Das Hintergrundpapier zeigt, wie der Rohstoffabbau im brasilianischen Amazonasgebiet die Widersprüche der globalen Klima- und Rohstoffpolitik offenlegt. Für die Energiewende steigt die Nachfrage nach Metallen, während Bergbauprojekte Wälder zerstören, Flüsse verschmutzen und indigene Gemeinschaften bedrohen. Nicht nur der Abbau selbst, sondern auch die begleitende Infrastruktur verursacht massive ökologische und soziale Schäden. Über globale Lieferketten sind Deutschland und die EU direkt in diese Entwicklungen eingebunden.
Das Wirtschaftssystem ist eingebettet in Ökosystemen und hängt neben der Energiezufuhr entscheidend von den Biomasse-, Mineralien- und Metall-Stoffströmen ab. Die tradierte Form des Wirtschaftens mit einer raubbauartigen Entnahme von Rohstoffen und der Deponierung von Abfallstoffen führt zu immensen Schäden und gesellschaftlichen Kosten. Mit der Position 79 stellt der BUND seine Argumente und Vorschläge für eine nachhaltige Gestaltung der Bioökonomie vor, die als ein neues Politikfeld begriffen werden sollte.
Hrsg.: dena, Wuppertal Institut und Klimaschutz-Unternehmen e. V.
Das Impulspapier zeigt, wie die Kreislaufwirtschaft zur zentralen Zukunftsstrategie für die energieintensive Industrie werden kann. Am Beispiel der Stahl-, Kunststoff- und Zementindustrie wird deutlich, dass zirkuläre Ansätze nicht nur Emissionen senken, sondern auch Kosten reduzieren und die industrielle Resilienz stärken. Das Papier formuliert 18 konkrete Empfehlungen, um Marktbedingungen, Finanzierung, Nachfrage und Regulierung wirksam auszurichten.
Re:use • Re:think • Re:volution – Das Manifest für zirkuläres Wirtschaften
September 2025
Hrsg.: Bertelsmann Stiftung
Der Booksprint zeigt, dass eine konsequent gedachte Circular Economy nur entstehen kann, wenn Wissen gebündelt, Akteure vernetzt und gemeinsame Visionen entwickelt werden. Die 23 Beiträge des Booksprints bieten vielfältige Perspektiven und zeigen, wie dringend eine koordinierte Kreislaufwende ist. Mithilfe KI-gestützter Auswertung entstand eine gemeinsame Vision, die zur Weiterentwicklung einlädt.
Wie Transformation Verbindung schafft – eine politische Handlungsagenda
August 2025
Hrsg.: Institut für ökologische Wirtschaftsforschung
Das Magazin zeigt, dass eine sozial-ökologische Transformation nur gelingen kann, wenn ökologische Notwendigkeiten und soziale Gerechtigkeit gemeinsam gedacht werden. In Workshops und Interviews entwickelten Sozial-, Umweltverbände und Gewerkschaften Empfehlungen für eine Politik, die Ungleichheiten abbaut und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt. Die Beiträge verdeutlichen, wie neue Allianzen entstehen können und welche Konflikte, etwa beim Gebäudeenergiegesetz, vorausschauend bearbeitet werden müssen. Praxisbeispiele aus Diakonie, BUND und DGB zeigen Erfolge, aber auch bestehende Hürden. Das Magazin richtet sich an Politik wie Zivilgesellschaft und bietet Impulse für gerechte Transformationspfade.
Für ein gutes Leben auf der Erde ist eine Ressourcenwende unumgänglich. Dazu trägt die Stadt Wien ihren Teil bei, denn viele Hebel der Ressourcenschonung liegen in städtischer Hand. Sie tragen dazu bei, die Klima- und Umweltziele zu erreichen und eine nachhaltige Entwicklung innerhalb der planetaren Grenzen sicher zu stellen. Außerdem stärken sie auf regionaler Ebene die Versorgungssicherheit. Die Ziele und Prinzipien der Wiener Kreislaufwirtschaft sowie die wesentlichen Hebel für die Umsetzung sind in dieser Strategie festgehalten.
Schöner ohne Müll – Wie kommen wir raus aus der Wegwerfspirale?
September 2025
Hrsg.: Global 2000
Der Müllreport zeigt: Maßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette sind notwendig, um Österreich wirklich “Schöner ohne Müll” zu machen. Um die „Krankheit des Überkonsums“ zu heilen, müssen die systemischen Ursachen konsequent angegangen werden. Dazu gehören mittel- und langfristige Maßnahmen zur Reduktion des Ressourcenverbrauchs ebenso wie sofortige Maßnahmen zur Müllvermeidung.
Refurbished statt neu: Die zweite Chance fürs Smartphone
September 2025
Die Untersuchung zeigt, dass refurbished Smartphones europaweit zunehmend an Bedeutung gewinnen und bei vielen Verbraucher:innen auf Interesse stoßen – auch wenn die tatsächliche Nutzung noch zurückbleibt. Unterschiede bestehen zwischen Ländern und Generationen: Jüngere greifen häufiger zu gebrauchten Geräten, während viele ältere weiterhin auf Neukäufe setzen. Hindernisse bleiben kurze Nutzungsdauern und ungenutzte „Schubladenhandys“. Politische Maßnahmen wie Reparaturboni, Energielabels oder sichere Datentransfers stoßen auf breite Zustimmung und könnten den Markt stärken. Refurbished Geräte haben damit das Potenzial, zu einem zentralen Bestandteil der Kreislaufwirtschaft zu werden.
Die Studie untersucht erstmals systematisch den Grundwasserstress in deutschen Landkreisen und zeigt, dass die Entnahme regional häufig die verfügbare Neubildung übersteigt. Besonders betroffen sind Gebiete mit hoher landwirtschaftlicher Nutzung, Industrie und wachsendem Wasserbedarf durch den Klimawandel. Die Analyse macht deutlich, dass Grundwasser als zentrale Lebensressource strukturell gefährdet ist und eine nachhaltige Nutzung dringend notwendig wird. Sie liefert wissenschaftliche Grundlagen für politische Entscheidungen, die Wasserverteilung gerechter und zukunftsfähiger gestalten sollen.
Die Publikation analysiert die aktuelle Debatte um den heimischen Bergbau in Deutschland und stellt dessen ökologische, soziale und ökonomische Auswirkungen in den Mittelpunkt. Sie zeigt, dass ein Ausbau des Bergbaus erhebliche Umweltzerstörungen und Eingriffe in Natur und Landschaft mit sich bringen würde und zugleich Fragen der Akzeptanz in der Bevölkerung aufwirft. Statt auf neue Abbauprojekte zu setzen, plädiert der Text für eine Reduktion des Ressourcenverbrauchs, die Stärkung der Kreislaufwirtschaft und die konsequente Umsetzung von Suffizienzstrategien.