Um Menschenrechte und Umwelt im Rohstoffabbau und Betroffene des weltweiten Müllproblems zu schützen, müssen wir Rohstoffe gewissenhafter nutzen und unseren Verbrauch reduzieren. Zum Beispiel durch längere Nutzung von Produkten, durch Reparatur oder Recycling: All das ist Kreislaufwirtschaft! Die Broschüre zeigt acht inspirierende Beispiele gelebter Kreislaufwirtschaft aus aller Welt und gibt praktische Tipps, wie Sie aktiv eine gerechte Rohstoffwende mitgestalten.
Zwischen Nickelboom und Palmölfluch – Ein Reiseführer durch das EU-Indonesien-Abkommen
Februar 2026
Hrsg.: Powershift e.V.
Die EU und Indonesien haben die Verhandlungen über ein sogenanntes „Comprehensive Economic Partnership Agreement“ (CEPA) abgeschlossen. Diese Publikation nimmt das Abkommen unter die Lupe – kritisch, faktenbasiert und mit dem Blick auf globale Gerechtigkeit.
Reframing Demand: A South African Perspective On Reducing Primary Metal Consumption In The Global North
Oktober 2025
Hrsg.: AIDC, Misereor, PowerShift
Der steigende Bedarf an Metallen für Energiewende und Digitalisierung verschärft bestehende soziale und ökologische Konflikte im Globalen Süden, wie das Beispiel Südafrika zeigt. Der Bergbau prägt weiterhin zentrale Wirtschaftsstrukturen, verstärkt dabei aber soziale Ungleichheit, Umweltzerstörung und Abhängigkeiten. Eine gerechte Transformation erfordert sowohl eine Verringerung der Metallnachfrage im Norden als auch industrie-, arbeitsmarkt- und sozialpolitische Alternativen im Süden.
Proposals For Reducing The Consumption Of Critical Minerals
Oktober 2025
Hrsg.: Misereor, PowerShift, Red Muqui
Die Studie beleuchtet die wachsende Nachfrage nach kritischen Rohstoffen für die Energiewende und zeigt, wie diese den sozial-ökologischen Druck auf Förderländer wie Peru massiv verschärft. Aus Perspektive betroffener Gemeinschaften wird deutlich, dass der Rohstoffboom weder zu gerechter Entwicklung noch zu nachhaltigem Wohlstand führt, sondern Konflikte, Umweltzerstörung und Abhängigkeiten vertieft. Gefordert wird eine strukturelle Reduktion des Rohstoffverbrauchs im Globalen Norden und die Stärkung post-extraktiver Alternativen.
Bauen und Wohnen mit Maß: Ansätze für mehr Wohnflächensuffizienz
Dezember 2025
Hrsg.: Netzwerk Ressourcenwende
Das Diskussionspapier des Netzwerk Ressourcenwende argumentiert, dass Wohnflächensuffizienz einen bislang unterschätzten Beitrag zur Bewältigung der Wohnungs-, Klima- und Ressourcenkrise leisten kann. Neben einer kritischen Bestandsaufnahme des politischen Rahmens zeigt es, wie ungenutzter Wohnraum durch Beratung, Umbau, Wohnpartnerschaften und gemeinwohlorientiertes Management aktiviert werden kann. Kommunale Instrumente wie aktive Bodenpolitik und Wohnraumagenturen sowie bundespolitische Reformen wie Flächenvorgaben oder ein Recht auf Wohnungstausch werden als zentrale Stellschrauben benannt. Insgesamt zeigt das Papier, dass Suffizienz erst dann sozial-ökologisch wirksam wird, wenn der politische Fokus von reinen Neubauzielen auf Bestandsentwicklung, faire Flächenverteilung und nachhaltige Raumnutzung erweitert wird.
Hrsg.: BUND, IÖW, DNR und Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie
Das Netzwerk Ressourcenwende und die darin vertretenen Organisationen fordern seit Jahren ein verbindliches Ressourcenschutzgesetz. Aber wie kann das übergeordnete Ziel von sechs bis acht Tonnen Rohstoffverbrauch pro Jahr und Kopf heruntergebrochen und für die politische Umsetzung operationalisiert werden? In der Studie werden daher drei Optionen für eine sektorale Unterteilung untersucht: Ziele für den Nachfragebereich, Ziele für die Produktionsseite und Ziele für die Rohstoffgewinnung. Die Studie diskutiert, welche der Möglichkeiten machbar sind und wo es Hindernisse gibt. Außerdem werden auch die sozio-ökonomischen Auswirkungen kurz beleuchtet.
Das Hintergrundpapier zeigt, wie der Rohstoffabbau im brasilianischen Amazonasgebiet die Widersprüche der globalen Klima- und Rohstoffpolitik offenlegt. Für die Energiewende steigt die Nachfrage nach Metallen, während Bergbauprojekte Wälder zerstören, Flüsse verschmutzen und indigene Gemeinschaften bedrohen. Nicht nur der Abbau selbst, sondern auch die begleitende Infrastruktur verursacht massive ökologische und soziale Schäden. Über globale Lieferketten sind Deutschland und die EU direkt in diese Entwicklungen eingebunden.
Das Wirtschaftssystem ist eingebettet in Ökosystemen und hängt neben der Energiezufuhr entscheidend von den Biomasse-, Mineralien- und Metall-Stoffströmen ab. Die tradierte Form des Wirtschaftens mit einer raubbauartigen Entnahme von Rohstoffen und der Deponierung von Abfallstoffen führt zu immensen Schäden und gesellschaftlichen Kosten. Mit der Position 79 stellt der BUND seine Argumente und Vorschläge für eine nachhaltige Gestaltung der Bioökonomie vor, die als ein neues Politikfeld begriffen werden sollte.
Hrsg.: dena, Wuppertal Institut und Klimaschutz-Unternehmen e. V.
Das Impulspapier zeigt, wie die Kreislaufwirtschaft zur zentralen Zukunftsstrategie für die energieintensive Industrie werden kann. Am Beispiel der Stahl-, Kunststoff- und Zementindustrie wird deutlich, dass zirkuläre Ansätze nicht nur Emissionen senken, sondern auch Kosten reduzieren und die industrielle Resilienz stärken. Das Papier formuliert 18 konkrete Empfehlungen, um Marktbedingungen, Finanzierung, Nachfrage und Regulierung wirksam auszurichten.
Re:use • Re:think • Re:volution – Das Manifest für zirkuläres Wirtschaften
September 2025
Hrsg.: Bertelsmann Stiftung
Der Booksprint zeigt, dass eine konsequent gedachte Circular Economy nur entstehen kann, wenn Wissen gebündelt, Akteure vernetzt und gemeinsame Visionen entwickelt werden. Die 23 Beiträge des Booksprints bieten vielfältige Perspektiven und zeigen, wie dringend eine koordinierte Kreislaufwende ist. Mithilfe KI-gestützter Auswertung entstand eine gemeinsame Vision, die zur Weiterentwicklung einlädt.