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Erklärung:
Hauptziel des Deutschen Ressourceneffizienzprogramms ist es, die Nutzung natürlicher Ressourcen nachhaltiger zu gestalten und so die natürlichen Lebensgrundlagen zu sichern. Der Bundestag muss alle vier Jahre über die Entwicklungen der Ressourceneffizienz berichten und das Ressourceneffizienzprogramm fortschreiben.

Auftraggeber:
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Land:
Deutschland

Webseite:
www.bmu.de

Downloads:
> Broschüre ProgRess II (2,44 MB) > Deutsches Ressourceneffizienzprogramm III (956,18 kB)

Deutsches Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess)

2020

Im Juni 2020 wurde das neue Deutsche Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess III) verabschiedet. Unter Berücksichtigung aktueller umweltpolitischer Herausforderungen schreibt es das alte Programm fort und formuliert Ziele, Leitideen und Handlungsansätze zum Schutz der natürlichen Ressourcen. ProgRess III bietet einen umfassenden Überblick in die Ergebnisse und Evaluierung von Progress II, woraus Schlüsse für die weitere Entwicklung des Programms gezogen wurden. Im Mittelpunkt stehen die „Instrumente und Maßnahmen“. Hier werden konkrete Möglichkeiten vorgestellt, die Nutzung von natürlichen Ressourcen effizienter und deren Beschaffung verantwortungsvoller zu gestalten. Insbesondere Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagementsysteme wie EMAS sollen ein geeignetes Mittel darstellen, um ressourceneffizient entlang der Wertschöpfungskette zu arbeiten und Umwelt- und Sozialstandards besser zu berücksichtigen. EMAS-Unternehmen sollen bevorzugt und so bspw. im Bereich der öffentlichen Beschaffung zur Ressourcenschonung beitragen.

2019

In Mai fanden insgesamt drei „Bürgerwerkstätten“ zu ProgRess III statt (in Erfurt, Hannover und Ludwigshafen) und es gab einen Online-Bürgerdialog. Nach nicht abgeschlossener Ressortabstimmung begann im Dezember das Beteiligungsverfahren für Länder und Verbände. Diese haben einen Monat Zeit, Stellungnahmen einzureichen.

2016

Am 2. März wurde die Fortschreibung ProgRess II vom Bundeskabinett verabschiedet. Wieder liegt der Fokus auf der Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Ressourceneinsatz. Bekenntnisse zur absoluten Senkung des Ressourcenverbrauchs und eine sinnvolle Berücksichtigung von Rebound-Effekten fehlen nach wie vor.

2015

Es fanden insgesamt fünf „Bürgerwerkstätten“ zur Fortschreibung von ProgRess statt (in Berlin, Jena, Hameln, Heubach und Düsseldorf). Darüber hinaus gab es einen Online-Dialog und einen Workshop mit Bürgerbotschafter*innen der Werkstätten. Die 200 Teilnehmenden wurden dabei per Zufallsauswahl nominiert.

2012

Ende Februar 2012 wurde das erste Deutsche Ressourceneffizienzprogramm vom Bundeskabinett verabschiedet. Der Fokus des Programms liegt auf der Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Ressourceneinsatz durch freiwillige Maßnahmen und Handlungsempfehlungen. Neben verbindlichen Vorgaben und Sanktionsmöglichkeiten fehlt auch ein Bekenntnis zur absoluten Senkung des Ressourcenverbrauchs. Zur wissenschaftlichen Begleitung des Programms wurde von BMUB und UBA das Projekt PolRess (kurz für Ressourcenpolitik) initiiert und an die FU Berlin, das Ecologic-Institut und das Öko-Institut vergeben.

Die Bundesregierung ist verpflichtet, alle vier Jahre dem deutschen Bundestag über die Entwicklung der Ressourceneffizienz zu berichten. Darüber hinaus soll im gleichen Turnus das Ressourceneffizienzprogramm fortgeschrieben werden.

2010

Die Bundesregierung verabschiedet die Rohstoffstrategie. In dieser wird die Erstellung eines nationalen Ressourceneffizienzprogramms beschlossen.

2007

Gründung des Netzwerkes Ressourceneffizienz. Mit dem Ziel, die Erfahrungen in dem Bereich zu bündeln und Akteure aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zu verbinden. Das Netzwerk wird vom Bundesumweltministerium geleitet.