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Newsletter #11, Juni 2023 |
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Liebe Lesende,
seit dem letzten Newsletter hat sich im Netzwerk Ressourcenwende einiges getan. Für das Netzwerk hat sich ein neuer Koordinierungskreis gebildet. Dieser besteht weiterhin aus BUND, DNR und IÖW. Neu dazugekommen sind Greenpeace, Misereor und das Forum für Umwelt und Entwicklung (FUE). Außerdem wird unsere neue studentische Hilfskraft Maria euch ab sofort mit News und Terminen rund um die Ressourcenwende versorgen und eure Mails beantworten.
Derzeit verfolgen wir intensiv die Entwicklung zur Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) des BMUV. Dazu hat letzten Monat das erste Dialogforum stattgefunden bei dem unteranderem die DUH, BUND, NABU und DNR sowie Vertreter*innen verschiedener Industrie- und Wirtschaftszweige eingeladen waren. Als Netzwerk haben wir in einem Kurzforderungspapier Rahmenbedingungen formuliert, die es aus unserer Sicht für den Erfolg der NKWS braucht. Weitere Infos dazu findet ihr bei den politischen Prozessen und Publikationen.
Thematisch passend zur NKWS findet am 22. Juni unser Netzwerktreffen in Berlin statt. Noch könnt ihr euch anmelden. Weitere Infos findet ihr hier.
Im Newsletter findet ihr wie üblich die neusten Blogbeiträge und Veranstaltungshinweise sowie die letzten Publikationen.
Wir wünschen euch einen schönen Sommer und eine spannende Lektüre.
Euer Team des Netzwerk Ressourcenwende
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Aktuelles aus dem Projekt |
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Forschungsprojekte für die Transformation Seit vier Jahren arbeitet das Netzwerk Ressourcenwende transdisziplinär mit Vertreter*innen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Neben dem politischen Ziel, in der Ressourcenpolitik zu wirken, will das Netzwerk auch die Zusammenarbeit und den Transfer zwischen Forschung und Zivilgesellschaft über die Ressourcenfrage hinaus stärken. Zivilgesellschaftlich fundiertes Wissen ist für die Lösung kommender sozial-ökologischer Transformationskonflikte notwendig: Wissen, das hilft, Verteilungsfragen besser zu begreifen; Wissen, das politische Forderungen provozieren kann; aber auch Wissen, das direkt dabei hilft, Wirtschaftsaktivitäten oder Infrastrukturen ressourcenschonender zu machen.
In dieser Broschüre stellen wir Zehn Etappen für eine systematischere Zusammenarbeit von Wissenschaft und Zivilgesellschaft vor.
Auftakt zur Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie Am 20. April startete der Stakeholder Prozess zur Erarbeitung der NKWS. Das BMUV lud dazu zahlreiche Vertreter*innen aus der Zivilgesellschaft und Wirtschaft ein. Mit dabei waren unter anderem der BUND, Greenpeace und der DNR. Die Umweltverbände forderten vor allem klare uns messbare Ziele und einen sektorübergreifenden Ansatz. in den nächsten Wochen sind weitere Dialogwerkstätten und Runde Tische geplant. Ende des Jahres wird es einen 2. großen Stakeholder Dialog geben. Über alles was bei der NKWS passiert informieren wir auf unserer Website.
"Recht auf Reparatur" von der EU-Kommission Die Europäische Kommission hat einen Gesetzesentwurf vorgelegt, um Hersteller zur Reparatur zu verpflichten. Laut dem Entwurf sollen Produkte, die innerhalb der 2jährigen Garantie liegen repariert und nicht mehr ersetzt werden. Das gilt vor allem für Fernseher, Waschmaschinen, Kühlgeräte und weitere Geräte, die unter die EU ÖkoDesign-Richtlinie fallen. Dies geschieht allerdings nur, wenn die Reparatur günstiger als eine Neuanschaffung ist. Die Verbraucherzentrale kritisiert, dass der Entwurf die wesentlichen Hürden für Verbraucher*innen nicht anpackt. So fallen nicht alle Geräte unter die Regelungen und es gibt keine Ambitionen die Höhe der Reparaturkosten zu senken. Das sorgt dafür, dass gerade alte Geräte oft nicht mehr repariert werden.
Studie zu To-Go Verpackungen an den Start gegangen Seit Januar 2023 müssen Restaurants und Lieferdienste Mehrweglösungen für ihre To-Go Angebote anbieten. Um zu untersuchen, wie diese Mehrwegbehälter so eingesetzt werden können, dass Einwegplastik tatsächlich reduziert werden kann, ist nun eine neue Studie an den Start gegangen. Bei REPRAID untersuchen Forschende wie sowohl Nutzer*innen als auch die Gastronomie Entscheidungen treffen und wie die Rückgabeinfrastruktur möglichst Nutzer*innenfreundlich gestaltet werden kann. Außerdem wird geschaut welche Anreize gesetzt werden können, das Kund*innen auf die Mehrwegverpackung zurückgreifen und diese auch möglichst zeitnah wieder abgeben
Sinkende Plastikexporte aus Deutschland Deutschland hat in den vergangen Jahren 51 % weniger Plastikmüll ins Ausland exportiert. Wir sind dennoch EU-weit immer noch der größte Exporteur von Plastikabfällen, allerdings ist der Abstand zu anderen Staaten deutlich geschrumpft. Grund dafür sind Einfuhrbeschränkungen von asiatischen Ländern. Mit dem Plastik-Problem beschäftigte sich zuletzt auch die UN. Bis 2024 soll eine Konvention erarbeitet werden mit festen Regeln für Plastik in all seinen Lebenszyklen. Damit hat sich die internationale Gemeinschaft zum ersten mal gemeinsam zu einem Vorgehen gegen die Plastikverschmutzung bekannt. |
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Bedingungen für den Erfolg der nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie |
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Die Bundesregierung arbeitet an einer nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie. Kreisläufe in Produktionen sind ein wichtiger Teil, um Ressourcen zu schonen, allerdings gibt es physikalische Grenzen. Damit eine nachhaltige Ressourcennutzung gelingt, haben wir als Netzwerk Ressourcenwende Rahmenbedingungen formuliert, die aus unserer Sicht für dieses Ziel unerlässlich sind. |
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Ressourcenschutz heißt drastische Verringerung des Ressourcenverbrauchs |
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Unser Umgang mit endlichen Ressourcen ist der Treiber zahlreicher sozialer und ökologischer Krisen. Der Verbrauch und dessen Auswirkungen sind dabei global ungleich verteilt. Bisherige Bemühungen Ressourcen zu schonen, haben sich als nicht wirkungsvoll erwiesen. Der BUND fordert daher ein verbindliches Ressourcenschutzgesetzt, dem messbare Ziele zugrunde liegen. |
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Reststoffe für die Bioökonomie – Zwischen Hoffnung und Realität |
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Die Rohstoffe der Zukunft müssen Bio sein. Allerdings sind die Ökosysteme, aus denen diese Rohstoffe bezogen werden können, bereits überlastet. Diese Broschüre geht der Frage auf den Grund, ob auch Abfälle als Rohstoffquelle in Frage kommen. |
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Monitoring internationale Ressourcenpolitik (MoniRess II) |
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Im Forschungsvorhaben „Monitoring Internationale Ressourcenpolitik“ (MoniRess II) wurden Politiken bezüglich der Nutzung natürlicher Rohstoffe von ausgewählten außereuropäischen Ländern über fast drei Jahre hinweg regelmäßig beobachtet und analysiert. Ausgewählt wurden Chile, China, Indonesien, Japan, Marokko, Neuseeland, Ruanda, Singapur, Südafrika, Uruguay, USA und die Vereinigten Arabischen Emirate. |
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Netzwerktreffen Ressourcenwende | 22. Juni | Berlin |
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Das Netzwerk Ressourcenwende lädt Sie herzlich zum Netzwerktreffen im Juni ein. Anlässlich des Starts der Erarbeitung einer Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie in der Bundesregierung wollen wir mit Ihnen über die Potentiale und Stolpersteine in der Ressourcenwende sprechen. Zusammen mit verschiedenen Expert*innen aus dem Bereich Ressourcenschutz wollen wir uns informieren und diskutieren. |
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SDG-Fachtag 2023: “Nachhaltige Transformation: Was sich in Köln ändern soll” | 19. Juni | Köln |
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Vor dem Hintergrund der multiplen Krisen zeigt sich immer deutlicher: Köln braucht eine nachhaltige Transformation, denn globale und lokale Entwicklungen sind untrennbar miteinander verwoben. Wir brauchen eine klimaneutrale Stadt. Die Verkehrswende. Nachhaltige Produktion und Konsum. Eine sozial gerechte Stadt. Gutes und bezahlbares Wohnen. Eine Stadt für alle. Doch wie erreichen wir dies – und das, so sieht es die Agenda 2030, der sich auch Köln verschrieben hat, vor, möglichst zeitnah? |
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Goldrausch in Amazonien: Vom Regenwald zu unseren Banken, Schmuck und Handys | 21. Juni | Online |
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In Folge der Pandemie, des Kriegs in der Ukraine und allgemeinen Konjunktursorgen steigen die Goldpreise auf Rekordhöhen an. Im Amazonasgebiet ist dadurch ein wahrer Goldrausch entstanden – mit katastrophalen Auswirkungen auf für Mensch, Natur und Klima. Als „krisensichere“ Geldanlage, für Schmuck oder für die Industrieproduktion bedient das Amazonasgold eine weltweite Nachfrage, die zu Gewalt gegen die Bewohner*innen des Regenwaldes und zu seiner Zerstörung führt... |
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Chemiepolitischer Mittagstalk | 28. Juni | Online |
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Den Rahmen für die diesjährigen Mittagstalks bildet die im September in Bonn stattfindende Welt Chemikalienkonferenz, auf der ein Folgeabkommen für das internationale Chemikalienmanagement geschlossen werden soll – ein SAICM-Beyond-2020. Einige der Themen, die dabei im Fokus stehen, sollen in der diesjährigen Fortsetzung der Mittagstalks aufgreifen. |
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19. BilRess-Netzwerkkonferenz: Ressourcenschonung und Ressourceneffizienz im Gesundheitswesen | 19. September | Frankfurt a. M. |
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Die Konferenz widmet sich im Kontext Ressourcenkompetenz u.a. den Fragen: Wie kann Ressourcenschonung im Gesundheitswesen bei Medizinprodukten und Geräteausstattung umgesetzt werden? Lassen sich Ressourceneffizienzpotenziale bei den verschiedenen medizinischen Dienstleistungen und Behandlungen heben? Einweg, Mehrweg, nachwachsende Rohstoffe: Welche Möglichkeiten bestehen, um die Anforderungen von Hygiene und Ressourcenschonung in Einklang zu bringen? |
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Neuausrichtung der deutschen Rohstoffstrategie?! |
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Der Bergbau in südamerikanischen Ländern hat enorme Auswirkung auf die Umwelt und das Klima. Doch die Bundesregierung setzt sich weiterhin für den Erhalt des Bergbaus ein und neue Rohstoffpartnerschaften sollen entstehen. |
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Nachhaltiger Schmuck aus Gold |
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Geschenke und Statussymbole aus Gold sind beliebt aber der Gewinn des Edelmetalls ist mit drastischen sozialen und ökologischen Folgen verbunden. Detektor.fm beleuchtet, ob der Handel mit Gold auch nachhaltig sein kann. |
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Waldzerstörung mit TÜV und Siegel |
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In diesem Podcast der Tagesschau geht es um die Zerstörung des indonesischen Regenwaldes für unsere alltäglichen Holz- und Zellstoffprodukte. Trotz der Umweltauswirkungen, sind viele Produkte TÜV geprüft. |
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Justice is everybodys business |
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Diese Kampagne wird von zahlreichen zivilgesellschaftlichen Akteuren unterstützt. Mit ihren Forderungen will Justice is everybodys business, dass EU-weit Unternhemen ihre soziale und ökologische Verantwortung in ihren Lieferketten wahrnehmen. |
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Die Ressourcenwende möchte den Austausch zwischen der Zivilgesellschaft und Wissenschaft auf dem Gebiet der Ressourcenpolitik fördern. >>> |
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Der Projektverbund besteht aus sechs Partnern: |
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Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) – Friends of the Earth Germany
Kaiserin-Augusta-Allee 5 D – 10553 Berlin
Copyright © 2023 Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND)
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