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Ausgabe 13/2024: NKWS | Ressourcenschutzgesetz | Neue Veranstaltungsreihen

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Newsletter #13, Januar 2024

Liebe Lesende,

auch zum Jahresende ist im Netzwerk einiges passiert. Bei unserem Netzwerktreffen im November haben wir die bisherige Einbindung zur Arbeit an der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie ausgewertet und reflektiert. Außerdem haben wir zusammen über die sozialen Aspekte geredet, die uns bei der Ressourcenwende wichtig sind und arbeiten diese gerade in einem Eckpunktepapier zur sozialen Gerechtigkeit in der Ressourcenwende ein.

Die letzten Monate haben wir uns intensiv zu den Möglichkeiten eines Ressourcenschutzgesetzes ausgetauscht. Wie sich dieses umsetzen lassen könnte, wollen wir auch dieses Jahr mit vielen verschiedenen zivilgesellschaftlichen Akteur*innen weiter diskutieren. Dafür treffen wir uns bereits im Januar wieder. Bei Interesse an der Teilnahme meldet euch bei maria.michaelys@bund.net.

In den kommenden Monaten erwarten euch zudem neue spannende Veranstaltungen.   Am 7. März planen wir eine Zukunftskonferenz zu dem Themenkomplex Wasser, Technologie und Ressourcenschutz. Hier wird auch das Ressourcenschutzgesetz thematisch eine Rolle spielen. Im April wird voraussichtlich auch unser nächstes Netzwerktreffen stattfinden.

Um über zukünftige Veranstaltungen des Netzwerks besser weiter informiert zubleiben, empfehlen wir euch die Aufnahme in unseren Verteiler. Über diesen erhaltet ihr weitere Einladungen und Infos zu unseren Veranstaltungen.

Viel Spaß mit den folgenden Texten und Veranstaltungstipps.

Euer Netzwerk Ressourcenwende

Aktuelle Blogbeiträge
Ressourcenpolitik im Bundestag – November 2023
Diese Sammlung und Zusammenfassung von Anfragen, Anträgen, Anhörungen und Unterrichtungen rund um den Themenkomplex Ressourcenpolitik soll einen kurzen Überblick über die ressourcenpolitischen Geschehnisse im Bundestag geben.
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EU-Mercosur Abkommen kurz vor dem Abschluss: ein Kuhhandel auf Kosten von Klima und Menschenrechten
Geschrieben von Armin Pasch – Erstveröffentlichung am 28.11.2023 bei Misereor Just am Tag der Menschenrechte, dem 10. Dezember 2023, wird der bekennende rechtslibertäre Anarchokapitalist Javier Milei das Amt des argentinischen…
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Mikroplastik-Verbot: Auch flüssige Kunststoffe müssen verboten werden
Schädliches Mikroplastik ist inzwischen überall. Viele Menschen werden sogar bereits mit Mikroplastik im Körper geboren. Nun verbietet die EU Mikroplastik – aber nur zum Teil. Mikroplastik ist überall Es wurde…
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Ressourcenpolitik im Bundestag – Oktober 2023
Diese Sammlung und Zusammenfassung von Anfragen, Anträgen, Anhörungen und Unterrichtungen rund um den Themenkomplex Ressourcenpolitik soll einen kurzen Überblick über die ressourcenpolitischen Geschehnisse im Bundestag geben.
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Position des Umweltausschuss verwässert Vorschlag der Kommission
Dieser Artikel erschien zuerst am 25.10.2023 bei Exit Plastik. Die gestern verabschiedete Position des EU-Umweltausschuss zur Europäischen Verpackungsverordnung verwässert den im November 2022 vorgelegten Vorschlag der EU-Kommission und ist zu…
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Neuigkeiten

Die Grünen fordern Ressourcenschutzgesetz

Der grüne Umweltpolitiker Jan Gesenhues hat sich für ein Ressourcenschutzgesetz ausgesprochen, das strickte Ziele zur Reduzierung des Rohstoffverbrauchs vorgibt. Für die Ausgestaltung des Gesetzes schlägt Gesenhues verbindliche Ziele für alle Resorts vor. Diese sollten bis 2030 umgesetzt werden. Eine Möglichkeit der Umsetzung wäre eine Abgabe pro genutzte Tonne an Rohstoffen wie z. B. Sand oder Kies. Deutschland befindet sich in Europa im Moment auf Platz 2 was die Menge der verbrauchten Ressourcen pro Kopf betrifft.

Neuigkeiten zum Critical Raw Material Act 

Am 12.12.2023, gab das EU-Parlament seine Zustimmung zum Critical Raw Material Act. Der Critical Raw Material Act wurde bereits im März von er EU-Kommission vorgestellt und stellt ein Gesetzespaket zur Sicherung der Rohstoffversorgung für die EU dar. Das Parlament konnte dafür sorgen, dass die Recyclingziele angehoben werden. Das Gesetz wurde mit mit 549 zu 43 Stimmen bei 24 Enthaltungen angenommen. Akteure der Zivilgesellschaft wie PowerShift kritisieren allerdings, dass bei dem Gesetz wichtige Regelungen nicht getroffen werden. So gibt es keine Ambitionen den Ressourcenverbrauch innerhalb der EU zu senken. Die Verbände bemängeln ebenfalls die zu geringe Ziele bei Etablierung von Kreisläufen für kritische Rohstoffe, sowie die fehlenden Stärkungen von Menschenrechten in den Abbaugebieten. 

Verordnung über Verpackung und Verpackungsabfälle: EU-Rat legt Verhandlungsposition fest

Der EU-Rat hat im Dezember 2023 Position zu den Vorschlägen der Kommission bezogen. Ende 2022 veröffentlichte die EU Kommission den Vorschlag für eine Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (EU-VerpackVO). Diese soll die Umweltauswirkungen von Verpackungen über ihren gesamten Lebenszyklus reduzieren. Die Länder haben zu einigen Vorschriften nun Änderungen oder Ausnahmen hinzugefügt. So sollen z. B. Beschränkungen für Einwegverpackungen für Bioobst und -gemüse unter bestimmten Voraussetzungen nicht gelten. Auch in Hinblick auf die Recyclingvorschriften hat der Rat Änderungen hinzugefügt. Verpackungen sollen als recyclingfähig gelten, wenn sie recyclingorientiert gestaltet sind. Allerdings schlägt der Rat auch Verschärfungen vor. So soll die Kommission bis 2026 einen Bericht über schädliche Chemikalien in Verpackungen vorlegen. Auch die Vorschriften für Logistikdienstleister wurden angezogen. 

Vertreter*innen aus ganzer Welt verabschieden Rahmenwerk für nachhaltigen Umgang mit Chemikalien und Abfällen

Unter dem Vorsitz Deutschlands fand die 5. Weltchemikalienkonferenz statt. Die Akteure bekannten sich dazu den Einsatz von Chemikalien sicherer zu gestalten. Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Regierungen haben sich demnach dazu verantwortet, die schädliche Wirkung von Chemikalien in ihrem ganzen Lebenszyklus zu reduzieren. Das neue Rahmenwerk beinhaltet 28 thematische und zeitgebundene Ziele, von denen die meisten bis 2030 umgesetzt werden sollen. Die Umweltministerin Steffi Lemke kündigte an, dass Deutschland 20 Millionen Euro für den Fonds zur Umsetzung beisteuern werde. Vertreter*innen der UN betonten, dass ein Erreichen der Ziele allein nicht reiche, für einen ausreichenden Schutz von Menschen müssen diese Vereinbarungen übertroffen werden. Umweltverbände lobten vor allem das Ziel, die Nutzung von chemischen Pestiziden bis 2035 auslaufen zu lassen.

Mikroplastik darf nicht mehr absichtlich zugesetzt werden

Um die Freisetzung von Mikroplastik in die Umwelt einzudämmen trat im Oktober 2023 EU-weit eine Regelung gegen absichtlich zugefügtes Mikroplastik in Kraft. Damit wird im ersten Schritt die Verwendung von Plastik mit schmirgelnder Wirkung in Kosmetika untersagt, sowie die Verwendung in Kinderspielzeug durch bspw. Glitter. Für weitere Anwendungen gelten allerdings Übergangsfristen von bis zu 12 Jahren. Dass die Einschränkungen für Mikroplastik längst überfällig sind zeigen die erschreckenden Funde von Plastikpartikeln in der Arktis und im Meer. Forscher*innen werteten nun den Plastiktransport durch den Hurricane Larry in 2021 aus und stellten fest, dass dieser 100.000 Partikel pro Quadratmeter vom Meer zurück ins Land wirbelte. 

Belgien übernimmt EU-Ratspräsidentschaft und will Green Deal vorantreiben

Seit dem 1. Januar hat Belgien die Präsidentschaft des EU-Rats übernommen. Während der 6-monatigen Präsidentschaft will der EU-Vorsitz unteranderem das vorankommen beim Green Deal fördern. Besonderes Augenmerk soll auch die Verpackungsverordnung und Recycling gelegt werden. Für die Verringerung des Ressourcenverbrauchs möchte Belgien zudem den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft fördern. Um mehr Kreisläufe zu schaffen, sieht Belgien vor allem Ausbesserungen im Bereich Governance- und Überwachungssystemen notwendig. Im Mittelpunkt soll dabei ein gerechter Übergang für alle stehen. 

Reparaturbonus in Frankreich -  150 Mio. Euro im Fonds

In Frankreich ist es nun möglich auf die Reparatur von Kleidern und Schuhen Rabatte zu erhalten. Finanziert wird das Angebot von einem Fonds in den Handelsketten selbst eingezahlt haben. Die Hersteller zahlen den Öko-Beitrag an ein Non-Profit Unternehmen, das den Reparaturbonus umsetzt. Das Unternehmen zahlt den rund 600 Schneider*innen, die an dem Programm bisher teilnehmen die Rabatte im Nachhinein zurück. Frankreich hat 2020 ein Anti-Verschwendungsgesetz erlassen, das Handelsketten dazu verpflichtet nachhaltiger zu handeln.  

Publikationen
Blackbox Chemieindustrie
Blackbox Chemieindustrie
Die Chemieindustrie verursacht 18 % der weltweiten CO2-Emissionen und hat damit einen entscheidenden Anteil an der Klimakrise. Diese Studie ist die erste eines Umweltverbandes, die den Status Quo der deutschen chemischen Industrie umfänglich beleuchtet: Energie- und Ressourcenverbrauch, Produktionsmengen und Art der Produkte, Standorte und Unternehmen.
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Titelblatt des Forderungspapiers
Opportunities and limits of recycling in the context of the circular economy
Recycling hat eine Schlüsselrolle in der Kreislaufwirtschaft und ist somit essentiell um unsere Ressourcen zu schonen. Um Recycling richtig zu betreiben ist es jedoch wichtig die Grenzen und Rahmenbedingungen zu kennen und zu definieren. Dieses Papier beschäftigt sich speziell mit dem Recycling von Metallen.
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Einweg ist kein Weg!
Einweg ist kein Weg!
Nahezu alle in der Natur gefundenen Plastikmüllverschmutzungen kommen von Einwegverpackungen. Das ergab eine Untersuchung vom BUND zusammen mit der BUNDjugend. Bei Müllsammelaktionen wurden 2 Jahre lang regelmäßig Plastikmüll gesammelt und anschließend analysiert. Diese Paper offenbart, welche Firmen den größten Anteil an Plastikmüll lieferten.
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Veranstaltungstipps
Klimaschutz, aber dekolonial | 22. Januar | Hamburg
Durch die Energiewende wird der Abbau von Metallen steigen. Dieser findet zum größten Teil in Ländern des globalen Südens statt. In dieser Veranstaltung beschäftigt sich mit den Folgen das Abbaus und welche Möglichkeiten es gibt, diesen solidarisch und gerecht zu gestalten.
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Highlights der Umweltbewusstseinsstudie 2022 | 25. Januar | Online
Bei dieser Fachkonferenz werden die wichtigsten Ergebnisse der Umweltbewusstseinsstudie von 2022 vorgestellt. Die Studie hat gezeugt, dass trotz zahlreicher Krisen Umweltschutz dennoch einen hohen Stellenwert in der Bevölkerung hat. Dieser muss allerdings sozialverträglich erfolgen. Die Highlights werden in 4 parallelen Sessions vorgestellt.
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Exit Plastik | 6. Februar | Berlin
Diese zweiteilige Veranstaltung von und mit dem zivilgesellschaftlichen Bündnis Exit Plastik findet in den Räumen der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin statt. Für Interessierte besteht die Möglichkeit mit Gästen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft Lösungsansätze für die Plastikkrise zu erörtern.
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Fachkonferenz Circular Economy | 20. Februar | Berlin
Neben der Reduktion des Ressourcenverbrauchs stellt die Kreislaufwirtschaft einen wichtigen Ansatzpunkt dar, um nachhaltig zu wirtschaften. Bei dieser Konferenz wird beleuchtet, wie eine zirkuläre Wirtschaft funktionieren kann.
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Konferenz „Reparaturstadt: Möglichkeiten kommunaler Reparaturförderung“ | 24. bis 25. Mai | Kiel
Die zweitägige Konferenz bietet einen Rahmen, um verschiedenste Themen im Bereich kommunaler Reparaturförderung zu diskutieren – von online-Reparaturführern über Reparaturbonus-Systeme, den Zugang zu Altgeräten, die Förderung von Reparatur-Orten bis hin zu Fragen der Finanzierung und praktischen Umsetzung. Sie erwartet ein vielfältiges Programm mit Expert:innen-Inputs, Diskussionen, Fachworkshops, Netzwerkgelegenheiten und praktischen reparaturbezogenen Aktivitäten.
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Podcasts und Medien - Unsere Tipps
Rohstoffe und Handel - Wie die EU sich durch Handelsabkommen Rohstoffe im globalen Süden sichern will
In diesem Podcast von PowerShift geht es um die Handelsabkommen der EU mit dem Ziel eine Klimaneutrale Rohstoffgewinnung zu erzielen. Dabei wird der Blick auf die Gerechtigkeit dieser Abkommen gelenkt.
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12 Argumente für eine Rohstoffwende
Unser Rohstoffkonsum hat Folgen für Umwelt und die menschliche Gesundheit. Hier findet ihr Argumente und Lösungsansätze für eine Rohstoffreduktion in Deutschland. Dieses Fakt Sheet könnt ihr kostenlos bei Forum für Umwelt & Entwicklung bestellen.
Reinschauen
Der Rohstoffhunger der EU und die Folgen für Ost- und Südosteuropa
Auch in diesem Podcast der Heinrich Böll Stiftung geht es um die geplantes Rohstoffhandelsabkommen der EU. Zivilgesellschaftliche Akteur*innen aus Süd- und Osteuropa fordern mehr Transparenz und schildern ihre Bedenken.
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Unterstützenswert
Petition unterschreiben - SOS aus der Tiefsee
Die Tiefsee birgt noch viele Geheimnisse. Obwohl dieser Lebensraum kaum erforscht ist, gibt es nun Bestrebungen auch hier Bergbau zu betreiben. Mit dieser Petition will Greenpeace verhindern, dass ein weiteres Ökosystem Opfer unseres Ressourcenhungers wird.
Unterzeichnen

Die Ressourcenwende möchte den Austausch zwischen der Zivilgesellschaft und Wissenschaft auf dem Gebiet der Ressourcenpolitik fördern. >>>

Der Koordinierungskreis des Netzwerks besteht aus:

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