Landwirtschaft

Ressourcenknappheit umfasst nicht nur extraktive Rohstoffe oder fossile Energieträger, sondern ebenso unsere natürlichen Lebensgrundlagen: Wasser, Boden und Luft, die wir alle zur Produktion von Nahrung brauchen. Die Fläche von erodierten, versalzenen und verwüsteten Böden nimmt jährlich zu. Damit schwindet die für den Menschen nutzbare Agrarfläche.

Um die Produktivität dennoch hoch zu halten, werden neuen Flächen durch Rodung erschlossen oder bestehende intensiver genutzt und durch synthetischen Dünger und industrielle Nutzung produktiver gemacht – zumindest kurzfristig. Denn die industrielle Landwirtschaft zerstört stetig ihre Grundlagen und verschärft auf Dauer die Probleme einschließlich der diversen Konflikte um Zugang zu Land, Versorgungsicherheit und globalen Abhängigkeiten. Die stetige Effizienzsteigerung, indem mit immer weniger Aufwand und Einsatz mehr Lebensmittel produziert werden, ist nicht nur durch die fehlende Nachhaltigkeit an ihren Grenzen.

Eine Ressourcenwende bedeutet hier, einen verantwortungsvollen Umgang mit zur Nahrungsmittelproduktion wichtigen Ressourcen und eine regional angepasste, kleinteilige und ökologische Landwirtschaft, bei der die natürliche Produktivität gefördert wird. Damit dies gelingt, können aber nicht nur Produktionsmuster geändert werden, sondern müssen sich auch die Konsummuster ändern und an den planetaren Grenzen ausgerichtet sein.