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Uhrzeit: 19:00 – 21:00 Uhr

Ort:
Stuttgart,
Charlottenpl. 17, 70173 Stuttgart

Veranstaltende:
Welthaus Stuttgart
koordination[at]welthaus-stuttgart.de
www.welthaus-stuttgart.de

  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.
Mo. 22. September 2025

Rohstoffgerechtigkeit: Simbabwe im Lithiumrausch

Lithium gehört seit einigen Jahren zu den gefragtesten Rohstoffen weltweit und ist zentral für die grüne Transformation. Das Leichtmetall ist beispielsweise ein zentraler Bestandteil von Batterien in Elektroautos. Die immer weiter steigende Nachfrage hat erhebliche Auswirkungen auf ressourcenreiche Länder wie Simbabwe. Simbabwe verfügt über die größten Lithiumreserven Afrikas und die fünftgrößten weltweit. Das Land erlebt derzeit einen Lithiumboom und zahlt dafür einen hohen Preis: Umweltzerstörung, Vertreibung und soziale Konflikte prägen den Alltag in den Abbaugebieten. Viele lokale Gemeinschaften profitieren kaum von der Energiewende – stattdessen werden koloniale Machtstrukturen zwischen Nord und Süd verfestigt, bei denen Gewinne und Kosten höchst ungleich verteilt sind.

Aktivist:innen vom Centre for Natural Resource Governance (CNRG) haben in einer aktuellen Studie die Auswirkungen des Lithiumabbaus dokumentiert: Zwangsumsiedlungen, soziale Spannungen, Umweltzerstörung und Gesundheitsprobleme durch verschmutztes Trinkwasser belasten das Leben der Menschen vor Ort. Sie werden vor Ort in Stuttgart sein und von den Auswirkungen des Abbaus bei Ihnen in Simbabwe berichten.

Auf der Abendveranstaltung werden die Ergebnisse der Studie diskutiert und zum Nachdenken angeregt: Welche Verantwortung trägt der Globale Norden für die Folgen der Energiewende? Wie können wir sicherstellen, dass der Übergang zu erneuerbaren Energien nicht auf Kosten der Menschen in den Abbauländern erfolgt?

Die Referentinnen:

Ndaizivei Garura ist Sozialwissenschaftlerin und ausgewiesene Expertin für Umweltpolitik mit Spezialisierung auf Umweltrecht, Gender und Rohstoffgewinnung, Klimagerechtigkeit und Mineralressourcen-Governance. Sie setzt sich leidenschaftlich für die Rechte betroffener Gemeinden und nachhaltige Entwicklung ein.

 Zacharia Grand ist Postdoktorand mit Expertise in den Bereichen Klimawandel, Governance, kritische Mineralien und globale Partnerschaften.

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