Was nützt (D-) EITI?

Hrsg.: Forum Umwelt & Entwicklung | Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (Januar 2021)

Die Transparenzinitiative über den Rohstoffabbau in Deutschland auf dem Prüfstand 

Kennen Sie die EITI?
Wenn nicht, ist das nicht verwunderlich, denn bisher hat die internationale Initative für einen transparenten Rohstoffsektor und ihre deutsche Umsetzung für wenig öffentliches Interesse gesorgt. Auch in der deutschen NGO-Welt sind die D-EITI und ihre Berichte wenig bekannt. Zu Recht? Ist die D-EITI nur eine weitere Multi-Stakeholder-Initiative mit der sich die Privatwirtschaft und Regierung schmücken können, ohne einen wirklichen Mehrwert zu liefern? Oder legt sie doch relevante Informationen über den heimischen Rohstoffabbau offen, die so bisher nicht verfügbar waren?

Das Paper gibt einen Überblick über Aufbau und Funktionsweise der EITI, die Umsetzung der EITI in Deutschland und bewertet die bisherigen Inhalte der EITI-Berichteaus zivilgesellschaftlicher Perspektive.

Ansatzpunkte für eine gesellschaftliche Ressourcenpolitik „Post Corona“

Hrsg.: Umweltbundesamt

Politikpapier – Teilergebnisse aus dem Projekt „Trendradar Ressourcenpolitik: Sozio-ökonomische und sozio-kulturelle Treiber der Ressourcennutzung und Potenziale nicht-technischer Maßnahmen und Instrumente der Ressourcenschonung“

Die Covid-19-Pandemie in der ersten Hälfte des Jahres 2020 hat das Alltagshandeln und Alltagsdenken der Menschen in Deutschland massiv beeinflusst. Vor diesem Hintergrund hat das Umweltbundesamt im Rahmen des Projekts „Trendradar Ressourcenpolitik“ eine zusätzliche qualitativ-empirische Studie in Auftrag gegeben, in der Auswirkungen der Corona-Krise auf ökologische Themen im Allgemeinen und auf die Einschätzung von im Projekt für die Ressourcenpolitik relevante Trends im Besonderen untersucht werden sollten. Im Ergebnis lässt sich festhalten, dass die Corona-Krise bis dato zu keinen grundlegenden Veränderungen im Alltagsbewusstsein und in den alltäglichen Verhaltensdispositionen geführt hat. Sie hat aber vorher schon vorhandene kognitive Dissonanzen, konative Dilemmata und emotionale Konflikte weiter verschärft – und führt dazu, dass sich die diesbezüglichen Diskurse zuspitzen. Gleichzeitig sind die Menschen offener für neue Perspektiven geworden und die Bereitschaft, sich mit neuen Problemlösungsansätzen zu beschäftigen, ist gestiegen. Für die Nachhaltigkeits- und Ressourcenpolitik ergeben sich daraus unterschiedliche konzeptionelle und kommunikative Ansätze sowie eine besondere Dringlichkeit, jetzt zu intervenieren.

Policypapier

Handlungsbedarfe und Optionen für eine innovationsorientierte Ressourcenpolitik

Hrsg.: Klaus Jacob et al.

In dem Policypapier werden Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Ressourcenpolitik in Deutschland ausgesprochen: Bis 2050 sollte die Nutzung von Materialien auf 10t/Person und Jahr reduziert werden. Denn wenn der Materialinput in die Wirtschaftskreisläufe wirksam begrenzt wird, dann werden auch andere natürliche Ressourcen wie Land, Wasser, Energie und Biodiversität geschont. Umweltpolitik sollte sich daher verstärkt dem Thema widmen. Dies erfordert eine Integration von ressourcenpolitischen Grundsätzen und Zielen in den verschiedenen Politikfeldern und auf unterschiedlichen Politikeebenen.

Marktanreize alleine reichen nicht aus um die Effizienz der Ressourcennutzung zu verbessern. Durch ökonomische Anreize und Ordnungsrecht sollten ambitioniertere Ansätze entwickelt werden. Die Modellanalysen von PolRess zeigen, dass von einer forcierten Ressourcenpolitik nicht nur positive Umweltwirkungen, sondern auch positive Wirkungen auf Wirtschaftsleistung und Beschäftigung erwartet werden können.

Um diese Potentiale zu realisieren, bedarf es einer Stärkung der Ressourceneffizienzstrategie, auch dazu werden in dem Policypapier Vorschläge gemacht.