Wir werden überrollt. Die europäischen Omnibusgesetze und ihre Folgen für Menschenrechte, Umweltschutz und Verbraucher*innen
Juli 2026
Hrsg.: Powershift e.V.
Die Europäische Union baut zentrale Schutzstandards in einem bislang beispiellosen Tempo ab. Unter dem Schlagwort der „Vereinfachung“ werden Umwelt-, Verbraucher*innen- und Menschenrechtsvorschriften gleichzeitig geschwächt oder vollständig abgebaut. Die Publikation ordnet diese Entwicklungen systematisch ein, erklärt die politischen Hintergründe der Omnibusagenda, analysiert alle zehn bekannten Omnibuspakete und zeigt, welche Auswirkungen die geplanten Gesetzesänderungen auf Menschenrechte, Umwelt, Verbraucher*innenschutz und demokratische Entscheidungsprozesse haben.
Erz gesucht – Amazonas verloren. Warum Klimapolitik und Rohstoffwende zusammenhängen
November 2025
Hrsg.: Powershift e.V., in Zusammenarbeit mit dem Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL) und der Kooperation Brasilien (KoBra) veröffentlicht
Zur Rohstoffgewinnung werden Bergbauprojekte auch in Regionen mit hoher Biodiversität und großer Bedeutung für den Klimaschutz vorangetrieben. Das hat gravierende Folgen für die dort lebenden Menschen, Umwelt und Artenvielfalt und das regionale und globale Klima. Das Hintergrundpapier zeigt, wie der Abbau von Metallerzen wie Aluminium, Eisen oder Kupfer im brasilianischen Amazonasgebiet Wälder zerstört, Flüsse verschmutzt und Lebensräume sowie Rechte indigener und traditioneller Gemeinschaften bedroht.
Bericht
A just transition to a circular economy:Operational framework and indicators
April 2026
Hrsg.: Wuppertal Institut, World Resources Forum Association (WRF), Vlaamse Instelling voor Technologisch Onderzoek (VITO)
Das Verständnis der sozialen Auswirkungen von Kreislaufwirtschaftsstrategien ist für eine gerechte und inklusive Transformation von entscheidender Bedeutung. Die Verwirklichung einer Just Transition im Kontext einer Kreislaufwirtschaft bleibt jedoch ein komplexes und vielschichtiges gesellschaftliches Thema. Der aktuelle Bericht „A just transition to a circular economy: Operational framework and indicators“ überführt die bisherigen Überlegungen zu sozial gerechter Kreislaufwirtschaft in einen operativen Rahmen mit konkreten Indikatoren.
Ressourcenleicht leben 2045: Den deutschen Ressourcenverbrauch halbieren
März 2026
Hrsg.: WWF Deutschland
Wie könnte eine gerechte, lebenswerte und ressourcenschonende Gesellschaft aussehen? Im Projekt Ressourcenleicht Leben 2045 entwickelten wir gemeinsam mit Bürger:innen Zukunftsvisionen für ein nachhaltiges Leben, verankerten diese in wissenschaftlichen Szenarien und legen so die Basis für Veränderungen in Gesellschaft und bei politischen Rahmenbedingungen. Das WWF-Booklet liefert weitere Hintergründe, Personas und Politikinstrumente für eine ressourcenschonende Zukunft.
Mine, recycling and trust: Chances and Challenges for a resilient EU battery supply chain
März 2026
Hrsg.: WWF Germany, Engels Consulting, Öko-Institut
Dieser Bericht befasst sich eingehend und offen mit der Frage, was Europa tatsächlich tun muss, um seinen Bedarf an Batteriematerialien zu decken. Er beleuchtet die Themen Rohstoffgewinnung, Recycling und politische Steuerung im Zusammenspiel – denn kein einzelner Ansatz reicht für sich allein aus, und eine ehrliche Bewertung kann es sich nicht leisten, diese Aspekte isoliert zu betrachten.
Wissenschaftliche Begleitung des Umsetzungsplans zur Nationalen Bioökonomiestrategie
Juli 2026
Hrsg.: Umweltbundesamt
Ein Forschungsprojekt im Auftrag des Umweltbundesamt zur nachhaltigen Bioökonomie liefert zentrale Hinweise auf aus ökologischer Sicht besonders wichtige Aspekte, die bei der Transformation zur Bioökonomie beachtet bzw. kritisch begleitet werden müssen. Insbesondere die Konflikte zwischen Naturschutz und Ressourcennutzung, bedingt durch Nutzungskonkurrenz, gilt es stärker in den Blick zu nehmen.
Im Sommer 2026 tritt mit der Umsetzung der EU-Richtlinie 2024/1799 ein weiterer Schritt zur Stärkung des Rechts auf Reparatur in Kraft. Bis zum 31. Juli 2026 ist Deutschland verpflichtet, die Vorgaben in nationales Recht zu überführen. Eine ambitionierte und möglichst schlupflochfreie Ausgestaltung kann den Verbraucherschutz stärken und den Übergang zu einer kreislauforientierten Wirtschaft wirksam voranbringen. Das Diskussionspapier zeigt den aktuellen Stand des Rechts auf Reparatur in Deutschland und der EU auf und nennt konkrete politische Anknüpfungspunkte für eine erfolgreiche Umsetzung des rechtlichen Rahmens in die Praxis.
Fast sechs Millionen Tonnen Plastikmüll fielen 2023 in Deutschland an. Ob als Tüte, Trinkbecher, Kinderspielzeug oder Abfall: Kunststoffe belasten unsere Gesundheit und die Ökosysteme. Die vorliegende Broschüre soll aufklären und als Anregung dienen, Plastik möglichst zu meiden und auf nachhaltige Alternativen zu setzen.
Entwurf für ein Kreislaufwirtschaftsgesetz in Österreich
März 2026
Hrsg.: Global 2000
Vier Erden wären nötig, um den Ressourcenverbrauch in Österreich zu decken – ein „Weiter wie bisher“ ist keine Option. Während politische Lösungen ausbleiben, wird Global 2000 konkret: Mit einem ausgearbeiteten Entwurf für ein Kreislaufwirtschaftsgesetz liefern sie einen klaren Vorschlag, wie Österreich den Weg aus der Wegwerfgesellschaft schaffen kann.
Ressourcenfluch: Warum Länder nicht vom Rohstoffreichtum profitieren
Februar 2026
Hrsg.: Werkstatt Ökonomie e.V.
Viele Länder des Globalen Südens sind reich an begehrten metallischen Rohstoffen wie Kobalt, Lithium oder Kupfer. Doch wenn wir uns einige der rohstoffreichsten Länder anschauen, sehen wir, dass die wirtschaftliche Lage schlecht ist und viele Menschen in extremer Armut leben. Warum profitieren diese Länder nicht von ihrem eigenen Reichtum? Was steckt hinter dem Ressourcenfluch und warum bleibt der erhoffte Aufschwung so oft aus? Das Factsheet beleuchtet die wirtschaftswissenschaftlichen Hintergründe zu diesen Fragen und zeigt Perspektiven für eine wirtschaftliche Entwicklung auf.