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Ausgabe 01/2019: 1. Ressourcenwende-Workshop | ProgRess III | Neue Sorgfaltspflichten für Unternehmen | Das Fix-Fest in Berlin

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Es braucht eine sozio-ökologische Transformation der Gesellschaft!
Newsletter #1, Dezember 2019

Liebe Lesenden,

in unserem ersten Newsletter der Ressourcenwende finden Sie Aktuelles aus dem Projekt und von verbundenen Themenfeldern. Des Weiteren informieren wir Sie über Neuigkeiten in wichtigen politischen Prozessen und möchten Sie auf einige Publikationen und Veranstaltungen hinweisen, mit denen es unserer Ansicht nach lohnt, sich zu beschäftigen und die einen wertvollen Teil zur Diskussion beitragen.

Doch welche Diskussion? Die dringend notwendige Diskussion über die Ressourcenwende, bei der wir Wege finden müssen, den absoluten Ressourcenverbrauch zu senken. Über die Analyse von Leerstellen im ressourcenpolitischen Diskurs wollen wir gezielt Debatten anstoßen. Dafür wollen wir auch die Zivilgesellschaft und die Wissenschaft miteinander vernetzen und Synergien schaffen.

Der erste Workshop hat gezeigt, dass (von beiden Seiten) ein großer Bedarf nach einer solchen transdisziplinären Vernetzung vorhanden ist und dass diese Vernetzung auch noch viel weitergedacht werden muss. Auf lange Sicht müssen beispielsweise Gewerkschaften, soziale Akteur*innen oder Bewegungen in die Diskussion und Vernetzung eingebunden werden.

Wir wünschen Ihnen ein spannende Lektüre, entspannte Feiertage und einen guten Rutsch. Ihre Newsletter-RedakteurInnen Ann Wehmeyer & Tom Kurz

Aktuelles aus dem Projekt
Kurzresümee zum 1. Ressourcenwende Workshop
Unsere These ist: Eine sozial-ökologische Transformation erfordert einen konsequenten Kurswechsel bei der Nutzung und dem Verbrauch natürlicher Ressourcen. Wir brauchen eine radikale Ressourcenwende. Doch wie könnte eine solche Ressourcenwende aussehen?…

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Zinn, Tantal, Wolfram und Gold: Neue Sorgfaltspflichten für Unternehmen
Die Europäische Union hat das Online-Portal „Due Diligence Ready!“ ins Leben gerufen, welches unter Koordination des Öko-Instituts erstellt wurde. Kleine und mittlere Unternehmen können sich damit auf die Sorgfaltspflichten vorbereiten,…

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Die Welt reparieren: Das Fixfest-Reparatur-Festival
Sie sind aus aller Welt nach Berlin gekommen, um die Reparatur zu feiern: 250 AktivistInnen, ReparateurInnen, BastlerInnen und ForscherInnen aus 14 Ländern besuchten im September das 2. internationale Fixfest-Reparatur-Festival und…

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Gemeinsam für die Ressourcenwende
Ressourcenpolitik ist ein von vielfältigen Wechselwirkungen durchzogenes Handlungsfeld mit zahlreichen Schnittstellen zu anderen Handlungsfeldern. Kurz gesagt beschäftigt sich Ressourcenpolitik mit der Frage, wer die Natur auf welche Art und Weise…

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Neuigkeiten

ProgRess III - Das Beteiligungsverfahren für Verbände und Länder ist jetzt gestartet.
In der vergangenen Woche veröffentlichte das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit den Referentenentwurf zu ProgRess III und bittet um Stellungnahmen bis zum 17. Januar 2020. Voraussichtlich kommt es noch im ersten Quartal 2020 zur Abstimmung im Kabinett. Der Zeitraum von einem Monat zur Kommentierung ist in unseren Augen nicht nur knapp, sondern über Weihnachten auch äußerst ungünstigt gewählt. Da
die interne Ressortabstimmung noch immer nicht abgeschlossen ist, hätte der Entwurf auch schon früher veröffentlicht werden können.

Rohstoffstrategie - voraussichtlich keine Beteiligung von Umweltverbänden
Um den Nachschub an Rohstoffen zu sichern, will Deutschland in der neuen Rohstoffstrategie eine Kehrtwende vollziehen. Die Veröffentlichung der neuen Rohstoffstrategie, deren Entwurf sich im November noch in Abstimmung zwischen den Ressorts befand, ist noch für dieses Jahr angekündet und wird sehr wahrscheinlich am 18. Dezember im Kabinett vorgestellt. Die eigentlich angekündigte Einbeziehung von Verbänden findet damit nicht statt. Vorab-Stellungnahmen zur neuen Rohstoffstrategie haben bereits der AK-Rohstoffe und der BUND geschrieben.

Dialogreihe "Zukunftsfähige Rohstoffpolitik"
"Wie kann eine zukunftsfähige Rohstoffpolitik aussehen und wie schaffen wir es, dass Nichtregierungsorganisationen (NROs), Zivilgesellschaft und Wissenschaft in einen intensiven Austausch miteinander kommen?" Auch in Österreich werden diese Fragen mit Vertreter*innen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutiert und auf eine Ressourcenwende hin gearbeitet. Ende November stellten wir das Projekt Ressourcenwende in Wien vor und nahmen einiges an Wissen und Erfahrungen für unser Netzwerk mit.

 

 

Publikationen
Decoupling Debunked
Grünes Wachstum erlaube eine Entkopplung des Ressourcenverbrauchs vom Wirtschaftswachstum. Diese Annahme ist eine Grundprämisse für die politische Linie von EU oder UN. Die Studie des Europäischen Umweltbüros (EEB) "Decoupling Debunked" beurteilt die Haltbarkeit dieser These. Dabei zeigt sich, dass es eine absolute Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Umweltschäden bisher nicht nur nicht gegeben hat, sondern es auch nie geben wird. Nur eine auf Suffizienz basierende Wirtschaft und Politik kann einem guten Lebensstandard für alle innerhalb der planetaren Grenzen gerecht werden.

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Neue Rohstoffkapitel in EU-Handelsabkommen – eine Bestandsaufnahme
Um die Wettbewerbsfähigkeit der vom Rohstoffimport abhängigen Industrien innerhalb der EU zu sichern, will die EU sowohl den Rohstoffimport als auch den Export von weiterverarbeiteten Produkten in ihre Handelspolitik mit einbeziehen. Neben dem Abbau von Handelshemmnissen beinhaltet dies auch die Öffnung von Märkten. Die Publikation setzt sich mit der EU Handels- und Rohstoffpolitik auseinander und wirft einen besonderen Blick auf die Artikel, die den Abbau und Handel von mineralischen Rohstoffen thematisieren und prüft die Berücksichtigung von Umweltschutz und Menschenrechten.

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Wege in eine ressourcenschonende Treibhausgasneutralität
Das RESCUE-Projekt beschreibt in sechs Szenarien mögliche Lösungs- und Handlungsspielräume für Wege in eine ressourcenschonende Treibhausgasneutralität in Deutschland. Eine Kombination verschiedener Maßnahmen wie die Umstellung auf erneuerbare Energien, Energie- und Materialeffizienz und Lebensstiländerungen, aber auch eine nachhaltige Landwirtschaft können die Emissionen und den Rohstoffkonsum deutlich senken. Das vorliegende Executive Summary beschreibt die zentralen Ergebnisse des Projekts.

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Governance einer effizienten und nachhaltigen Ressourcennutzung – Abschlussbericht PolRess II
Weltweit hat der Ressourcenverbrauch in den letzten Jahren stetig zugenommen. Eine weitere Steigerung wäre mit erheblichen sozio-ökologischen Folgen verbunden. In Deutschland konnte zwar eine relative Entkopplung der Gesamtrohstoffproduktivität erreicht werden, eine absolute Entkopplung mit sinkender Rohstoffinanspruchnahme blieb bislang jedoch aus. Auf Grundlage der Analysen des Projektes PolRess II werden in diesem Bericht Optionen für die Weiterentwicklung der deutschen Ressourcenpolitik aufgezeigt und deren mögliche Vor- und Nachteile diskutiert.

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Veranstaltungen
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Rohstoffe für den Klimaschutz: Strategien zur Konfliktprävention | 23. bis 24. Januar 2020 in Dresden
Digitale Lösungen und neue Umwelttechnologien können zur CO2-Reduzierung beitragen. Sie bedürfen jedoch spezifischer Rohstoffe, deren Beschaffung nicht selten umweltschädigend, menschenrechtsverletzend und konfliktträchtig ist. Daraus folgt die Frage nach alternativen Produktionsmethoden, Wiederverwertung und Ersatzstoffen. Eine nachhaltige Ressourcennutzung kann bedeutend zur Erreichung der 17 Ziele der Agenda 2030 beitragen.

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Gerechter Welthandel statt "Fleisch für Autos"-Deals! | 10. Februar 2020 in Berlin
Zivilgesellschaftliches Ratschlags-Treffen zum EU-Mercosur-Abkommen: im Jahr 2020 soll das EU-Mercosur-Handelsabkommen abgeschlossen werden. Gemeinsam wollen wir unsere Kritik an dem Abkommen und der aktuellen Handelspolitik formulieren, unsere Kräfte bündeln und uns vernetzen. Um den Widerstand breit aufzustellen, wollen wir verschiedene Standpunkte mit einbeziehen. So sind Handelsabkommen auch aus ressourcenpolitischer Perspektive ein wichtiges Handlungsfeld. Und dabei geht es nicht nur um die Nutzung von Rohstoffen, sondern ganz konkret um Zugang und Abhängigkeiten sowie um Nutzungskonflikte und Eigentumsfragen.

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BilRess-Netzwerkkonferenz | Am 17. März 2020 in Berlin
Schwerpunkt ist diesmal das Thema „Ressourcenleichte Informations- und Kommunikationstechnik – Welche Ressourcenbildung wird gebraucht?“ Die Konferenz widmet sich bestehenden Angeboten für die Ressourcenbildung in der IKT-Branche. Für eine ressourceneffiziente Kommunikationstechnik müssen Nutzer*innen, Unternehmen und die öffentliche Hand gleichermaßen über unterschiedliche Bildungsbereiche erreicht werden.

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