Studie

CO2-neutral bis 2035: Eckpunkte eines deutschen Beitrages zur Einhaltung der 1,5-°C-Grenze.

Hrsg.: Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH

Im Auftrag von Fridays for Future, die mittlerweile seit zwei Jahren für eine lebenswerte Zukunft und Klimagerechtigkeit streiken, hat das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie eine Studie durchgeführt, um herauszufinden, was die 1,5-°C-Grenze für Deutschland bedeutet und welche Möglichkeiten aus heutiger Sicht bestehen, sie einzuhalten. Das Wuppertal Institut erklärt: Das Einhalten der 1,5-°C-Grenzmarke ist nur dann möglich, wenn Deutschland bis etwa 2035 CO2-neutral wird und auch nur dann, wenn die Emissionen schon in den unmittelbar vor uns liegenden Jahren extrem sinken. Das Erreichen von CO2-Neutralität wäre “bis zum Jahr 2035 aus technischer und ökonomischer Sicht zwar extrem anspruchsvoll […], grundsätzlich aber möglich”,  so die Studie. Basierend auf diesen Erkenntnissen wurde in der Studie untersucht, was zum Erreichen von CO2-Neutralität bis 2035 in den Sektoren Energiewirtschaft, Industrie, Verkehr und Gebäude notwendig ist.

Dabei spielt Wasserstoff im Energiesektor und in der Industrie eine Schlüsselrolle. Um ausreichende Mengen von klimaneutralen Wasserstoff produzieren zu können muss der Ausbau von erneuerbaren Energien verstärkt werden. Da das allein nicht reicht, müssen klimaneutrale Energieträger importiert werden. Darüber hinaus spielt in der Industrie auch die Etablierung einer Kreislaufwirtschaft eine große Rolle, da dies den Energiebedarf der Industrie enorm senken würde.

Die Studienergebnisse zeigen also: 1,5-°C-Politik kann von deutscher Seite nur noch gewährleistet werden, wenn sich die Bundesregierung sofort umfassend auf die Reduktion der CO2-Emissionen fokussiert und Klimathemen in allen Politikbereichen priorisiert.