösungs- und Handlungsspielräume für Wege in eine ressourcenschonende Treibhausgasneutralität in Deutschland. Durch eine Kombination verschiedener Maßnahmen wie die Umstellung auf erneuerbare Energien, Energie- und Materialeffizienz und Lebensstiländerungen können die Treibhausgasemissionen bis 2050 um 95 Prozent bis 97 Prozent gegenüber 1990 gemindert werden. In Verbindung mit einer nachhaltigen land- und forstwirtschaftlichen Bewirtschaftung können Netto-Null-Emissionen erreicht werden. Der Primärrohstoffkonsum wird um 56 Prozent bis 70 Prozent reduziert (allerdings kommt es auch zu einer Mehrinanspruchnahme einzelner zentraler Rohstoffe, z. B. Metalle). Das vorliegende Executive Summary beschreibt die zentralen Ergebnisse des Projekts.

Hintergrundpapier

Wasserstoff als Schlüssel zur erfolgreichen Energiewende: Den Einstieg jetzt ermöglichen

Hrsg.: IN4climate.NRW GmbH

„Wasserstoff als Schlüssel zur erfolgreichen Energiewende“ – so lautet der Titel des Diskussionspapiers, das IN4climate.NRW gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft veröffentlicht hat und den Einsatz der Technologie für eine klimaneutrale Industrie der Zukunft beschreibt.

Wasserstoff, der mit erneuerbaren Energiequellen Kohlenstofffrei erzeugt wird, wird in Zukunft eine tragende Rolle bei der Energiewende und damit der künftigen Energieversorgung spielen. Daraus ergibt sich eine enorme Nachfrage an Wasserstoff sowie damit verbunden Handlungsbedarf in den Bereichen Transport, Erzeugung und Nutzung von Wasserstoff.

Das Diskussionspapier betrachtet die Potenziale und Herausforderungen die Wasserstoff als Energiequelle mit sich bringt. Ebensoe werden Szenarien entwickelt, die die zukünftige Rolle von Wasserstoff diskutieren, sowie konkret den Standort Nordrhein-Westfalen als wesentlichen Produktionsort betrachten.

Studie

Der deutsche Rohstoffhunger

Hrsg.: Christliche Initiative Romero e.V.

Ob landwirtschaftliche Erzeugnisse aus Monokulturen oder wertvolle Erze aus dem Bergbau – deutsche Unternehmen importieren enorme Mengen an Rohstoffen aus den Ländern des Südens für die Herstellung von Alltagsprodukten wie Smartphones oder Donuts. Das Problem: die Gewinnung der Rohstoffe geht mit Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung einher. Zu oft werden die Lebensgrundlagen der Menschen vor Ort zerstört.

Die Studie „Der deutsche Rohstoffhunger“ der Christlichen Initiative Romero (CIR) zeigt anhand zwei konkreter Fälle zu Palmöl aus Guatemala und Kupfer- bzw. Molybdänerz aus Mexiko auf, welch gravierende Folgen die Rohstoffproduktion für die Menschen in den Abbauländern hat. Deutsche Unternehmen profitieren hingegen durch ihre Geschäftsbeziehungen von eben diesen Verletzungen der Menschenrechte und Umweltnormen.

Die Studie zeigt auch, wie die negativen Folgen vor Ort mit unserer Lebensweise zusammenhängen und warum es für Konsument*innen dennoch schwierig ist, etwas an der Situation zu ändern. Vor diesem Hintergrund wird die Notwendigkeit eines Lieferkettengesetztes offensichtlich, das deutsche Unternehmen stärker in die Pflicht nimmt.

Studie

Geeignete Maßstäbe und Indikatoren zur Erfolgskontrolle von Abfallvermeidungsmaßnahmen

Hrsg.: Umweltbundesamt

Abfälle vermeiden schont Ressourcen und schützt Mensch und Umwelt. Im Abfallvermeidungsprogramm des Bundes wurden darum – im Jahr 2013 – Ziele und Maßnahmen festgehalten und bereits mögliche Indikatoren benannt. Bisher ist jedoch unbekannt, wie wirksam diese sind. Um den Erfolg von Abfallvermeidungsmaßnahmen wissenschaftlich messbar zu machen, wurden für eine UBA-Studie geeignete Indikatoren entwickelt.

Die UBA-Publikation zeigt, welche möglichen Bewertungsmaßstäbe für die Messung des Abfallvermeidungserfolges denkbar wären und erarbeitete ein geeignetes Indikatorenset, das eine kontinuierliche Messung des Erfolges von Abfallvermeidungsmaßnahmen ermöglichen würde.

So wird beispielsweise dargestellt, dass in manchen Bereichen die Datenbasis nicht ausreicht, um robuste und glaubhafte Indikatoren zu bilden, sodass mit erst- und zweitbesten Indikatoren (First und Second Best) gearbeitet wurde. Insgesamt wurden 8 Indikatoren formuliert und 12 Kennzahlen entwickelt.

Außerdem wurde eine erste Datenbasis zur Erfassung der Mengen von in Deutschland wiederverwendeten Produkten mithilfe einer Befragung von ca. 400 Wiederverwendungseinrichtungen geschaffen und auf dieser Basis mit einer Hochrechnung für ganz Deutschland eine jährliche Gesamtmenge für Wiederverwendung bzw. Vorbereitung zur Wiederverwendung von 127.000-137.500 Tonnen Elektro(nik)geräten, 43.000 Tonnen für Textilien und 116.600 Tonnen für Möbel bei Wiederverwendungseinrichtungen abgeschätzt. Zudem wurden die Abfallvermeidungsindikatoren für Lebensmittelabfälle vertiefend untersucht und ein Verfahrensvorschlag zur kontinuierlichen Abschätzung der Lebensmittelverluste erarbeitet.

Hintergrundpapier

Co-creation in Sustainability Science

Hrsg.: Ecologic Institut, Martin Hirschnitz-Grabers

Dieser Policy Brief untersucht und erklärt das Konzept von Co-Creation im spezifischen Kontext der Nachhaltigkeitswissenschaft. Darüber hinaus werden die Nutzung und das Potenzial im Rahmen der europäischen Forschungs- und Innovationsförderung eingehend untersucht. Auf dieser Grundlage werden eine Reihe von Lehren aus der Anwendung des Konzepts gezogen und konkrete politische Empfehlungen gegeben. Der RECREATE Policy Brief von Dr. Martin Hirschnitz-Garbers vom Ecologic Institut steht als Download zur Verfügung.

Die Kernbotschaften des Policy Briefs sind:

  • Co-Creation ist ein Mittel zur Verbesserung und Förderung der Beteiligung von Endnutzer*innen durch aktive Beteiligung an Innovationsprozessen. Es wird davon ausgegangen, dass dies eine Reihe von Vorteilen mit sich bringt, wie z.B. zusätzliche Kenntnisse und Kreativität, Aufbau von Partnerschaften und Vertrauen, Steigerung der Zufriedenheit der Endnutzer*innen sowie Förderung von Legitimität und Akzeptanz.
  • Die Umsetzung von Co-Creation ist aus verschiedenen Gründen eine Herausforderung:
    • Unterschiedliche Werte für wissenschaftliches und außerwissenschaftliches Wissen – Vermischung von ‚objektivem empirischem Wissen‘ mit ’subjektivem und wertendem‘ Wissen
    • Notwendigkeit eines ‚interkulturellen‘ Dialogs zwischen Wissenschaftler*innen und gesellschaftlichen Akteuren, um verschiedene Arten von Wissen zu übersetzen und zu integrieren.
    • Mangelnde Flexibilität bei der F&I-Finanzierung zur Anpassung von Projekten an sich abzeichnende Möglichkeiten der Co-Creation
    • Mangelnde Kenntnisse in Wissensintegration und Politik-Praxis-Übersetzung/-management
  • Die europäische Forschungs- und Innovationspolitik könnte gemeinsame Nachhaltigkeitsinnovationen fördern, z.B. durch
    • Förderung der konzeptionellen Klarheit für den Begriff Co-Creation und Erarbeitung einer verbindlichen und klaren Definition in den Ausschreibungstexten für H2020 sowie zur Kohäsions- und Regionalpolitik
    • Anpassung bestehender und Entwicklung neuer Förderinstrumente für flexiblere und offenere Formen der Wissenschaftsförderung
    • Förderung von Kompetenzen zur Wissensintegration in der wissenschaftlichen Bildung
Studie

A policy mix for sustainable consumption and production

Hrsg.: Ecologic Institut, Martin Hirschnitz-Grabers

This policy report presents the findings from ex-ante impact assessments of the overarching policy mix aimed at fostering sustainable consumption and production to support decoupling.

The overarching policy mix is one out of three policy mixes developed in the DYNAMIX project. Each policy mix was developed based on an understanding of relevant drivers for unsustainable resource use and informed by an ex-post analysis of cases for successful or failing policy support for achieving decoupling. In contrast to the other two policy mixes (which focus on land use and on the use of metals and competing or substitute materials), the overarching policy mix aims at supporting decoupling of EU consumption from resource use and environmental impacts through creating supportive framework conditions for producers and consumers to make more sustainable choices.

After an executive summary, this report first presents the rationale of the policy mix (section 1) and then describes its objectives and instrument mix (section 2). In a next step, the report highlights both potential key environmental impacts (section 3.1) as well as potential side-effects (economic and social impacts as well as issues of legal feasibility and public acceptability – section 3.2) that may reduce the policy mix’ potential environmental effectiveness. Based on these key findings the policy report then provides suggestions for revising the policy mix, which could mitigate such side-effects and hence foster the mix’ potential environmental effectiveness.

Artikel

A Systemic and Systemativ Approach to the Development of a Policy Mix for Material Resource Efficiency

Hrsg.: Multidisciplinary Digital Publishing Institute; Tomas Ekvall, Martin Hirschnitz-Grabers, Fabio Eboli & Aleksander Sniegocki

Increasing material use efficiency is important to mitigate future supply risks and minimize environmental impacts associated with the production of materials. The policy mix presented in this paper aims to contribute to reducing the use of virgin metals in the EU by 80% by 2050 without significantly shifting burdens to other material resources, the environmental or other parts of the world. The article, which was written with the collaboration of Dr. Martin Hirschnitz-Garbers (Senior Fellow at Ecologic Institute), is available for download.

We used a heuristic framework and a systems perspective for designing the policy mix that combines primary instruments designed to increase material efficiency, recycling and substitution of materials (a materials tax, the extended producer responsibility, technical regulations, and environmental taxes) and supportive instruments aimed to reduce barriers to implementing the primary instruments and to contribute towards the policy objectives (e.g., research and development support, and advanced recycling centers). Furthermore, instruments were designed so as to increase political feasibility: e.g., taxes were gradually increased as part of a green fiscal reform, and border-tax adjustments were introduced to reduce impacts on competitiveness. However, even in such a policy mix design ongoing ex-ante assessments indicate that the policy mix will be politically difficult to implement—and also fall short of achieving the 80% reduction target. Nonetheless, we suggest combining primary and supportive instruments into coherent and dynamic policy mixes as a promising step towards system reconfigurations for sustainability.

Artikel

Contemporary Resource Policy and Decoupling Trends – Lessons Learnt from Integrated Model-Based Assessments

Hrsg.: Multidisciplinary Digital Publishing Institute; Mark Meyer, Martin Hirschnitz-Grabers & Martin Distelkamp

Addressing climate change and natural resource depletion has been key to the international and national sustainability agenda for almost 30 years. Despite existing efforts, global CO2 emissions and raw material use levels continue to grow. This seems to suggest the need for more systemic approaches in environmental policy. The authors, among them Ecologic Institute’s Dr. Martin Hirschnitz-Garbers, call upon policy makers to integrate rebound mitigation strategies and move beyond exclusively improving efficiency to tackling structural and behavioural changes.

Our paper contributes modelling results to assess the potential of efficiency improvements to achieve absolute decoupling of global raw material use and environmental impacts from economic growth. We apply the global, dynamic MRIO model GINFORS to simulate potential effects of raw material efficiency improvements in production against a climate mitigation scenario baseline.

Our simulation experiments indicate that (rather radical) progress in the raw material efficiency of production technologies in concert with extensive climate mitigation efforts could enable an absolute decoupling of resource use and CO2 emissions from GDP growth at a global level and for some countries. The absolute raw material extraction levels achieved, however, still exceed the material use reduction targets suggested by sustainability scientists. Our findings highlight that achieving such targets without addressing rebound effects is implausible.

Broschüre

Neue Rohstoffkapitel in EU-Handelsabkommen – eine Bestandsaufnahme

Hrsg.: PowerShift e.V., BUND, FDCL, Forum Umwelt und Entwicklung, Grüne Liga e.V. & Stiftung Asienhaus

Auswirkungen auf Umwelt, Menschenrechte und wirtschaftliche Entwicklung

Die Industrien, die in der Europäischen Union ansässig sind, gehören zu den Industrien mit den höchsten Nachfragen an mineralischen Rohstoffen. Durch die geringe Verfügbarkeit von primären Rohstoffen innerhalb der EU folgt eine hohe Importabhängigkeit von Rohstoffen und Produktionsmitteln. Daraus ergibt sich, dass der Zugang zu diesen Rohstoffen ein bedeutender Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen ist. Die EU greift den Diskurs um die Versorgungsicherheit der ansässigen Unternehmen auf und baut die Sicherung von Importen und Exporten in ihre Rohstoff- und Handelspolitik ein, um die Wettbewerbsfähigkeit und so auch die Absätze der europäischen Unternehmen zu sichern. Dabei geht es neben dem Abbau von Zöllen und Handelshemmnissen vor allem auch darum, neue Märkte zu öffnen und verschiedene Wirtschaftsbereiche zu liberalisieren, sowie Lizenzvorgaben für die Erkundung und den Abbau von Rohstoffen zu setzen. Diese Bestrebungen der EU werden in den gesonderten Kapiteln, den „Energy and Raw Materials“ (ERM)-Kapiteln, ausformuliert. Die Konsequenzen liegen nicht nur im Bereich des wirtschaftspolitischen Spielraums von Staaten, sondern auch im Schutz von Menschen- und Arbeitsrechten im Bergbausektor.

Die Publikation setzt sich mit den ERM-Kapiteln auseinander, wirft einen besonderen Blick auf die Artikel, die den Abbau und Handel von mineralischen Rohstoffen thematisieren und prüft die Berücksichtigung von Umweltschutz und Menschenrechten. Hieraus werden auch Anforderungen an eine sozial und ökologisch verträgliche Rohstoff- und Handelspolitik formuliert. Darüber hinaus werden die Entstehung und die Entwicklungen der ERM-Kapiteln in den Kontext der europäischen Rohstoffinitiative gesetzt.

Studie

Potenziale und Kernergebnisse der Simulationen von Ressourcenschonung(spolitik)

Hrsg.: Umweltbundesamt

Endbericht des Projekts „Modelle, Potenziale und Langfristszenarien für Ressourceneffizienz“ (Sim-Ress)

Im Projekt SimRess wurden die potentiellen Auswirkungen zukünftiger ressourcenpolitisch relevanter Entwicklungen und Strategien auf wichtige Umwelt- und Wirtschaftsindikatoren getestet. Mittels einer Trendanalyse wurden zunächst Entwicklungen identifiziert, die zukünftig positiv wie negativ Einfluss auf die Nutzung natürlich Ressourcen in Deutschland und global nehmen könnten. Diese Entwicklungen wurden dann in unterschiedliche Szenarien eingebettet, die als Rahmen für die Simulation potentieller Auswirkungen im ökonometrischen Modell GINFORS3 und im systemdynamischen Modell WORLD6 sowie in einem soft-link beider Modelle dienten.

Broschüre

Ressourcenschonung als Zukunftsaufgabe

Hrsg.: Umweltbundesamt

Ansatzpunkte für eine systemische Ressourcenpolitik

Die große Zahl an zu betrachtenden Rohstoffen und Materialien, Akteuren mit unterschiedlichen Interessen und die vielfältigen gegenseitigen Abhängigkeiten und Vernetzungen machen die politische Steuerung der Ressourcennutzung bzw. Ressourcenschonung zu einem äußerst komplexen System. Die vorliegende Broschüre aus dem SimRess-Projekt zeigt in fünf Thesen, dass eine integrative und systemisch konzipierte Ressourcenpolitik dazu beiträgt, die Ziele des Ressourcenschutzes und des Klimaschutzes zu erreichen. Die Berücksichtigung der systemischen Zusammenhänge und unterschiedlichen Politikfelder ermöglicht eine wirksame und effiziente Zielerreichung und zeigt zukünftige Handlungsfelder auf.

Studie

Argumentation für eine nachfrageseitig Innovationspolitik aus der Perspektive der Ressourcenpolitik

Hrsg.: Mandy Hinzmann & Martin Hirschnitz-Graber; Ecologic Institut

Innovative Prozesse, Produkte und Dienstleistungen finden in vielen Fällen nicht den Übergang von der Marktreife in den Massenmarkt bzw. die industrielle Anwendung. Vor diesem Hintergrund werden in der Kurzanalyse Argumente und mögliche Instrumente für eine nachfrageseitige Innovationspolitik diskutiert. Beispielsweise kann eine grüne öffentliche Beschaffung relevante Nachfrageeffekte kreieren, die einen Marktübergang ressourceneffizienter Produkte unterstützen können.

Studie

Informationskampagnen für Konsumentinnen und Konsumenten – Effekte und Ausrichtungen

Hrsg.: Martin Hirschnitz-Grabers & Susanne Langsdorf; Ecologic Institut

Angesichts der umfassend erforschten Diskrepanz zwischen Umwelteinstellungen und Umwelthandeln erscheinen Informationsangebote wenig zielführend, um Haushalte zu ressourceneffizienterem Konsum anzuregen. Vor diesem Hintergrund diskutiert die Vertiefungsanalyse relevante Komponenten und Erfolgsfaktoren von Informationskampagnen sowie die Optionen, Informationsangebote mit anderen verhaltensökonomischen Ansätzen zu kombinieren.

Policypapier

Handlungsbedarfe und Optionen für eine innovationsorientierte Ressourcenpolitik

Hrsg.: Klaus Jacob et al.

In dem Policypapier werden Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Ressourcenpolitik in Deutschland ausgesprochen: Bis 2050 sollte die Nutzung von Materialien auf 10t/Person und Jahr reduziert werden. Denn wenn der Materialinput in die Wirtschaftskreisläufe wirksam begrenzt wird, dann werden auch andere natürliche Ressourcen wie Land, Wasser, Energie und Biodiversität geschont. Umweltpolitik sollte sich daher verstärkt dem Thema widmen. Dies erfordert eine Integration von ressourcenpolitischen Grundsätzen und Zielen in den verschiedenen Politikfeldern und auf unterschiedlichen Politikeebenen.

Marktanreize alleine reichen nicht aus um die Effizienz der Ressourcennutzung zu verbessern. Durch ökonomische Anreize und Ordnungsrecht sollten ambitioniertere Ansätze entwickelt werden. Die Modellanalysen von PolRess zeigen, dass von einer forcierten Ressourcenpolitik nicht nur positive Umweltwirkungen, sondern auch positive Wirkungen auf Wirtschaftsleistung und Beschäftigung erwartet werden können.

Um diese Potentiale zu realisieren, bedarf es einer Stärkung der Ressourceneffizienzstrategie, auch dazu werden in dem Policypapier Vorschläge gemacht.

Stärkung der Kreislaufführung von mineralischen Baustoffen mittels freiwilliger Selbstverpflichtung

Hrsg.: Mandy Hinzmann, Ariel Araujo Sosa & Martin Hirschnitz-Grabers; Ecologic Institut

Akteursperspektiven auf Bedarfe und Optionen

Dieses Papier diskutiert mögliche Inhalte einer freiwilligen Selbstverpflichtung des Bausektors, die zum Ziel hat, das Baustoffrecycling und den Einsatz von Sekundärbaustoffen zu stärken.

In Deutschland werden jährlich Sande, Kiese und Natursteine in einer Größenordnung von etwa 500 Mio. Tonnen für heimische Bauaktivitäten verwendet. Gleichzeitig bilden mineralische Bauabfälle den größten Abfallstrom. Sekundärbaustoffe werden bislang überwiegend im Rahmen eines Downcyclings eingesetzt, beispielsweise als Straßenuntergrund, Tragschicht unter Gebäuden oder Verfüllung von Baugruben.

Vor diesem Hintergrund untersucht die Analyse erstens, wie das Baustoffrecycling in Deutschland weiter ausgebaut und professionalisiert werden kann. Zweitens gehen wir der Frage nach, was geändert werden muss, damit insbesondere im Hochbau mehr hochwertige Sekundärbaustoffe eingesetzt werden. Die Analyse basiert auf Interviews mit Akteuren aus den Bereichen Recycling und Entsorgung von Bauabfällen, Zertifizierung von Baustoffen, sowie aus der Baustoffindustrie, dem Baustoffgewerbe und der öffentlichen Hand.

Neben konkreten Vorschlägen für eine freiwillige Selbstverpflichtung des Bausektors werden weitere Maßnahmen aufgezeigt, die als Teil eines Politikmixes die Kreislaufführung von mineralischen Baustoffen stärken können.

Broschüre

Ein gutes Leben für alle! Eine Einführung in Suffizienz

Hrsg.: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Baden-Würtemberg & Jugend im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUNDjugend)

Das lateinische „sufficere“ heißt so viel wie „ausreichen, genug sein“. Und genau darum geht es in der vorliegenden neuen Broschüre. Suffizienz bedeutet zunächst einmal: zu fragen, wie viel genug sein kann. Mehr und mehr berührt dies die grundlegenden Fragen unserer Zeit. Wie können wir die Fülle unserer natürlichen Lebensgrundlagen langfristig sichern? Und wie diese Grundlagen gerecht verteilen?

Auf rund 80 bunt illustrierten Seiten suchen der BUND und die BUNDjugend Baden-Württemberg nach Antworten. Neulinge erfahren, was die Suffizienz mit dem eigenen Lebensstil zu tun hat, welche guten Beispiele es bereits für den persönlichen Alltag, für Kommunen und Organisationen gibt und was Politik und Wirtschaft beitragen müssen.

Auch wer damit inhaltlich schon vertrauter ist, wird viele Denkanstöße erhalten. Allen, die ihr Umfeld sofort suffizienter gestalten wollen, hilft das umfangreiche Praxiskapitel weiter. Politisch interessierte und engagierte Leser*innen bekommen hier Tipps, wie sich kommunale Maßnahmen umsetzen lassen. Ergänzt wird alles durch ein Suffizienz-Argumentarium als rhetorisches Werkzeug, um kritische Fragen klug beantworten zu können.

Studie

Am anderen Ende der Lieferkette

Hrsg.: WEED - Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung e.V.

Was tun IT-Hersteller für einen verantwortungsvollen Bezug von Rohstoffen?

Die Produktion von PCs, Smartphones, Druckern und sonstigen IT-Produkten geht entlang der gesamten Wertschöpfungskette mit ausbeuterischen Arbeitsbedingungen und Menschenrechtsverletzungen einher. Dies beginnt schon beim Abbau der benötigten mineralischen Rohstoffe, der häufig mit Konflikten und schweren Menschenrechtsverletzungen verknüpft ist. Hierzu gehören Kinderarbeit, Zwangsarbeit, mangelnder Sicherheits- und Gesundheitsschutz, negative Umwelt- und Gesundheitsauswirkungen auf umliegende Gemeinden, Zwangsumsiedlungen und die als „Konfliktmineralien“-Problematik bekannte Finanzierung bewaffneter Gruppen.

Was tun IT-Hersteller, um solche Missstände „am anderen Ende der Lieferkette“ zu verhindern? Der Bericht untersucht die Handlungsansätze von insgesamt 19 IT-Herstellern zu verantwortungsvollem Bezug von Rohstoffen.

Studie

Energie- und Ressourcenverbräuche der Digitalisierung

Hrsg.: Öko-Institut e.V.

Der technologische Wandel und die zunehmende digitale Vernetzung betreffen alles Sphären: Infrastrukturen, Produktionsstätten, Verwaltungen, bis hin zu Privathaushalten. Folge ist eine Zunahme der eingesetzten Informations- und Kommunikatiosntechnologien (IKT). Diese beinhalten ein vielfältigen Materialmix, von Halbleitermaterialien, Metallen und Kunststoffen. Auch wenn die IKT-Produkte nur geringe Metallmengen pro Produkt bei der Herstellung benötigen, so ist findet sich auch in diesem Sektor eine wachsende Ressourcenintensität. Grund dafür ist vor allem die enorme Geschwindigkeit der Innovationen und die damit verbundene wachsende Anforderungen an die verwendeten Materialien. Aber auch die steigende Produktion infolge des Massenkonsums und der Kurzlebigkeit der Produkte führen zu einem steigenden Ressourcenverbrauch. Die hohe Ressourcenintensität der IKT ist Folge der energie- und materialintensiven Porzessen bei der Gewinnung und Weiterverarbeitung der Rohstoffe. Das Gutachten betrachtet die Entwicklung des globalen Bedarfs an Energie und Ressourcen der Digitalisierung unter Berücksichtugng der eben genannten Faktoren.

Informationsblatt

Mehr Lebensqualität – weniger Ressourcenverbrauch: Argumente für Suffizienz

Hrsg.: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. & Jugend im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.

„Suffizienz“: schon einmal gehört? Der Begriff mag zunächst etwas sperrig klingen. Im Lateinischen bedeutet „sufficere“ ausreichen, genügen – und kann in unserem Umfeld konkrete Formen annehmen. In städtischen Gärten, mit Repair-Cafés und Leihläden setzen sich zahlreiche Initiativen – auch der BUND und die BUNDjugend – landauf landab für Entschleunigung, gemeinschaftliche Nutzung von Gütern und weniger Konsum ein. Es geht bei der Suffizienz um die Frage nach dem rechten Maß und das gute Leben, individuell und in globaler Verantwortung.

Wer für “Weniger ist mehr” einsteht, stößt oft auf Skepsis oder gar Ablehnung, deswegen gibt dieser Flyer Anregungen, wie Gesprächspartner*innen und gängigen Gegenargumenten begegnet werden kann.

Broschüre

Ende der Verschwendung. Mit der Ressourcenwende zum guten Leben für alle

Hrsg.: Jugend im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.

Unsere Lebens- und Wirtschaftsweise hat einen riesigen Ressourcenverbrauch. Wenn alle Menschen weltweit so leben und wirtschaften würden wie in Deutschland, dann wären mehr als drei Planeten notwendig, um den Bedarf an Rohstoffen, Wasser und Ackerflächen zu decken. Wir leben also auf Kosten von Menschen, die ein ressourcenärmeres Leben führen, vor allem in Ländern des Globalen Südens. Die Broschüre zeigt, welche Auswirkungen unser Ressourcenhunger auf Menschen und Natur hat. Außerdem wird ein Blick darauf geworfen, was mit den Ressourcen passiert, wenn sie zu Müll geworden sind, sowie Ideen und Anregungen wie eine Ressourcenwende gelingen kann.

Studie

Decoupling Debunked. Evidence and arguments against green growth as a sole strategy for sustainability

Hrsg.: Europäisches Umweltbüro, Deutscher Naturschutzring & Institut für zukunftsfähige Ökonomien

Lange Zeit galt als gültige Annahme, dass grünes Wachstum unbegrenztes Wirtschaftswachstum erlaubt, da dadurch der Ressourcenverbrauch und die mit ihm einhergehenden Umweltzerstörungen vom Wachstum entkoppelt werden können. Diese Annahme war eine Grundprämisse für die politische Linie und Handlungen der Europäischen Union oder der Vereinten Nationen. Der vorliegende Bericht beurteilt die Haltbarkeit dieser These anhand der Analyse der bestehenden empirischen und theoretischen Auseinandersetzungen mit grünem Wachstum. Dabei zeigt sich, dass es eine absolute Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Umweltschäden bisher nicht nur nicht gegeben hat, sondern es auch nie geben wird. Nur eine auf Suffizienz basierende Wirtschaft und Politik kann einem guten Lebensstandard für alle innerhalb der planetaren Grenzen gerecht werden.

Studie

Ressourcenpolitik und planetare Grenzen: Analyse möglicher naturwissenschaftlicher Begründungszusammenhänge für ressourcenpolitische Ziele

Hrsg.: Matrin Hirschnitz-Garbers & Stefan Werland, Ecologic Institut - Forschungszentrum für Umweltpolitik

In der vorliegenden Analyse werden Zielsetzungen aus weitestgehend etablierten Umweltpolitikfeldern sowie die dahinterliegenden Argumentationslinien, die diesen Zielsetzungen zugrunde liegen, offengelegt. Hintergrund ist, dass es für die globale absolute Nutzung abiotischer Rohstoffe bislang keinen politisch festgelegten Zielwert gibt und damit die Evaluation der Wirksamkeit bzw. das Anpassen politischer Strategien und Maßnahmen zum Ressourcenschutz erschwert ist. Die aus dieser Untersuchung gewonnenen Erkenntnisse werden auf ihre Anwendbarkeit auf die Ressourcenpolitik allgemein und auf spezifische Rohstoffkategorien aus dem deutschen Ressourceneffizienzprogramm hin eingeschätzt. Bei der Untersuchung werden jeweils ökologische, soziale und ökonomische Begründungszusammenhänge gesucht und ggf. beschrieben.

Broschüre

Ressourceneffizienz im Bauwesen. Von der Planung bis zum Bauwerk

Hrsg.: Zentrum Ressourceneffizienz

Dem Bauwesen als enormer Ressourcenverbraucher kommt im Kontext der aktuellen Nachhaltigkeits- und Umweltpolitik eine besondere Bedeutung zu. Ziel des Bauwesens muss deshalb eine umweltschonende Bauweise ein. Die Broschüre zeigt, wie dieses Ziel unter dem Aspekt der Ressourceneffizienz erreicht werden kann. Dafür ist es erforderlich, die Ressourceneffizienz über den gesamten Lebensweg eines Gebäudes zu betrachten, sprich von der Planung und Errichtung über Nutzung und Modernisierung bis hin zum Rückbau. Das betrifft sowohl die Auswahl der Bauprodukte als auch deren Recycling. Wird der Gebäuderückbau bereits in der Planungsphase mitgedacht, können die Baustoffe recycelt und für die Errichtung neuer Gebäude oder Infrastrukturen als Sekundärbaustoffe genutzt werden. Auf lange Sicht wird so der Abbau von Primärrohstoffen reduziert und die Umwelt geschont. Die Broschüre zeigt praktische Beispiele auf und gibt weiterführende Informationen.

Broschüre

Dialog Degrowth: raus aus der Komfortzone

Hrsg.: Denkhausbremen e.V.

In der zweiten Publikation des Formats „Dialog Degrowth“ wird das Gespräch mit Aktiven von BUND, Greenpeace, Konzeptwerk Neue Ökonomie, NABU, Naturfreunde und WWF gesucht. Dabei steht die Frage über die Wichtigkeit von Umweltverbänden im Fokus und die Suche nach Lösungsstrategien, um die Handlungsfähigkeit zu wahren. Die gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahre zwingen auch den Umweltverbänden ein Umdenken in der Wahl der Mittel und der Strategie auf. Dass Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit untrennbar verhandelt werden müssen, ist allen Umweltverbänden klar. Doch wie sieht es aus, wenn es um das Wirtschaften geht? Welche Strategien sind hier zielführend, um auch wachstumskritische Debatten aufzugreifen und neue Verbündete zu gewinnen? In sechs Interviews wird die Zukunftsfähigkeit der deutschen Umweltverbände diskutiert.

Broschüre

Dialog Degrowth: Wer die Vergangenheit kennt, kann die Zukunft besser gestalten

Hrsg.: Denkhausbremen e.V.

In dem Format „Dialog Degrowth“ diskutieren Umweltverbände und wachstumskritische Initiativen soziale und ökologische Lösungsansätze und rücken damit die wachstumskritische Debatte mehr in den Fokus. Seit dem Aufkommen der Diskussionen über das Wirtschaftswachstum in den 1970er-Jahren haben sich auch verschiedene Umweltverbände mit der Thematik auseinandergesetzt und sich wachstumskritischen Positionen angeschlossen. Denkhausbremen führt zusammen mit dem Forum Umwelt und Entwicklung Interviews mit sechs aktiven und ehemaligen Hauptakteur*innen vom WWF, dem NABU, Greenpeace, den NaturFreunden, dem DNR und dem BUND durch, die über Strategien und aktuelle und vergangene Lösungsansätze berichten. Mit Hilfe der Reflexion der eigenen Geschichte und besonders den eigenen Fehlern, aber auch Erfolgsgeschichten lässt die Zukunft besser gestalten.

Broschüre

Plastikatlas 2019 – Daten und Fakten über eine Welt voller Kunststoff

Hrsg.: Heinrich-Böll-Stiftung & Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland

Auf der einen Seite wächst das Bewusstsein für die Langlebigkeit und die Schädlichkeit für Umwelt und Gesundheit von Plastik. Auf der anderen Seite steigt die Produktion aber stetig und der Stoff ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Damit steigt auch der Handlungsdruck, der Plastikflut zu begegnen und zumindest den Verbrauch von Einwegplastikartikeln zu verringern und so die Müllberge auf Deponien und in der Umwelt zu verringern. Der Plastikatlas gibt einen umfassenden Einblick in die Verwendungen und Risiken von Plastik, benennt Akteure der Plastikkrise und zeigt Handlungsansätze, um das Problem gemeinsam anzupacken.

Broschüre

EU Overshoot Day 10 May 2019 – living beyond nature’s limits

Hrsg.: World Wildlife Fund for Nature

Der Overshoot Day der Europäischen Union (EU) fiel in diesem Jahr auf den 10. Mai. Der Overshoot Day markiert den Tag, an dem die global verfügbaren Ressourcen aufgebraucht sind, die der Planet Erde in einem Jahr wieder erneuern kann. Durch zu hohen Kohlenstoffausstoß, zu hohem Lebensmittelverbrauch und zu viel Flächenverbrauch ist der ökologische Fußabdruck eines*r Jeden von uns so hoch, dass wir 2,8 Erden bräuchten, um den Ressourcenbedarf zu decken, der anfallen würde, wenn alle auf der Welt einen Lebensstil hätten wie wir in Europa. Obwohl in der EU nur 7 Prozent der Weltbevölkerung leben, verbrauchen diese 500 Millionen Menschen 20 Prozent der globalen Ressourcen.

Broschüre

Rohstoffe für die Energiewende – Menschenrechtliche und ökologische Verantwortung in einem Zukunftsmarkt

Hrsg.: Bischöfliches Hilfswerk Misereor e.V.

Im Dezember 2015 einigte sich die Weltgemeinschaft auf ein neues Klimaabkommen ab 2020. Zentral war dabei die Verpflichtung aller 195 Staaten, die Erderwärmung auf maximal 2 Grad Celsius zu begrenzen. Dies sollte vor allem durch die Dekarbonisierung der Weltwirtschaft und einer globalen Energiewende basierend auf der Nutzung erneuerbarer Energien erreicht werden. Die Bedeutung, die die verschiedenen Formen der Wasserkraft, Geothermie, Biomasse, Solarenergie und Windkraft an der gesamten Energieversorgung beitragen, steigt stetig. Insbesondere die Wind- und Solarkraft bekommt eine zunehmende Relevanz. Gerade deswegen darf nicht außer Acht gelassen werden, woher die Rohstoffe, die für den Bau von Windkraft- und Fotovoltaikanlagen benötigt werden, kommen und unter welchen Umständen sie abgebaut werden.

In der vorliegenden Studie wird diese Fragestellung aufgegriffen und mit Fokus auf die Wind- und Solarbranche untersucht. Dafür wurden Fragebögen an 21 Unternehmen aus der Branche der erneuerbaren Energien geschickt. Die Studie liefert einen Beitrag, die Probleme und Herausforderungen im Sektor der erneuerbaren Energie zu benennen, um Lösungsansätze zu erarbeiten.

Hintergrundpapier

Wege aus der Reparaturkrise? – Das US-amerikanische „Right to Repair“

Hrsg.: Germanwatch e.V.

Die Reparatur defekter Produkte hat einen schweren Stand und droht immer weiter ins Hintertreffen zu geraten. In den USA wollten sich Aktivist*innen damit nicht zufriedengeben und haben einen alternativen Gesetzesvorschlag entwickelt. Der in mittlerweile 17 Bundesstaaten eingereichte Right to Repair-Gesetzesvorschlag hat sowohl in den USA als auch in Europa und Deutschland große Aufmerksamkeit erhalten. Mit konkreten Vorschlägen sollen die Rahmenbedingungen für die Reparatur verbessert werden, speziell die Verfügbarkeit von Ersatzteilen, Reparaturanleitungen, Werkzeug und Diagnose-Software für einzelne Verbraucher*innen, Tüftler*innen in der freien Reparaturszene und auch für professionelle Werkstätten. Zurückgreifen kann die Bewegung auf Erfahrungen aus dem Kfz-Sektor und dem Agrarsektor. In diesem Papier wird der US-Right to Repair Act genauer analysiert. Wir betrachten den Entstehungskontext in den USA, untersuchen den Inhalt auf Erfolgsfaktoren und ergründen, inwieweit eine ähnliche Lösung für Deutschland und die EU sinnvoll sein könnte.

Broschüre

Kobalt. Kritisch hoch 3

Hrsg.: INKOTA-Netzwerk e.V. & Ökumenisches Netzzentralafrika

Kritisch aus Sicht der Industrie, die abhängig ist von großen Mengen des Rohstoffes für die Technologien der Zukunft, insbesondere Batterien. Kritisch aus Sicht von Menschenrechts-  und Umweltorganisationen weltweit, die tagtägliche Menschenrechtsverletzungen, ökologische Desaster und soziale Missstände rund um den Kobaltabbau nicht länger hinnehmen wollen. Kritisch für Arbeiter*innen im Kleinbergbau in der Demokratischen Republik Kongo, die einen wesentlichen Teil des weltweit begehrten Kobalts unter höchst riskanten Bedingungen aus der Erde holen.
Das neue Kobalt-Dossier von INKOTA macht klar: Wer Kobalt nutzt, muss auch Verantwortung übernehmen für die Wahrung von Menschenrechten und ökologischen Standards entlang der gesamten Lieferkette. Aktuell ist dies leider noch nicht der Fall.

In zwei Teilen stellt das Dossier die wichtigsten Fakten rund um den begehrten Rohstoff dar. Teil 1 beleuchtet dabei den Status Quo des weltweiten Kobaltabbaus und setzt einen Fokus auf die Demokratische Republik Kongo, Hauptlieferant für Kobalt weltweit. Teil 2 bietet klare und konstruktive Handlungsansätze, um die Kobaltlieferkette fair zu gestalten.

Broschüre

Rohstoffpolitik 2.0 – Für eine umwelt- und klimafreundliche Ressourcenpolitik

Hrsg.: Deutscher Naturschutzring

Die Broschüre bildet den Abschluss des Projektes des DNR und thematisiert die stoffliche Basis unseres Wirtschaftens. Neben expliziten Beispielen für eine zerstörerische Praxis beim Abbau von Rohstoffen wie dem Tiefseebergbau werden auch verschiedene Instrumente zum Management des Ressourcenverbrauchs vorgestellt, aber auch alternative Denk- und Umsetzungsansätze wie Postwachstum behandelt. Im Fokus steht immer die Senkung und Umgestaltung unseres Rohstoffverbrauchs, auch mit Blick auf die globale Verantwortung für unseren Ressourcenverbrauch.

Broschüre

Ressourcenfluch 4.0 – Die sozialen und ökologischen Auswirkungen von Industrie 4.0 auf den Rohstoffsektor

Hrsg.: PowerShift e.V. - Verein für eine ökologisch-solidarische Energie- & Weltwirtschaft

Die Weltwirtschaft steckt – mit regional unterschiedlicher Intensität – in der Krise. Das Wirtschaftswachstum wird seit Jahren kleiner oder stagniert und die neoliberale Wirtschaftspolitik hat die globale Wirtschaft nicht regulieren können. Hoffnung bringt hingegen gerade die anstehende vierte industrielle Revolution. Unter der Industrie 4.0 wird die Digitalisierung und Automatisierung der Produktion verstanden. Damit einher geht die Entwicklung von sogenannten Zukunftstechnologien, aber auch weitere wirtschaftliche (und auch gesellschaftliche) Transformationen wie die Energiewende oder die Verkehrswende. Dies alles bedarf vieler Ressourcen und Rohstoffe. Neben den gängigen und bereits massenhaft geförderten und produzierten Rohstoffen steigt auch der Bedarf an sogenannten Spezialmetallen. Die Rohstoffgewinnung inklusive der ökologischen und sozialen Folgen wird von den Industrieländern im Globalen Norden in die Abbauländer ausgelagert. Die Publikation widmet sich nicht nur der Frage, was Industrie 4.0 eigentlich ist und welche Zukunftstechnologien dabei thematisiert werden, sondern auch, welche Rohstoffe dabei benötigt werden und welche Herausforderungen beim Abbau auftreten. 

Broschüre

Weniger Autos, mehr globale Gerechtigkeit – Diesel, Benzin, Elektro: Die Antriebstechnik allein macht noch keine Verkehrswende

Hrsg.: Bischöfliches Hilfswerk MESEREOR e.V., Brot für die Welt Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V. & PowerShift – Verein für eine solidarische Energie- und Weltwirtschaft e.V.

Der Autoverkehr und gebunden daran der wachsende Individualverkehr stehen zunehmend in der Kritik, vor allem aufgrund der hohen Emissionen aus diesem Bereich. Der Verkehrssektor ist in Deutschland für ein Fünftel aller CO2-Emissionen verantwortlich. Hinzu kommen Feinstaub und Stickoxide. Zurzeit stellen Elektroautos die beste Alternative zum Verbrennungsmotor dar. Doch die energieintensive Batteriezellenproduktion und die Elektrifizierung des Verkehrs werden den Stromverbrauch, den Flächenverbrauch und den Rohstoffbedarf für erneuerbare Energien enorm steigern. Hinzu kommt der Trend, immer größere und ressourcenintensivere Autos zu bauen. Die sozialen und ökologischen Folgen des steigenden Energie- und Rohstoffbedarfs werden externalisiert, also in Länder ausgelagert, in denen Rohstoffbau betrieben wird, die aber nicht Nutznießer der Weiterverarbeitung sind. In der aktuellen Debatte um die Verkehrswende wird über eine Veränderung des Verkehrs kaum gesprochen. Alternativen zum Auto und eine Reduzierung der mit Pkw gefahrenen Kilometerzahl tauchen kaum auf. Die vorliegende Broschüre will dies ändern. Durch das Aufzeigen der Folgen des Autoverkehrs sowohl mit Verbrennungsmotor als auch mit Elektroantrieb sollen Alternativen zu Autos mehr in den Fokus gerückt werden.

Positionspapier

Nein zum Raubbau an der Tiefsee

Hrsg.: AG Tiefseebergbau des Forums Umwelt und Entwicklung

Der Bedarf an Ressourcen – vor allem Metallen – in der Produktion von Maschinen, Automobilen und elektrischen Geräten ist enorm und wird im Zuge der gesellschaftlichen Transformationen noch ansteigen. Da die Lagerstätten an Land nur geringe Erträge liefern und auch mehr oder weniger schnell erschöpft sind, rücken die maritimen Lagerstätten in den Fokus. Um die rohstoffintensive Industrie in Deutschland zu erhalten, unterstützt die Bundesregierung eine ganze Reihe von Forschungs- und Industrieinitiativen, die den Tiefseebergbau vorantreiben. Im Positionspapier richten 15 Nichtregierungsorganisationen einen Forderungskatalog an die Bundesregierung für einen effektiven Meeresschutz, auch und besonders der Hochsee, sowie für eine restriktive Beschränkung des Tiefseebergbaus, auch mit Blick auf menschenrechtliche Sorgfaltspflichten.