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Ausgabe 14/2024: Neues aus dem Team | Ressourcenschutzgesetz | Strategien im Wandel am Beispiel der Ressourcenwende

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Newsletter #14, April 2024

Liebe Lesende,

das Netzwerk Ressourcenwende startete dieses Jahr mit viel Kraft, neuen Ideen und einer personellen Veränderung: wir haben Benedikt Jacobs in die Elternzeit verabschiedet und wünschen ihm eine wunderschöne Zeit mit seiner Familie. Als seine Elternzeitvertretung begrüßen wir ganz herzlich seit Februar Moritz Böttcher und freuen uns sehr auf die gemeinsame Zusammenarbeit. Moritz erreicht ihr direkt über Moritz.Boettcher@bund.net.

Um die NKWS ist es in letzter Zeit ruhiger geworden. Dafür haben wir diese Woche gleich 2 Veranstaltungen im Netzwerk durchgeführt. Neben unserem Netzwerktreffen fand auch die eine spannende Podiumsdiskussion im Rahmen der neuen Veranstaltungsreihe "Strategien im Wandel" statt. Auf dem Podium diskutierten Sophie Lampl (Geschäftsführerin Programm bei Greenpeace), Antje von Broock (Geschäftsführerin für Politik und Kommunikation beim BUND) und Lasse Thiele (Referent für Klimagerechtigkeit im Konzeptwerk Neue Ökonomie) darüber wie wir effektivere und der Ressourcenkrise angemessenere Lösungswege fordern können. 

Im Netzwerk sind wir weiterhin im regen Austausch zu den Potentialen eines Ressourcenschutzgesetzes. Dazu haben wir uns mit mehreren Zivilgesellschaftlichen Akteur*innen getroffen und Vorstellungen, Ideen und Visionen ausgetauscht. Wenn ihr und eure Organisation ebenfalls interessiert an dem Austausch seid, meldet euch gern bei Maria. 

Um über zukünftige Veranstaltungen des Netzwerks besser informiert zubleiben, empfehlen wir euch die Aufnahme in unseren Verteiler. Über diesen erhaltet ihr weitere Einladungen und Infos zu unseren Veranstaltungen. Schreibt dazu gern eine Mail an Maria.Michaelys@bund.net.

Viel Spaß mit den folgenden Texten und Veranstaltungstipps.

Euer Netzwerk Ressourcenwende

Aktuelle Blogbeiträge
Neuigkeiten

Kompromiss zur EU-Verpackungsverordnung getroffen

Am 4. März erzielten EU Rat und Parlament eine Einigung über die EU Verordnung über Verpackung und Verpackungsabfälle. Der Kompromiss beinhaltet unteranderem Reduktionsziele von Verpackungsmüll für die Mitgliedstaaten von 5 % bis 2030, 10 % bis 2035 und 15 % bis 2040. Verbote gibt es bei Plastikverpackungen für Obst und Gemüse, Lebensmittel für den Verzehr vor Ort und oder für kleine Verpackungen in Hotels. Zudem konnte sich auf das Verbot von PFAS, den sogenannten Ewigkeitschemikalien, geeinigt werden.

Förderprogramm DigiRess geht im Rheinischen Revier an den Start 

Am 5. März verkündete das BMUV in einer Pressemitteilung, dass das Förderprogramm DigiRess für kleine und mittlere Unternehmen in der Modellregion im Rheinischen Revier starten soll. Bei dem Programm können sich kleine und mittlere Unternehmen mit ihren Vorhaben auf Unterstützung bewerben. DigiRess (Digitale Anwendungen zur Steigerung der Ressourceneffizienz in zirkulären Produktionsprozessen) soll ökologische Innovationen fördern, um Prozesse ökologischer und ressourceneffizienter zu gestalten. 

EU Mitgliedsstaaten einigen sich auf Lieferkettengesetz

Am 15. März konnte trotz deutscher Enthaltung doch noch eine Einigung zum Lieferkettengesetz erzielt werden. Das gibt die Hoffnung, dass Menschenrechte in internationalen Lieferketten nun endlich besser geschützt werden können. Trotz einiger Abschwächungen geht das EU-Lieferkettengesetz weiterhin über die derzeitige deutsche Variante hinaus. Arbeitsminister Hubertus Heil kündigte bereits eine schnelle Umsetzung an. Dafür haben die Länder allerdings noch zweieinhalb Jahre Zeit.

Verhandlung zum UN-Plastikabkommen geht in die 4. Runde

2022 beschlossen die UN Mitgliedsstaaten gemeinsam ein Abkommen zutreffen, um Plastikmüll einzudämmen. Seitdem haben 3 von 5 Verhandlungen zur Ausarbeitung eines Vertrages stattgefunden. Im November tagten 170 UN-Staaten in Nairobi. Nun steht die 4. Runde Ende April in Ottawa an. Die Vermeidung von Plastikabfällen stößt bei der internationalen Bevölkerung auf großen Zuspruch. Jetzt ist es an den Staaten, gemeinsame Linien zu finden. Am Verhandlungstisch sitzen jedoch auch Vertreter*innen der petrochemischen Industrie, die das Ergebnis stark zu verwässern drohen. 

Auf EU Ebene entschieden - das Recht auf Reparatur kommt

Für Verbraucher*innen soll es in Zukunft deutlich einfacher werden Haushaltsgegenstände oder Handys reparieren zulassen. Die EU will damit dem Neukauf und somit dem Wegwerfen von technischen Geräten vorbeugen. Händler*innen der betroffenen Geräte sind demnach verpflichtet, kostengünstige Reparaturen anzubieten. Das gilt auch nach Ende der Gewährleistungspflicht von 2 Jahren. Für viele Gegenstände wie Möbel oder Kopfhörer gilt das Recht allerdings nicht. Auch ist es nicht möglich, Gegenstände kostengünstiger reparieren zulassen, wenn der Neukauf nachweislich günstiger wäre als die Reparatur.

 

Publikationen
Titelblatt: 70 NGOs fordern eine ökologische und sozial gerechte EU-Bioökonomie-Strategie
70 NGOs fordern eine ökologische und sozial gerechte EU-Bioökonomie-Strategie
Anlässlich der bevorstehenden Überarbeitung der EU-Bioökonomie-Strategie fordern 70 NGOs in einem Positionspapier eine Bioökonomie, die sowohl ökologisch nachhaltig als auch sozial gerecht sein muss. Die unterzeichnenden Organisationen betonen, dass sich dafür der Fokus der Bioökonomiestrategie grundlegend ändern muss. Die aktuelle Verschwendungs-Wirtschaft muss gestoppt werden.
Lesen
Titelblatt des Forderungspapiers Wertvoll für die Kreislaufwirtschaft, aber zu gut geschützt
Wertvoll für die Kreislaufwirtschaft, aber zu gut geschützt
Die Kreislaufwirtschaft ist eine Antwort auf viele Zukunftsfragen. Das Ziel ist es, Materialien möglichst lang zu nutzen und im Kreislauf zu halten. Dafür sollen Produkte zum Beispiel repariert werden, um Neuproduktionen auf das Notwendigste zu beschränken. Doch in der Praxis stehen immer wieder geistige Eigentumsrechte im Weg: Sie erschweren die Reparatur oder Geschäftsmodelle, die die Lebensdauer von Produkten verlängern wollen.
Lesen
Wo steht die Elektronikbranche beim verantwortungsvollen Bezug von Rohstoffen?
Wo steht die Elektronikbranche beim verantwortungsvollen Bezug von Rohstoffen?
In der aktuellen Studie hat WEED untersucht, was IT-Hersteller für den verantwortungsvollen Rohstoffbezug tun und wie sich die Branche seit unserer letzten Untersuchung in 2018 weiterentwickelt hat. Dafür wurden die Rohstoffansätze von 17 großen IT-Herstellern analysiert. Die Ergebnisse der Studie zeigen: Das Thema verantwortungsvoller Rohstoffbezug ist in der Breite der Branche angekommen.
Lesen
Veranstaltungstipps
29. BilRess-Webseminar "Mehrweg Modell Stadt – Akzeptanz von Mehrweg To-Go Behältern bei Verbraucher*innen und Betrieben| 30. April | Online
Seit der Einführung der Mehrwegangebotspflicht in der Außer-Haus-Gastronomie am 1. Januar 2023 hat sich in der Praxis im ersten Jahr überraschend wenig geändert. Die entscheidenden Fragen lauten: Woran liegt die zögerliche Umsetzung? Was benötigen Unternehmen, um Mehrwegverpackungen stärker anzubieten und was braucht es, damit Verbraucher*innen diese Angebote intensiver nutzen?
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Earth Overshoot Day Deutschland | 2. Mai
Wenn jeder auf der Welt so leben würde, wie wir in Deutschland, hätten wir heute die Ressourcen für das ganze Jahr 2024 aufgebraucht und leben ab sofort auf den Kosten zukünftiger Generationen.
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Crashkursreihe zur Rohstoffwende 2024: Die Reise des Kupfers | Ab dem 4. Juni | Online und Präsenz
Kupfer ist ein wichtiges Metall für die Mobilitäts- und Energiewende. Damit steigt auch der Druck auf die Hauptabbauländer Peru und Chile. Diese Veranstaltung von PowerShift richtet sich an politisch Aktive und Multiplikator*innen aus Parteien, Gewerkschaften, Medien, sozialen Bewegungen sowie umwelt- & entwicklungspolitischen Organisationen.
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Alles aus Holz – Rohstoff der Zukunft oder kommende Krise | 5. Juni | Berlin
In dem Fachgespräch im Rahmen der 7. Woche der Umwelt lädt der WWF ein über Holz als Rohstoff zu diskutieren. Denn das zunehmende Sterben unserer Wälder muss zu einer gesellschaftsorientierten Priorisierung der Holznutzung führen.
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Podcasts und Medien - Unsere Tipps
Staubiger Glanz: Neue Rohstoffbedarfe der EU, alte Ungerechtigkeiten für Südafrika
Auf dieser Scrolly Page von PowerShift findet ihr zahlreiche Infos, Zahlen und Fakten zum Thema Rohstoffabbau in Afrika anschaulich aufbereitet.
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Terra X: Der Metall-Planet
Diese Dokureihe befasst sich mit dem Rohstoffhunger unserer Großstädte. Der Geologe Devey Colin begibt sich zu Bergbauregionen auf der ganzen Welt und betrachtet dessen Folgen und seine Zukunft.
Reinschauen
Stoffwechselpolitik von Simon Schaupp
In dem Podcast "Future History" spricht diesmal Simon Schaupp zu seinem neuen Buch "Stoffwechselpolitik". In dem Werk geht es darum, wie Arbeitsprozesse die Nutzung von Rohstoffen gestaltet haben. An historischen Beispielen zeigt der Autor, wie zentral die Rolle der Arbeit für unser Verhältnis zur Natur ist.
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Unterstützenswert
Petition unterschreiben - Für ein starkes UN-Plastikabkommen
Ende April gehen die Vereinten Nationen in die 4. Verhandlungsrunde, um die weltweite Reduktion von Plastik zu bestimmen. Mit der Unterzeichnung dieser Petition von Greenpeace wollen wir Umweltministerin Steffi Lemke dazu auffordern, sich für ein starkes UN-Plastikabkommen einzusetzen.
Unterzeichnen

Die Ressourcenwende möchte den Austausch zwischen der Zivilgesellschaft und Wissenschaft auf dem Gebiet der Ressourcenpolitik fördern. >>>

Der Koordinierungskreis des Netzwerks besteht aus:

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