Im Sommer 2026 tritt mit der Umsetzung der EU-Richtlinie 2024/1799 ein weiterer Schritt zur Stärkung des Rechts auf Reparatur in Kraft. Bis zum 31. Juli 2026 ist Deutschland verpflichtet, die Vorgaben in nationales Recht zu überführen. Eine ambitionierte und möglichst schlupflochfreie Ausgestaltung kann den Verbraucherschutz stärken und den Übergang zu einer kreislauforientierten Wirtschaft wirksam voranbringen. Das Diskussionspapier zeigt den aktuellen Stand des Rechts auf Reparatur in Deutschland und der EU auf und nennt konkrete politische Anknüpfungspunkte für eine erfolgreiche Umsetzung des rechtlichen Rahmens in die Praxis.
Bauen und Wohnen mit Maß: Ansätze für mehr Wohnflächensuffizienz
Dezember 2025
Hrsg.: Netzwerk Ressourcenwende
Das Diskussionspapier des Netzwerk Ressourcenwende argumentiert, dass Wohnflächensuffizienz einen bislang unterschätzten Beitrag zur Bewältigung der Wohnungs-, Klima- und Ressourcenkrise leisten kann. Neben einer kritischen Bestandsaufnahme des politischen Rahmens zeigt es, wie ungenutzter Wohnraum durch Beratung, Umbau, Wohnpartnerschaften und gemeinwohlorientiertes Management aktiviert werden kann. Kommunale Instrumente wie aktive Bodenpolitik und Wohnraumagenturen sowie bundespolitische Reformen wie Flächenvorgaben oder ein Recht auf Wohnungstausch werden als zentrale Stellschrauben benannt. Insgesamt zeigt das Papier, dass Suffizienz erst dann sozial-ökologisch wirksam wird, wenn der politische Fokus von reinen Neubauzielen auf Bestandsentwicklung, faire Flächenverteilung und nachhaltige Raumnutzung erweitert wird.
Hrsg.: BUND, IÖW, DNR und Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie
Das Netzwerk Ressourcenwende und die darin vertretenen Organisationen fordern seit Jahren ein verbindliches Ressourcenschutzgesetz. Aber wie kann das übergeordnete Ziel von sechs bis acht Tonnen Rohstoffverbrauch pro Jahr und Kopf heruntergebrochen und für die politische Umsetzung operationalisiert werden? In der Studie werden daher drei Optionen für eine sektorale Unterteilung untersucht: Ziele für den Nachfragebereich, Ziele für die Produktionsseite und Ziele für die Rohstoffgewinnung. Die Studie diskutiert, welche der Möglichkeiten machbar sind und wo es Hindernisse gibt. Außerdem werden auch die sozio-ökonomischen Auswirkungen kurz beleuchtet.
Bewertung der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie
Februar 2025
Hrsg.: Netzwerk Ressourcenwende
Das Netzwerk Ressourcenwende begrüßt die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS), welche wichtige Impulse für Ressourcenschutz setzt, aber verbindliche Maßnahmen und gesetzliche Vorgaben braucht. Ein Ressourcenschutzgesetz mit klaren Reduktionspfaden, Monitoring und Sanktionen ist essenziell. Statt auf technologische Scheinlösungen sollte stärker auf Mehrweg, langlebige Produkte und Rezyklate gesetzt werden. Finanzielle Anreize müssen kreislauforientierte Wirtschaftspraktiken fördern, während ressourcenintensive Subventionen abgebaut werden. Die NKWS muss zudem globale Gerechtigkeit stärker berücksichtigen und Partnerschaften an den Bedürfnissen der Partnerländer ausrichten.
Stellungnahme zum Entwurf einer Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie
August 2024
Hrsg.: Netzwerk Ressourcenwende
Die unterzeichnenden Organisationen aus dem erweiterten Umfeld des Netzwerks Ressourcenwende begrüßen den Entwurf einer Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) und sehen ihn als ersten wichtigen Schritt hin zu einer ressourcenschonenden und sozial ausgleichenden Kreislaufwirtschaft in Deutschland. In dieser Stellungnahme gehen sie auf Potenziale und Schwachstellen des Entwurfs ein.
Handlungsbedarf für eine erfolgreiche Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie: Impulse auf dem Weg zur NKWS
September 2023
Hrsg.: Netzwerk Ressourcenwende
Unterstützt von zahlreichen gemeinnützigen Organisationen hat das Netzwerk Ressourcenwende Forderungen dazu formuliert, wie die NKWS gestaltet werden muss, um eine wirksame Ressourcenwende zu erzielen. Die NKWS hat das Potential ein gestaltendes Instrument für den Wandel in Sachen Ressourcennutzung zu sein. Dazu benötigt es allerdings verbindliche und ressortübergreifende Maßnahmen und Ziele. Wo das Netzwerk und seine Unterstützer*innen noch Handlungsbedarf sehen, wird im folgenden Papier erläutert.
Das Netzwerk Ressourcenwende
Juli 2023
Hrsg.: Umweltbundesamt, Netzwerk Ressourcenwende
Die Dokumentation beschreibt den Prozess der Netzwerkbildung zwischen zivilgesellschaftlichen und wissenschaftlichen Akteuren der Ressourcenpolitik. Eine gemeinsame Analyse der Möglichkeiten und Grenzen des transdisziplinären Austauschs bildet den Ausgangspunkt. Die neu geschaffene Online-Plattform Ressourcenwende unterstützt die themenbezogene Vernetzung und fortlaufende Aufbereitung fachlicher Informationen. Ein kollektives Selbstverständnis der Netzwerkmitglieder fördert die Teilnahme am ressourcenpolitischen Diskurs. Aus der Zusammenarbeit gehen Veröffentlichungen und Diskussionspapiere hervor. Entwicklungsschritte von Forschungsprojekten für die Transformation sowie Gestaltungsmöglichkeiten des sozial-ökologischen Wandels im Wohnungs- und Bauwesen sind zentrale Themen. Die Publikation zum downloaden findet ihr hier.
Bedingungen für den Erfolg der nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie
April 2023
Hrsg.: Netzwerk Ressourcenwende
Die Bundesregierung arbeitet an einer nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie. Kreisläufe in Produktionen sind ein wichtiger Teil, um Ressourcen zu schonen, allerdings gibt es physikalische Grenzen. Damit eine nachhaltige Ressourcennutzung gelingt, haben wir als Netzwerk Ressourcenwende Rahmenbedingungen formuliert, die aus unserer Sicht für dieses Ziel unerlässlich sind.
Seit vier Jahren arbeitet das Netzwerk Ressourcenwende transdisziplinär mit Vertreter*innen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Neben dem politischen Ziel, in der Ressourcenpolitik zu wirken, will das Netzwerk auch die Zusammenarbeit und den Transfer zwischen Forschung und Zivilgesellschaft über die Ressourcenfrage hinaus stärken. Zivilgesellschaftlich fundiertes Wissen ist für die Lösung kommender sozial-ökologischer Transformationskonflikte notwendig: Wissen, das hilft, Verteilungsfragen besser zu begreifen; Wissen, das politische Forderungen provozieren kann; aber auch Wissen, das direkt dabei hilft, Wirtschaftsaktivitäten oder Infrastrukturen ressourcenschonender zu machen.
In dieser Broschüre stellen wir Zehn Etappen für eine systematischere Zusammenarbeit von Wissenschaft und Zivilgesellschaft vor.
Wir brauchen eine sozial-ökologische Wohn- und Bauwende
Januar 2022
Hrsg.: Netzwerk Ressourcenwende
Aus der Arbeit des Netzwerk Ressourcenwende ist ein Zusammenschluss aus 14 Organisationen entstanden. Das Bündnis aus Sozialverbänden, Umweltschutzorganisationen und Akteuren der Bau- und Wohnwirtschaft fordert eine sozial-ökologische Wohn- und Bauwende. Die Forderung nach Klimaschutz und mehr bezahlbarem Wohnraum, werden jedoch politisch häufig gegeneinander ausgespielt. Wir als zivilgesellschaftliche Akteure denken die sozialen und ökologischen Herausforderungen im Bereich Wohnen und Bauen zusammen. Das erwarten wir auch von der Bundespolitik.